Fußball-Rheinlandpokal - Halbfinale - Saison 2018/19 - aktuell
Eisbären wehren sich lange
Sportfreunde unterliegen der TuS Koblenz mit 1:4 (1:1, 0:1) nach Verlängerung
Nentershausen. Es hat nicht sollen sein. Auch im dritten Jahr in Folge scheitern die Sportfreunde Eisbachtal im Pokalwettbewerb an einem Team aus dem Schängelland. Nach 2017 (TuS Koblenz) und 2018 (RW Koblenz) war es dieses Mal wieder der alte Rivale, der die Nase vorne hat. Und es war erneut eine knappe Angelegenheit. Nach 120 Minuten mussten sich die Eisbären, dieses Mal vor über 1.500 Zuschauen auf dem Kunstrasenplatz in Nentershausen, dem Oberligist mit 1:4 (1:1, 0:1) geschlagen geben. „Die Zuschauer haben ein gutes und vor allem spannendes Pokalspiel erlebt“, freute sich TuS Coach Anel Dzaka nach der Partie über das Erreichen des Finales in Ahrweiler. „Insgesamt war dieser Sieg dann auch verdient. Da hatten unter dem Sprich mehr Spielanteile und spätestens in der Verlängerung auch die klar besseren Möglichkeiten“, so Dzaka weiter. Ähnlich sah es dann auch Marco Reifenscheidt auf der anderen Seite. „Wir haben endlich einmal wieder Fußball gespielt. Mit dieser Leistung können wir im Titelkampf durchaus noch einmal angreifen“, gab sich der Eisbärencoach optimistisch für die anstehenden Aufgaben im Titelkampf im der Rheinlandliga. Die Zuschauer erlebten eine intensive Partie, in der die TuS zwar die größeren Spielanteile vorweisen konnten, aber Möglichkeiten, aus dem Spiel heraus, insgesamt dennoch Mangelware blieben. Wenn es gefährlich wurde, waren es meist bei Einzelaktionen oder Standards. Die erste Ausnahme gab es nach einer halben Stunde. Hier nutzte Justin Klein einen Fehlpass im Mittelfeld der Gastgeber, bediente in der Mitte Amodou Abdullei, und der Koblenzer Angreifer nutzte die Gelegenheit zum ersten Treffer des Tages. Fast im Gegenzug hatten die Schängel Glück, dass der ehemalige TuS-Akteur Julius Duchscherer nach einer starken Einzelleistung aus zwölf Metern nur den Pfosten traf. Nach der Pause wurde es zunächst etwas ruhiger auf dem Nentershausener Kunstrasenplatz. Die TuS schien das Ergebnis verwalten zu wollen. Zwar gab es auf beiden Seiten weiterhin Gelegenheiten, aber letztendlich dauerte es bis zwölf Minuten vor dem regulären Spielende, ehe der zweite Treffer des Abends fallen sollte. Steffen Meuer traf per Kopf – unhaltbar für Dieter Paucken – ins Schwarze und sorgte für die Verlängerung der Partie. In dieser allerdings fiel recht schnell die Entscheidung. Auslöser war ein Foulspiel von Masaya Omotezako an Felix Könighaus im Strafraum. Schiedsrichter Fabian Schneider (Grafschaft) entschied sofort auf Strafstoß, den Michael Stahl (96.) zur erneuten Führung verwandelte. Damit war die Begegnung entschieden. Eisbachtal schaffte es nicht mehr, neue Reserve zu aktivieren. Die TuS kontrollierte die Partie und konnte dank Giovani Lubaki (115.) und Winterneuzugang Hakeem Araba (118.) das Ergebnis ausbauen. Zwischen den beiden letzten Treffern musste Marc Tautz noch wegen wiederholtem Foulspiel den Platz verlassen.
Sportfreunde Eisbachtal: Erbse, Omotezako (106. Hasegawa), Hundhammer, Kleinmann, J. Hannappel, Reitz, Ernet (63. Tautz), Meuer, M. Hannappel, Stahlhofen (106. Schuth), Duchscherer. TH
