Lokalsport | 30.01.2017

26. Hachenburger Pils-Cup 2017

Eisbären stehen endlich ganz oben

Rheinlandligist siegte zum ersten Mal beim Traditionsturnier in Hachenburg

Den ersten Eintrag in die Siegerliste des Hachenburger PILS-CUP schafften am vergangenen Wochenende die Sportfreunde aus Eisbachtal. Sportfreunde Eisbachtal

Hachenburg. Toller Erfolg für die Sportfreunde Eisbachtal. Die Eisbären gewannen die 26. Auflage des Hachenburger PILS-CUP und holten sich, trotz zweier Niederlagen bei diesem Turnierwochenende, den Pott nach Nentershausen. In der Zwischenrunde ausgeschieden war dagegen der TuS Montabaur. Nach Niederlagen gegen den SSV Hattert (1:2) und das Oddset-Team (1:4), nutzte auch der 2:0-Erfolg gegen die SG Alpenrod nichts mehr, um ins Viertelfinale einzuziehen. Einen Tag zuvor war das Team noch sehr souverän durch die Vorrunde marschiert. Nach Siegen gegen die SG Herdorf (3:1), den Rekordturniersieger VfL Hamm (2:0) und den SV Gehlert (3:0) schloss der Bezirksligist den ersten Teil des Turniers sehr souverän ab.

Diese Souveränität fehlte den Eisbären zur Startphase des Turniers. Bereits in der Vorrunde gab es einen kleinen Dämpfer. Bezirksligist VfB Wissen besiegte den Favoriten im letzten Gruppenspiel mit 4:3 und verwies somit das klassenhöhere Team auf Platz zwei der Tabelle. Platz zwei reichte dann aber auch in der Zwischenrunde für das Weiterkommen. Diese schaffte die Eisbären, trotz einer deftigen 0:5-Pleite gegen den Vorjahressieger RW Hadamar. Die beiden anderen Partien konnten die Eisbären jeweils knapp für sich entscheiden. So stand das Team nach Siegen gegen Ligakonkurrent Altenkirchen (Turniersieger 2015) und gegen den Bezirksligisten SG Westerburg doch sehr souverän im Viertelfinale. Hier hatte dann Schlussmann Johann Heinz seinen großen Auftritt. Sowohl im Viertelfinale gegen das Team Oddset (5:4) als auch im Halbfinale gegen die SG Betzdorf (2007, 2010, 2011, 2012) glänzte der Keeper beim Neunmeterschießen und sorgte somit für den Finaleinzug des Rheinlandligisten. Hier trafen die Eisbären auf den SG Weitefeld, der Bezirksligist konnte 1993 seinen bisher einzigen Turniersieg in Hachenburg verbuchen, und sahen lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Bis zwei Minuten vor Spielende führten die Sportfreunde durch die Tore von Deniz Bulut, Robin Stahlhofen und Martin Schmalz klar mit 3:0. „Dann nochmals zurückzukehren ist schwierig. Umso bemerkenswerter dann der Auftritt in dieser Phase von meiner Mannschaft“, war Weitefelds Coach Jörg Mockenhaupt stolz auf den Auftritt seines Teams. Diese hätte in den letzten 120 Sekunden fast noch das kleine Wunder vollbracht, denn vierzig Sekunden vor dem Spielende hatten Nicolai Mudersbach und Maximillian Strauch doch noch einmal für Spannung gesorgt. Und die SGW legte nach, hatte dann aber auch ein wenig Pech, dass Dominik Neitzert, zehn Sekunden vor Spielende, nur die Latte des Eisbären-Tores traf. So blieb es beim Erfolg der Rot-Weißen der aber auch von Mockenhaupt als verdient eingestuft wurde. „Die Jungs von Marco waren einfach zielstrebiger“, gestand er nach der Begegnung ein. Zufrieden war natürlich auch Erfolgscoach Reifenscheidt. „Es ist uns gelungen, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern konnten“, fasste er die Auftritte seines Teams kurz zusammen.

Ein kleines Erfolgserlebnis konnte übrigens die SpVgg Wirges, die Blau-Weißen schafften 2009 ihren einzigen Erfolg, verbuchen. Der Traditionsverein marschierte souverän und ungeschlagen durch die Vorrunde. Nach Siegen gegen die SG Herschbach-Schenkelberg (5:2) und den FSV Kroppach (2:0) landete das Team auf Platz zwei hinter der SG Alpenrod (1:1) die wegen des besseren Torverhältnisses den Platz an der Sonne nicht hergeben mussten. In der Zwischenrunde allerdings war dann auch für das Team aus dem Theodor-Heuss-Stadion Endstation. Auch wenn die Niederlagen gegen die SG Betzdorf (0:1), den VfL Hamm (1:2) und die SG Malberg (2:3) allesamt knapp ausfielen. Wesentlich deutlicher verabschiedete sich dagegen die SG Puderbach aus der Zwischenrunde. Klare Niederlagen setzte es gegen die Bezirksligisten von der SG Emmerichenhain (2:7) und der SG Müschenbach (1:5). Und auch A-Ligist SV Stockum-Püschen, das Team entwickelte sich zur Überraschungsmannschaft des Turniers und landete am Ende auf einem starken dritten Platz, hatte am Ende die Nase vorn und siegte mit 3:1.

Die Turnierergebnisse der Teams aus der Region ab der Zwischenrunde:

Endspiel:

Sportfreunde Eisbachtal - SG Weitefeld 3:2.

Platz 3:

SG Betzdorf - SV Stockum-Püschen 4:5.

Halbfinale:

SG Betzdorf - Sportfreunde Eisbachtal 5:6 n.N., SG Weitefeld - SV Stockum-Püschen 9:8 n.N.

Viertelfinale:

SG Emmerichenhain - SG Betzdorf 4:5, Team Oddset - Sportfreunde Eisbachtal 4:5 n.N., SG Weitefeld - VfL Hamm 7:5 n.N., SV Hadamar - SV Stockum-Püschen 3:4 n.N.

Zwischenrunde - Gruppe A

SG Altenkirchen/Neitersen - Sportfreunde Eisbachtal 0:1, SV Hadamar - SG Westerburg 5:0, SV Hadamar - SG Altenkirchen/Neitersen 2:1, SG Westerburg - Sportfreunde Eisbachtal 1:2, Sportfreunde Eisbachtal - SV Hadamar 0:5, SG Westerburg - SG Altenkirchen/Neitersen 1:1.

Zwischenrunde - Gruppe B

SG Malberg - VfL Hamm 2:2, SG Betzdorf - SpVgg EGC Wirges 1:0, SG Malberg - SG Betzdorf 0:2, SpVgg EGC Wirges - VfL Hamm 1:2, VfL Hamm - SG Betzdorf 1:1, SpVgg EGC Wirges - SG Malberg 2:3.

Zwischenrunde - Gruppe C

SG Alpenrod - Team Oddset 0:4, TuS Montabaur - SSV Hattert 1:2, TuS Montabaur - SG Alpenrod 2:0, Team Oddset - SSV Hattert 0:0, Team Oddset - TuS Montabaur 4:1, SSV Hattert - SG Alpenrod 2:2.

Zwischenrunde - Gruppe D

SG Weitefeld - SV Mengerskirchen, 5:2 VfB Wissen - SG Ellingen 3:0, VfB Wissen - SG Weitefeld 1:2, SG Ellingen - SV Mengerskirchen 2:1, SV Mengerskirchen - VfB Wissen 0:0, SG Ellingen - SG Weitefeld 0:1.

Zwischenrunde - Gruppe E

SG Emmerichenhain - SV Stockum-Püschen 2:0, SG Müschenbach - SG Puderbach 5:1, SG Müschenbach - SG Emmerichenhain 0:0, SG Puderbach - SV Stockum-Püschen 1:3, SG Puderbach - SG Emmerichenhain 2:7, SV Stockum-Püschen - SG Müschenbach 3:1. TH

Den ersten Eintrag in die Siegerliste des Hachenburger PILS-CUP schafften am vergangenen Wochenende die Sportfreunde aus Eisbachtal. Foto: Sportfreunde Eisbachtal

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