FCL Niederlützingen musste sich im Finale geschlagen geben
Entscheidung fiel in der Nachspielzeit
Brohl-Lützing. Ein hochinteressantes und jederzeit spannendes Fußballspiel wurde den Fußballfreunden geboten, die zum Gönnersdorfer Fußballplatz gekommen waren, um dort das Finale des Kreispokals für C- und D-Ligisten zu verfolgen. Es standen sich die Spvgg Burgbrohl II und der FCL Niederlützingen gegenüber. Rund 250 Zuschauer waren anwesend. Vom Papier her sollte die Begegnung eine klare Sache zugunsten Burgbrohls werden, hatte dieses Team vor Wochenfrist doch überlegen Meisterschaft in der Kreisliga C Ahr und den Aufstieg feiern können. Der FCL Niederlützingen, in der Abschlusstabelle der Kreisliga D Süd auf Rang drei zu finden, war zwar Außenseiter, aber keineswegs zu unterschätzen, hatte dieses Team auf dem Weg ins Endspiel doch nicht nur drei C-Ligisten ausgeschaltet, sondern auch den Meister der Kreisliga D West. Bekanntlich haben Pokalspiele ihren eigenen Charakter. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, einen frühen Gegentreffer zu vermeiden. Dieses Konzept ging für den FCL Niederlützingen allerdings nicht lange auf. In der achten Spielminute erzielte Burgbrohl nach einem Eckball die 1:0 Führung. Kurze Zeit später verhinderte FCL-Schlussmann Dirk Keldenich den zweiten Treffer des Favoriten. Wer allerdings geglaubt hatte, die Spvgg Burgbrohl würde mit der Führung im Rücken dominanter, sah sich getäuscht. Die Kicker von Trainer Markus Welker brauchten nur wenige Minuten, um den Rückstand zu verdauen und sich Chancen zu erspielen. In der 20. Minute vergab Jan Nachtsheim nach Vorlage von David Brüßelbach. Knapp zehn Minuten später traf Jan Nachtsheim nach einem schnell vorgetragenen Konterangriff dann aber besser und es stand 1:1. Nur drei Minuten später dann erneut Jubel beim in großer Zahl anwesenden Anhang des FCL Niederlützingen. Nach einem sehenswert vorgetragenen Angriff überwand Sandro Kaspari die Burgbrohler Defensivspieler samt des Oberligaerfahrenen Schlussmann Thomas Kloppe zum 2:1.
Der FCL hatte das Spiel gedreht, von einem Klassenunterschied war nichts zu erkennen. Mit der verdienten 2:1-Führung für den FCL Niederlützingen wurden die Seiten gewechselt. Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts machte die Spvgg Burgbrohl mächtig Druck und wurde früh belohnt. Es war gerade einmal eine Minute gespielt, als die Anhänger der Spvgg den Torjubel auf den Lippen hatten. Mit einem Kopfball traf ein Spvgg Akteur den Pfosten des Niederlütziner Gehäuses. Eine Minute später fiel der Treffer zum 2:2-Ausgleich und die Partie war wieder völlig offen. Parallele zum ersten Burgbrohler Treffer: Auch dieses Mal hatten sie eine Standardsituation, wieder ein Eckball, genutzt und damit die Niederlützinger Deckung überwunden. In den nachfolgenden Minuten war die Burgbrohl weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, hatte auch einige Möglichkeiten, machte aber nichts Zählbares daraus. Mit zunehmender Spielzeit konnte der FCL dann die Begegnung wieder ausgeglichener gestalten. In der 65. Spielminute zwang Steve Schumann den Burgbrohler Torsteher zu einer Glanzparade. Eine Minute später scheiterte Sandro Kaspari mit einem Kopfball, als das Leder knapp am Tor vorbei flog. In der 69. Minute bot sich dem FCL die größte Möglichkeit zur abermaligen Führung. Sandro Kaspari war in den Strafraum eingedrungen und dort regelwidrig vom Ball getrennt worden. Der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Jan Nachtsheim trat an, scheiterte aber am glänzend reagierenden Burgbrohler Keeper, der den Schuss abwehren konnte. In der Schlussphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Das glücklichere Ende hatten die Burgbrohler, die in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Konter erfolgreich abschlossen und den spielentschiedenen Treffer zum 3:2 erzielten. Als Torschütze konnte sich Stürmer Matthias Serger feiern lassen. Fußball-Kreisvorsizender Walter Merten lobte bei der anschließenden Siegerehrung beide Mannschaften für das klasse Spiel, das eine Werbung für den Fußballsport gewesen sei. Dieser Meinung war auch Brohl-Lützings Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer, der ebenfalls die 90 Minuten mit verfolgt und mit dem FCL gefiebert hatte. -AS-
