Lokalsport | 17.10.2016

Rheinlandliga und Rheinpokal Achtelfinale – Saison 2016/17

Erfolgreiche Vorstellungen

Eisbären siegen in Hachenburg in der Verlängerung – Drei Punkte aus Altenkirchen

Nentershausen. Zwei Spiele und zwei vollkommen unterschiedliche Bewertung. Waren sich nach dem Pokalspiel in Hachenburg noch alle Beteiligten einig, dass der Viertelfinaleinzug nur sehr glücklich zustande kam, so war die Vorstellung in Altenkirchen eine Lehrstunde des modernen Fußballs.

SG Müschenbach/Hachenburg – Spfr.Eisbachtal 1:3 n.V. (1:1, 0:0)

Ganze drei Minuten fehlten zur faustdicken Überraschung, denn in den letzten 180 Sekunden schafften die Sportfreunde Eisbachtal doch noch den Sprung ins Rheinlandpokal-Viertelfinale. Glücklich, wie am Ende auch Eisbachtals Coach Marco Reifenscheidt eingestand. „Die SG hat uns heute einen großen Kampf geliefert“, war der Chef des Rheinlandligisten beeindruckt von dem Einsatzwillen der Hausherren.

Wobei großer Kampf, diese Beschreibung hätte sich nach gut siebzig Minuten wohl kaum in einem Fazit der beiden Trainer wiedergefunden. Das Spiel war bis dahin sogar eher langweilig. Kaum Zweikämpfe und kaum Torchancen. Eisbachtal zwar optisch überlegen aber im Spiel nach vorne zu drucklos. So blieb es bis wenige Minuten vor der Pause unspektakulär. Erst mit der Großchance von Moritz Hannappel, sechs Minuten vor der Pause, schien die Partie ein wenig aufzuwachen. Die Kombinierten hatten Sekunden vor der Pause sogar Glück, als für den bereits geschlagenen Jan Böhning noch Benny Walkenbach auf der Linie klären konnte.

Nach der Pause passierte nicht viel Neues auf dem Platz. Eisbachtal hatte das Spiel in der Hand, mehr aber auch nicht. Umso überraschender dann plötzlich die Führung der Hausherren. Ihsan Sönmez (76.) traf per Kopf. Vorlagengeber war hier Andreas Bleich per Freistoß gewesen. Doch die Freude dauerte gerade einmal neunzig Sekunden. Ein Distanzschuss von kurz zuvor eingewechselten Masaya Omotezakos konnte von Böhning gerade noch an die Latte gelenkt werden. Der abprallende Ball aber traf Robin Kunz und wurde so unglücklich ins eigene Netz geleitet. „Tragisch, aber was will er machen“, wirkte Müschenbachs Coach gefasst wegen des unglücklichen Treffers.

Was folgte, war dann noch eine 30-minütige Zugabe wo beide Seiten endlich das zeigten, was Pokalspiele normalerweise zu bieten haben. Nun kamen auch die Eisbären endlich zu eindeutigen Möglichkeiten. Nach rund 100 Minuten blieb zunächst noch Böhning Sieger, als er einen Kopfball von Marvin Kleinmann an die Latte lenkte. Doch sieben Minuten später war auch der Keeper der Gastgeber machtlos. Moritz Hannappel sorgte mit dem 2:1 für die Eisbären endlich für die Führung des Favoriten. Und zwei Minuten später war es dann der gleiche Akteur, der endgültig den Pokalsack endgültig zumachte.

Spfr.Eisbachtal: Erbse, Dietz, Bulut, Hundhammer, Haberzettl (46. Kleinmann), Olbrich, Reitz, Zabel (66. Omotezako), Roehrig, J. Hannappel, M. Hannappel.

SG Altenkirchen – Spfr.Eisbachtal 0:7 (0:5)

Schlachtfest im Altenkirchener Stadion. Mit 7:0 siegten die Sportfreunde aus Eisbachtal und untermauerten ihre bisherigen starken Saisonleistungen. Spieler des Tages war David Röhrig, dem innerhalb von neun Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang. „Eisbachtal war uns heute nicht nur spielerisch, sondern auch läuferisch klar überlegen“, wirkte Cornel Hirt kurz nach der Begegnung schon schnell wieder gefasst in Anbetracht der klaren Niederlage. Doch er hatte ja auch lange genug Zeit sich mit dieser auseinanderzusetzen. Bereits zur Pause führten die Eisbären klar mit 5:0. Lukas Reitz hatte nach acht Minuten das muntere Torschießen eröffnet und unmittelbar vor der Pause zunächst auch beendet. Dazwischen lag aber noch, der anfangs erwähnte Hattrick von Röhrig. In Halbzeit zwei schaltete die Mannschaft von Marco Reifenscheidt schnell zwei Gänge zurück. Trotzdem reichte es noch zu einem Doppelpack von Robin Stahlhofen (50., 59.). Am Ende waren die Gastgeber sogar froh, dass die Sportfreunde nicht mehr taten als notwendig. Ansonsten hätte die Partie auch bis in zweistellige Höhe klettern können. „Mich hat es heute überrascht, dass wir nach den 120 Minuten Pokal vom Mittwoch in der Lage waren eine solche Partie hinzulegen“, strahlte Reifenscheidt nach der Partie.

Spfr.Eisbachtal: Erbse, Dietz, Haberzettl, Kleinmann, Jo. Hannappel (67. Bulut), Ju. Hannappel, Olbrich (46. Stahlhofen), Omotezako, M. Hannappel, Röhrig (60. Fuchs), Reitz. TH

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