Lokale Radfahrer im Lospech
Einzigartiges Radsportfestival
Der seit 1987 ausgetragene Dolomitenradmarathon erweckt reges Medieninteresse
Neuwied. Aktuell wird das internationale Sportgeschehen verstärkt vom Straßenradsport geprägt. Es ist nicht nur die Tour de France der Profis, die fasziniert, sondern auch in den letzten beiden Wochen der Dolomitenradmarathon (Maratona delle Dolomiti) in Corvara Alta Badia sowie der Granfondo La Leggendaria Charly Gaul in Trient für Radamateure und Jedermann-Fahrer. Bei der 31. Austragung der sogenannten „Maratona“, 200 Jahre nach Erfindung des Fahrrads, nahmen über 9.000 Rennradler von 69 verschiedenen Nationen aus fünf Kontinenten teil. Sie alle konnten unter drei Streckenvarianten wählen zwischen 55, 106 oder 138 Kilometern mit bis zu 4.230 Höhenmetern. Insgesamt drei Hubschrauber und ein Flugzeug waren für die Liveübertragung im italienischen Fernsehen (RAI 3) zuständig. Hinzu kamen auch viele Motorradkameras, alles in allem waren über 50 Kräfte für Technik und Regie tätig. Darüber hinaus sind am Wettkampftag rund 1.500 weitere Personen im Einsatz.
Einer der mitfahrenden Ehrengäste war der ehemalige Bahnrennfahrer und Stundenweltrekordler sowie Tour de France-Sieger Sir Bradley Marc Wiggins. Aber auch nationale Champions aus vielen sportlichen Disziplinen waren beim Start morgens um 6.30 Uhr dabei wie auch Maria Canins mit Tochter Conchetta.
Aus dem hiesigen Verbreitungsgebiet hatte in diesem Jahr keiner das Losglück für eine Teilnahmeberechtigung gehabt. Viele Startplätze werden verlost, damit auch neue Fahrer in den Genuss einer Teilnahme kommen können. Abgesehen davon wird generell die Hälfte der Startplätze an italienische Rennfahrer vergeben. In den letzten Jahren waren unter anderem die Neuwieder Konstanze und Martin Höfer, Björn Stöbbauer und Ralf Bois dabei gewesen. Sie alle schwärmen noch heute von der einzigartigen Atmosphäre der Radveranstaltung, und haben in manchen Jahren auch ohne Teilnahmeberechtigung bereits frühmorgens am Start gestanden sowie das Rennen anschließend im italienischen Fernsehen verfolgt.
Der seit 1987 ausgetragene Dolomitenradmarathon ist nicht nur ein einzigartiges Radsportfestival, sondern dient auch Wohltätigkeitszwecken. Mehrere internationale karitative Projekte werden jährlich aus den Einnahmen finanziert.
Dennoch feuerten die lokalen Radsportfahrer die Athleten an, denn auch vom Seitenrand aus ist der Dolomitenradmarathon ein Event.
