Das Spiel SG OASF/Barweiler gegen SV Remagen emdete 0:2 (0:1)
Enttäuschender Jahresabschluss
Anweiler. Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Spieler der SG OASF/Barweiler den SV Remagen, der sich nach einem Trainerwechsel derzeit im Tabellenmittelfeld aufhält. Bei extrem ungemütlichen äußeren Verhältnissen rechnete man sich angesichts eines 15-Mann-Kaders und der Tatsache, dass man auf dem Barweiler Sportplatz noch ungeschlagen war, durchaus Chancen aus, weitere dringend benötigte Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.
Zu Beginn fanden die Gastgeber dann auch sehr gut in die Partie. Bereits beim ersten Angriff hätte Fabian Hideg den gegnerischen Torhüter Mohamad Almaidi beinahe überrascht, als sein Schuss aus großer Entfernung sich nur knapp über die Latte senkte.
Wenig später stand der Spielertrainer der Heimmannschaft erneut im Fokus, als er Peter Klein in den Strafraum schickte und dieser alleine auf Almaidi zulief und dem Ball wohl nur mit der Fußspitze einen leichten Schub hätte geben müssen, um ihn ins Tor zu befördern. Leider traf er das Spielgerät in dieser Szene nicht, sodass es zwar am Schlussmann vorbeirollte, dann aber im Fünfmeterraum liegen blieb und von einem Verteidiger nach vorne geschlagen werden konnte. Zur besten Chance kam man dann durch Denny Naumann, der einen missglückten Querpass abfing und dann ohne lange zu fackeln von rechts den Weg Richtung SVR-Gehäuse suchte, mit dem folgenden Abschluss aber knapp am langen Pfosten vorbei zielte. Nach 20 Minuten verloren die Hausherren dann aber einigermaßen überraschend zunehmend den Faden und gaben die Spielkontrolle durch ungenaue Zuspiele sowie eine schwache Raumaufteilung mehr und mehr aus der Hand. Zunächst blieb dies noch ohne Folgen, da die Angriffe der spielerisch überzeugenden Gäste spätestens am eigenen Strafraum abgefangen werden konnten. Dennoch fiel der Führungstreffer für Remagen nach 42 Minuten nicht ganz überraschend. Lokman Ünal wurde ungefähr 35 Meter vor dem Tor freigespielt, ließ den letzten Verteidiger aussteigen und zog dann fast ansatzlos aus 25 Metern ab. Wie an der Schnur gezogen landete die Kugel hinter dem sich vergeblich streckenden Marcel Ley im Netz. Bis zur Pause passierte nichts weiter Nennenswertes.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Platzherren zwar Druck aufzubauen, liefen sich im Mittelfeld durch eine schwache Passquote immer wieder fest und mussten stattdessen nach den zahlreichen Ballverlusten mehrere äußerst brenzlige Kontersituationen überstehen. So liefen gegnerische Spieler gleich dreimal freistehend auf Marcel Ley zu, scheiterten aber entweder an selbigem oder zielten am Oberahrtaler Gehäuse vorbei. Einige weitere Angriffe konnten gerade noch im Strafraum unschädlich gemacht werden. Besonders tief durchatmen mussten die Zuschauer, als sich gleich zwei Remagener alleine auf den Weg zum Tor machten, das 0:2 dann aber durch einen Marco-Richter-Gedächtnisschuss liegen ließen. Wer solche Chancen nicht nutzt, wird normalerweise früher oder später bestraft, jedoch nicht an diesem Tage. Die SG OASF/Barweiler schaffte es nämlich allen Bemühungen zum Trotz kein einziges Mal, in eine gute Abschlussposition zu kommen und weitere Torgefahr heraufzubeschwören, weder aus dem Spiel heraus noch nach Standardsituationen. Als man zum Ende hin mit fast allen Spielern aufrückte, fing man sich dann in der 86. Minute das 0:2. Ein eigener Freistoß wurde abgefangen, und beim folgenden Konter kam man nicht schnell genug zurück, um zu verhindern, dass Ünal nach einem Querpass von der linken Seite aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer erzielen konnte und somit für die Entscheidung sorgte.
Fazit: Einiges hatte sich die Mannschaft für diese Begegnung vorgenommen, blieb aber im Endeffekt auch einiges schuldig. In den ersten 25 Minuten konnte man den Eindruck gewinnen, dass an diesem Tage einiges möglich sein würde und vielleicht wäre es auch so gekommen, hätte man eine der Chancen zu Beginn genutzt. Im Anschluss übernahmen die spielerisch stärkeren Rheinstädter dann aber das Kommando und verließen den Platz verdientermaßen als Sieger. Somit bleiben noch neun Spiele, darunter direkte Duelle gegen sämtliche Konkurrenten, im neuen Jahr, um den derzeitigen 12. Platz mindestens zu halten und somit den Klassenerhalt.
