SV Sayn - Fußball-Mädchen
Endlich den ersten Punkt erkämpft
Hochklassiges 2:2 der gegen Spessart
Bendorf-Sayn. Seit dem letzten Sommer hat der Sayner Mädchenfußball ordentlich Fahrt aufgenommen. Im August 2017 traten die Trainerinnen Tho Kuhrau, Vanessa Bein und Lea Roth an, um eine Gruppe fußballverliebter Anfängerinnen im Spielbetrieb zu einem funktionierenden Team zu formen.
Dabei trafen die Sayner Löwinnen in der ganzen Saison auf Teams mit viel mehr Spielerfahrung, sodass es schwer war, spielerisch mitzuhalten. Dementsprechend erforderte die Saison viel Kraft, Ausdauer und Disziplin: Die Saynerinnen mussten lernen, mit Niederlagen zu leben. Und sie mussten lernen, nicht aufzugeben, weiterzumachen und sich nicht beirren lassen. Nun, sie haben nicht aufgegeben, sondern zielstrebig trainiert und an sich gearbeitet. Und nun gelang es ihnen endlich, sich für ihre Arbeit zu belohnen: In einem mitreißenden Spiel gingen die Löwinnen Selina Peuser, Lina Brömmer, Rahel Abresch, Yelda Dogan, Nisa Kilci, Melise Sevim, Sila Altun, Jasmin Haßdenteufel, Melisa Shkreta, Clara Schmidt, Ricarda Gottschling und Milena Schimpf beherzt in die Zweikämpfe und leiteten phasenweise kombinationsstark ein sehenswertes Angriffsspiel über beide Flügel ein. In jeder Spielminute zeigten die Saynerinnen, dass sie fest an sich glaubten: Was ihnen noch an technischer Raffinesse gefehlt haben mochte, machten sie durch ein Höchstmaß an begeistertem Engagement, an Lauf- und Einsatzbereitschaft wett. Der Lohn waren zahlreiche hochkarätige Torchancen und zwei Torerfolge wie aus dem Lehrbuch. „Am Zweikampfverhalten und an der Einstellung kann sich jedes Jungen-Team eine Scheibe abschneiden – das war Werbung für den Jugendfußball“, lobte Trainer Klaus Kuhrau die Haltung der Löwinnen. Und Chef-Trainerin Tho Kuhrau jubelte sichtlich erleichtert nach einem Jahr harter Aufbauarbeit: „Endlich, endlich nehmen wir auch was mit.“
Der erkämpfte Punkt aus der Punkteteilung spielt dabei weniger rechnerisch für die Tabelle eine Rolle, sondern viel mehr moralisch: „Das stärkt uns weiter in unserem Selbstvertrauen, das gibt Schwung für die nächsten Spiele“, ergänzte Trainerin Lea Roth. An Selbstbewusstsein mangelte es den Sayner Spielerinnen auch schon in diesem Spiel nicht. Zweimal gerieten sie unglücklich in Rückstand und zweimal glichen sie aus. Aufgeben war nicht. Insbesondere in der zweiten Hälfte hätten sie mit besserer Chancenverwertung auch gut und gerne ihren ersten Sieg einfahren können. So blieb es beim letztlich leistungsgerechten 2:2 in einem ebenso temporeichen wie fairen Spiel.