Männliche C1 der SG Ollheim-Straßfeld ist Mittelrhein-Vize
Erstklassige kämpferische Leistung reichte nicht aus
Finalspiele endeten 22:28 und 30:25 gegen den TSV Bayer Dormagen 1920
Swisttal. Durch den Aufstieg in die Oberliga, eine hervorragende erste Saison und einen Herzschlagsieg im Halbfinale verdiente sich die männliche C1-Jugend der SG Ollheim-Straßfeld die Teilnahme an den Finalspielen um die Mittelrheinmeisterschaft. Zweiter Finalist war der TSV Bayer Dormagen 1920. Das erste Finalspiel erneut vor großem Publikum in der Halle Höhenring statt. Die erste Hälfte gestaltete die SGO bis kurz vor der Pause offen, konnte aber bei einer 10:8-Führung einen 3-0-Lauf der Gäste nicht verhindern. 35 Minuten bis zum 17:19 wurden aussichtsreich mitgehalten, ehe der Dormagener Zweitliga-Nachwuchs auf 17:22 davonzog. Die nächsten Minuten waren ausgeglichen, die Schlussphase gestaltete die SGO 2:3 – sechs Tore Minus-Hypothek für das Rückspiel in Dormagen. Eine Woche später galt es, durch abgeklärtes Spiel den Rückstand in einen Sieben-Tore-Sieg umzuwandeln, um den Titel noch zu erringen. Die Trainer Oliver Braun und Lukas Hoffmann hatten dafür aus dem Repertoire der C1 bekannte Taktiken zusammengestellt, die die Woche über wiederholt und verbessert wurden, um die erste Hälfte ausgeglichen zu halten und Dormagen in der zweiten Halbzeit doch noch zu überfordern. Auch die Kooperation in der Abwehr wurde noch einmal intensiv trainiert, um möglichst wenig Tore zuzulassen. So vorbereitet ging es die Swist hinab und den Rhein entlang bis nach Dormagen. Wie schon im Hinspiel und im Halbfinale zeigte die C1-Jugend über die gesamte Spieldauer eine erstklassige kämpferische Leistung auf hohem athletischem Niveau. Wie im ersten Finalspiel waren sie in der Lage, die erste Hälfte bei wechselnder Führung knapp zu halten. Mit einer Führung kurz vor dem Seitenwechsel, aber wieder einem Ein-Tore-Rückstand zur Pause. 15:14 für die Dormagener Hausherren war der von den Trainern vorhergesagte Spielverlauf, allein ein bisschen Glück fehlte dieses Mal zu einer Pausenführung. Mit dem Seitenwechsel stellte die SGO den 3:3-Angriff auf das Spiel mit zwei Kreisläufern um und legte mit Anwurf in 2:30 Minuten einen 4:0-Lauf zum 15:18 hin. Darauf folgte die Grüne Karte aus Dormagen, die leider sofortige Wirkung zeigte. In der Folge gelang es trotz toller Unterstützung von den Rängen nicht mehr, gegen eine vor allem auf der linken Abwehrseite aggressiver agierende Abwehr den Vorsprung auszubauen, sondern er schmolz Tor um Tor dahin. Nun spielte die Mannschaft riskanter, konnte sich aber nicht mehr belohnen und wurde ausgekontert. In der Schlussphase wehrte Niklas Aulbach, der wochenlang ohne Training selbst erst gerade wieder gesund geworden, die beiden erkrankten Stammkeeper im Tor vertrat, mit einigen guten Paraden eine höhere Niederlage ab. Endstand 30:25 für Dormagen. Mit dem Jubel der Gewinner brach die Enttäuschung aus. Doch die SGO präsentierte sich bestmöglich und darf mit Stolz auf die tolle Entwicklung in den letzten zwölf Monaten zurückblicken. Grund genug, den Kopf oben zu behalten. Im Gedächtnis bleibt: Es wurden tolle Leistungen gezeigt und die HVM-Vizemeisterschaft an die Swist geholt. In den beiden Finalspielen wurden eingesetzt: Alex, Alex, Chris, Daniel, Fabian, Jan, Kai, Marco, Marius, Marvin, Moritz, Niklas, Paul, Simon, Thomas. Besondere Anerkennung verdient Sascha Hostnik für das Torwarttraining in den letzten Monaten und Frank Kalenborn für die gute und kommunikative Kooperation.
