Lokalsport | 14.08.2023

Fußball-Bezirksliga Ost

Enttäuschte Gesichter beim VfB Linz

Linz. Enttäuschte Gesichter aufseiten der Gastgeber nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Alexander Müller. Der VfB Linz kam zum Auftakt der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die Sportfreunde Höhr-Grenzhausen, die bekanntlich aufgrund der neuen Staffeleinteilung erstmals auf dem Kaiserberg zu Gast waren, über ein mageres 1:1 (1:1)-Unentschieden nicht hinaus. Mit den Gästen stellte sich eine taktisch defensiv ausgerichtete und auf Konter lauernde Elf auf dem Kaiserberg vor. Und so war es auch ein Konter, der das frühe 0:1 einleitete. Linus Tücke hatte sich in der gegnerischen Hälfte einen Ballverlust erlaubt, den die Gäste mit einem öffneten Pass auf Samet Sögünmez (14.) nutzten, der allein vot VfB-Keeper Jan Lück auftauchte, im Eins-gegen-Eins-Duell Sieger blieb und die 1:0-Führung markierte. Zudem vergaben die Höhr-Grenzhausener durch Sögünmez (12.) und Luca Zöller (19.) noch zwei gute Einschussmöglichkeiten. Aber auch auf Linzer Seite war der Führungstreffer möglich, als der Freistoß von Meris Siljkovic (3.) das Aluminium im Weg stand. „Wenn wir hier in Führung gehen, läuft das Spiel vielleicht anders“, meinte VfB-Trainer Thomas Schuster, der sich in der 37. Minute aber freuen durfte. Michael Fiebiger hatte nach einer Ecke von Siljkovic für Torjubel im Linzer Lager gesorgt. In der Halbzeit stellte Schuster taktisch um, wechselte durch die Einwechslung von Finn Schlebach (46.) von Vierer- auf Dreierkette, um das Offensivspiel anzukurbeln. „Das ist ja wie der italienische „Catenaccio“ aus den 70er Jahren“, schimpfte ein älterer Linzer Zuschauer, der sich über den destruktiven Mauerfußball der Gäste ärgerte. In der Tat zogen sich die Elf von SG-Trainer Stephan Roll immer weiter zurück und verteidigte, was das Zeug hielt. Die Platzherren versuchten mit aller Macht das Abwehrbollwerk zu sprengen. Manuel Rott (80.), Fabio Schopp (83.), Siljkovic (84.) und Schlebach (86.) hatten mehrmals die Führung auf dem Fuß. So auch der Lattentreffer von Moritz Rott (90.+2) und der Kopfball von Yannic Böcking (90.+6) knapp über den Gästekasten waren einen Treffer wert. Am Ende hatte ein überragender SF-Keeper Philip Gelhard, eine große Portion Glück, aber auch eine nachlässige Chancenverwertung der Kaiserberger für einen wertvollen, wenn auch schmeichelhaften Punktgewinn der Gäste gesorgt. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur noch auf ein Tor gespielt. Meine Mannschaft blieb geduldig, hat gut die wenigen freien Räume gefunden, aber aus den vielen Chancen keine Tore gemacht“, resümierte Schuster nach Spielende.

VfB Linz: Lück, Dillmann, Becker, M. Siljkovic, Manuel Rott, Nürnberg (46. Schlebach), Fiebiger, Tücke, Moritz Rott, Böcking, Schopp.

SF Höhr-Grenzhausen: Gelhard, Meyer, Kiehl, Blatt, Lötschert (59. Urwer), Knopp, Gleich (66. Debrich), Sögünmez (66. Celik), Kamtsikis, Zöller (73. Birnbach), Schuster (46. Bay).

Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig).

Zuschauer: 150.

Torfolge: 0:1 Samet Sögünmez (14.), 1:1 Michael Fiebiger (37.).

Vorschau: Am Sonntag um 15 Uhr ist der VfB Linz um 15 Uhr beim Vorjahresaufsteiger SG Lautzert-Oberdreis/Berod zu Gast, wo die Begegnung auf dem Rasenplatz in Berod über die Bühne geht. In der vorigen Saison tat sich das Schuster-Team gegen die Westerwälder schwer. Die zwei Unentschieden (1:1 und 2:2) waren schmerzliche Punktverluste im Kampf um die Meisterschaft. Mit einem 3:1-Auswärtssieg bei der SG Ahrbach verzeichneten die Schützlinge von Trainer Nihad Mujakic einen gelungenen Saisonstart. LS

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