HSG1 beschert den Zuschauern ein Wechselbad der Gefühle
Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui
HSG Rheinbach-Wormersdorf - TSV Bonn rrh (27:20)
Rheinbach. Ein Gefühlsbad zwischen Entsetzen und Begeisterung erlebten die Zuschauer beim Lokalderby zwischen der HSG Rheinbach-Wormersdorf und der TSV Bonn rrh. Mit 7:15 lag die HSG nach 25 Spielminuten hinten, ehe die Partie mit einer unglaublichen Energieleistung noch in einen deutlichen Sieg gedreht wurde. „Ohne Emotionen und Aggressivität kann man kein Spiel gewinnen. Die erste Halbzeit war zum Haareraufen. Nach dem Wechsel haben die Jungs dann den berühmten Schritt mehr gemacht, absoluten Kampfeswillen gezeigt und tolle Moral bewiesen“, so HSG-Trainer Dietmar Schwolow. Beim Spielstand von 0:3 in der dritten Minute nahm Schwolow bereits eine Auszeit, beim 0:4 in der fünfte Minute wurde die komplette Rückraumreihe ausgetauscht… Doch trotz dieser Maßnahmen und einer Verkürzung auf 5:6 (11.) blieb das Spiel der Mannschaft emotions- und wirkungslos. TSV Bonn war die spielbestimmende Mannschaft, die wenig Mühe hatte, sich gegen die widerstandslosen Rheinbacher über 6:10 (20.) auf 7:14 (25.) abzusetzen und mit einer 10:15-Führung in die Pause zu gehen. Anschließend zeigten sich die Hausherren jedoch wie verwandelt. Der 17-jährige Oli Dasburg, der ein ganz starkes Spiel zeigte, übernahm die Regieposition, und René Lönenbach störte als vorgezogener Abwehrspieler den Bonner Angriffsfluss. Zusätzlich rührten Gunkel und Co, gemeinsam mit Torwart Leon Thürnau, der zum großen Rückhalt wurde, Beton an. Zwar erhöhte die TSV nach wiederanpfiff zunächst auf 10:16 (31.), doch dann spielten sich die Gastgeber in einen Rausch. Die HSG verkürzte mit vier Toren in Folge auf 14:16 (39.), um das Spiel dann mit einem unglaublichen 11:1-Lauf von 14:17 (39.) zum 25:18 (55.) zu drehen. Nach dem Schlusspfiff und dem 27:20-Endstand feierten die Zuschauer ihre Mannschaft mit Standing Ovations.
Für die HSG spielten:
Niklas Funke (TW, 1. Hz.), Leon Thürnau (TW, 2. Hz), Mike Ribbe (3/2), René Lönenbach (5), Christopher Grommes (3), Daniel Fischer (6), Dominik Gunkel (1), Florian Feindt (2), Florian Genn (1), Oli Dasburg (6), Timm Schwolow und Thorben Reyer.
