Lokalsport | 04.04.2018

SG OASF/Barweiler - Nach der Niederlage folgte ein Sieg gegen den Tabellenführer

Erst kein Glück gehabt und dann kam auch noch Pech dazu

SG OASF/Barweiler I - Grafschafter SV I 1:2 (1:0)

Barweiler. Im Nachholspiel empfing die erste Mannschaft am Mittwochabend den Grafschafter SV. Da der Barweiler Sportplatz aufgrund stundenlanger Regenfälle im Laufe des Tages von einigen Pfützen gesäumt war, musste das Spielfeld in der Breite um einige Meter verkleinert werden. Im Vergleich zur Niederlage gegen die SG Franken nahm Spielertrainer Fabian Hideg einige taktische und - teils überraschende - personelle Änderungen vor. So absolvierte beispielsweise der reaktivierte Altmeister Marcel Ewinger sein erstes Saisonspiel.

Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne gefährliche Aktionen. Jedoch merkte man den Gastgebern bereits in der Anfangsphase an, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Man nutzte jede Möglichkeit, einen Zweikampf zu führen und auch spielerisch war eine Steigerung zu erkennen.

Dies begann sich schon bald auch in Feldvorteilen und einem Chancenplus niederzuschlagen. Nach einer ersten Torannäherung durch einen Freistoß von Marc Hollender vom Strafraumeck, den der GSV-Torwart parieren konnte, war es Luka Cläsgens, der in der 22. Minute den Ball aufnahm, in die Mitte zog und mit einem wuchtigen Linksschuss in die kurze Ecke den vielumjubelten Führungstreffer erzielte. Zu einer bitteren Szene aus OASF-Sicht kam es nach einer guten halben Stunde, als Luka Cläsgens auf der rechten Seite zwei Grafschafter stehen ließ und mit dem folgenden Abschluss nur den Pfosten traf. Da es die Gäste verpassten, die Situation zu bereinigen, kam Christian Lückenbach an der Strafraumgrenze an den Ball und beförderte diesen mit einem fulminanten Schuss an die Oberkante der Latte. Auf der anderen Seite wurde es in der ersten Halbzeit nur einmal gefährlich, als ein Grafschafter Spieler nach einer Standardsituation im Strafraum volley abzog, Marcel Ley diesen Schuss jedoch mit einer tollen Reaktion zur Ecke abwehren konnte.

Nach dem Seitenwechsel war es zunächst die Heimmannschaft, die zu weiteren guten Gelegenheiten kam. So bugsierte Markus Müller den Ball nach einem Eckstoß von Peter Klein aus kurzer Distanz über das Tor. Keine zwei Minuten später versuchte Marc Hollender sein Glück mit einem Volleyschuss aus 20 Metern, die Bogenlampe landete jedoch leider nicht unter, sondern auf der Latte. Mit der ersten guten Aktion der zweiten Halbzeit gelang der GSV der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Ausgleich in der 55. Minute. Im eigenen Strafraum verpasste es die OASF-Defensive, den Ball ausreichend zu klären, sodass ein Spieler frei zum Abschluss kam. Diesen Schuss konnte Manuel Emmerichs durch eine spektakuläre Rettungsaktion von der Linie kratzen, jedoch schaltete der Gästespieler schneller als die verbliebenen Verteidiger und drückte den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie. Das Spiel wurde in der Folge offener, da bei den Hausherren die Kräfte langsam zu schwinden begannen. Dennoch bot sich eine knappe Viertelstunde vor Schluss noch einmal eine große Chance auf den Siegtreffer, als Sebastian Sesterheim nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte den weit aus seinem Tor geeilten Schlussmann umkurvte, den Ball jedoch anschließend unter Bedrängnis nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Als schon alles auf ein Unentschieden hinauszulaufen schien, machte einmal mehr der Fehlerteufel den Platzherren einen Strich durch die Rechnung.

Eine Ungenauigkeit im Spielaufbau und ein zögerliches Zweikampfverhalten im Anschluss führten dazu, dass in der 85. Minute von der Strafraumgrenze der Gegner zum Schuss kam. Marcel Ley brachte zwar beide Hände an den Ball, konnte den Einschlag aber letztlich nicht verhindern. Mit dem Mute der Verzweiflung versuchte die Heimmannschaft in den letzten Spielminuten, die drohende unverdiente Niederlage abzuwenden, die Mühen blieben jedoch ertraglos.

Fazit

Vor dem Ausgleichstreffer hätte die Mannschaft eigentlich höher führen müssen. Die Chancen auf ein – mindestens – zweites Tor waren definitiv vorhanden. Doch nicht erst seit gestern weiß man: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft. So kam es auch in diesem Spiel. Auch beim Spielstand von 1:1 gab es noch die große Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen, dieser wurde dann aber, wie so oft in den letzten Wochen durch einen vermeidbaren Fehler dem Gegner geschenkt. Grafschaft war in dieser Partie sicher nicht die bessere Mannschaft, bewies aber Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und kann sich über die drei Punkte freuen, während die Gastgeber weiterhin im Tabellenkeller festhängen. Auf der gezeigten Leistung lässt sich aber kämpferisch und auch spielerisch definitiv aufbauen. Wenn dieses Niveau in den nächsten Wochen gehalten werden kann, wird man den Klassenerhalt ohne Wenn und Aber schaffen.

Die Oster-Sensation ist perfekt

SG OASF/Barweiler I – Ahrweiler BC II 2:0 (1:0). Am Ostersamstag empfing die erste Mannschaft im dritten Heimspiel nacheinander den Tabellenführer aus der Kreisstadt. Aus verschiedenen Gründen standen Trainer Fabian Hideg, der auch selbst verletzungsbedingt auf einen Einsatz verzichten musste, mehrere Spieler nicht zur Verfügung und die Startelf wurde im Vergleich zur knappen Niederlage gegen die Grafschafter SV auf mehreren Positionen verändert. Bei angenehmen Außentemperaturen kontrollierten die hochfavorisierten Gäste, wie es nicht anders zu erwarten war, von Beginn an mit Kurzpassspiel die Begegnung, jedoch verteidigten die OASF-Spieler äußerst kompakt und konzentriert in einem 5-4-1-System, sodass es für den spielstarken Gegner kein Durchkommen gab.

Auch die in die Tiefe gespielten Pässe waren kein probates Mittel gegen die Oberahrtaler Fünferkette, welche jeden Ball erlief und anschließend kompromisslos klärte. Allerdings beschränkte sich das Spiel der Platzherren keineswegs nur auf das Entschärfen der Ahrweiler Angriffe, es wurden auch immer wieder Nadelstiche in der Offensive gesetzt. So setzte Marc Hollender nach einer knappen halben Stunde mit einem Steilpass Sebastian Sesterheim in Szene, der sogleich Fahrt aufnahm und vom Gästeverteidiger Lukas Adenauer nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Da dieser der letzte Mann seines Teams war, bedachte ihn der Schiedsrichter Horst Müller folgerichtig mit der roten Karte. Den folgenden Freistoß aus knapp 25 Metern setzte Abwehrchef Christian Lückenbach knapp über das Tor. Am Spielgeschehen änderte sich durch den Platzverweis nichts. Die Gastgeber ließen sich nicht aus der Defensive locken und brachten den Gegner mit Zweikampfstärke und Disziplin zur Verzweiflung. Auf der anderen Seite wurde es wenig später brandgefährlich, als Sebastian Sesterheim einen punktgenauen Diagonalpass auf Luka Cläsgens schlug, welcher freistehend zum Abschluss kam, jedoch zu hoch zielte. Besser lief es dann allerdings in der letzten Szene vor der Pause. Erneut wurde durch aggressives Anlaufen ein Ballgewinn erzwungen, der es Sebastian Sesterheim ermöglichte, alleine auf den Torhüter zuzulaufen. Dieser konnte den ersten Versuch des OASF-Mittelstürmers noch entschärfen, welcher aber energisch nachsetzte und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie köpfte.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste, den Druck auf die heimische Defensive zu erhöhen, diese stand allerdings weiterhin bombensicher. Unter diesem sicher nicht zu erwartenden Spielverlauf litt ganz offensichtlich die Frustrationstoleranz einiger ABC-Spieler, die wiederholt mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderten. Symptomatisch hierfür war die 60. Minute, als sich Gästespielmacher Leotrim Muharremi derart über einen Pfiff des Unparteiischen aufregte, dass er zuerst die gelbe und später die gelb-rote Karte gezeigt bekam. Mit langen Bällen auf den zweikampfstarken Spielertrainer versuchten die Gäste anschließend, den Ausgleich zu erzwingen, auch diese taktische Umstellung bewirkte jedoch kaum etwas gegen die OASF-Verteidiger. Stattdessen hätte Sebastian Sesterheim zweimal die Führung ausbauen können, legte sich aber einem Steilpass von Peter Klein zunächst den Ball etwas zu weit vor und verfehlte anschließend, von Luka Cläsgens in Szene gesetzt, mit einem Lupfer aus großer Distanz das Tor. Auf der anderen Seite bekamen die Zuschauer wenig später die einzige klare Torchance der Gäste zu sehen, als deren Kapitän Sam Schüring nach einer Standardsituation freistehend zum Schuss kam, ein stark reagierender Marcel Ley den Ball jedoch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken konnte. In der Schlussphase erhöhte der Gegner noch einmal das Risiko und spielte zeitweise mit vier Stürmern auf einer Linie. Aufgrund der doppelten Unterzahl taten sich allerdings immer wieder Lücken in der Defensive auf, die Oberahrtal zu brandgefährlichen Kontern nutzen konnte. Ein Solcher leitete letztlich nach 85 Minuten die Entscheidung ein. Der eingewechselte David Weber umspielte zunächst den Torhüter, bevor er an einem auf der Linie postierten Feldspieler scheiterte. Statt mit der vergebenen Chance zu hadern, führte der A-Jugendliche die folgende Ecke aus und fand mit einer präzisen Flanke Linksverteidiger Max Metzen, der zum vielumjubelten 2:0 einköpfte.

Während man trotz eines letzten Ahrweiler Aufbäumens in der Defensive bis zum Schluss nichts anbrennen ließ, gab es in der Nachspielzeit noch eine letzte hochkarätige Torchance für die Heimmannschaft zu sehen, als Luka Cläsgens einen unwiderstehlichen Sprint über 70 Meter anzog und alle verbliebenen Verteidiger stehen ließ, letztlich jedoch nicht am Torwart vorbeikam. Ein Querpass auf den mitgelaufenen Rudi Seifen wäre hier die bessere Option gewesen, doch auch so reichte es für die Gastgeber zu einem Sieg, mit dem wohl kaum einer der Anwesenden vor dem Anpfiff gerechnet hätte, der aber mit Blick auf das Chancenverhältnis absolut verdient war.

Fazit

Nach drei Niederlagen im Jahr 2018 und nur einem Punkt aus den letzten sieben Spielen gelang am Osterwochenende endlich die lang ersehnte Auferstehung und das ausgerechnet gegen die vermeintlich stärkste Mannschaft der Liga.

In einer Partie, in der man aufgrund der eindeutigen Ausgangslage absolut nichts zu verlieren hatte, waren alle Spieler der Heimmannschaft von Beginn an mit vollem Einsatz bei der Sache und zogen den spielstarken Kreisstädtern mit einer kämpferischen und taktischen Glanzleistung den Zahn, sodass die bombensichere Defensive mit Ausnahme des Lattentreffers absolut nichts zuließ. Auf der anderen Seite wurde die Taktik der offensiven Nadelstiche konsequent umgesetzt, sodass man in schöner Regelmäßigkeit zu guten Möglichkeiten kam, die sogar noch zu einem höheren Sieg hätten führen können. Selbstverständlich muss nach diesen sicher nicht einkalkulierten drei Punkten bereits im nächsten Spiel nachgelegt werden, in dem man keinen einzigen Millimeter nachlassen darf, um einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen zu können. Genug Selbstvertrauen sollte durch die Oster-Sensation allemal vorhanden sein.

Vorschau

SG OASF/Barweiler I - SC Bad Bodendorf am Sonntag, 8. April um 13.30 Uhr in Barweiler.

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