SC Brohltal Weibern, Schach-Bezirksklasse Rhein-Ahr-Mosel
Erwin See rettete an Brett drei das Remis
Die Partie gegen den Tabellennachbarn SV Urmitz endete nach fünfeinhalb Stunden mit einem gerechten 3,5:3,5
Weibern. In der siebten Runde der Schach-Bezirksklasse Rhein-Ahr-Mosel empfing die erste Mannschaft des SC Brohltal Weibern den SV Urmitz im „Blauen Salon“ im Seniorenzentrum Elisabethhaus in der Kirchstraße in Weibern. Es spielte der Siebte (Brohltal) gegen den Sechsten der Tabelle. Auf dem Papier waren die Brohltaler etwas höher einzustufen. Nach einem langen Match, das Ergebnis stand erst gegen 15.30 Uhr fest, trennte sich beide Vereine mit einem 3,5:3,5-Unentschieden. An der Tabellensituation änderte sich nichts.
An Brett eins spielte Pietro Gaudenti mit Schwarz gegen Naili Ocakoglu. Bis zum zehnten Zug spielten beide eine theoretische Stellung in der Englischen Eröffnung. Den ersten kleinen Fehler nutzte Schwarz zum besseren Spiel, bis sich auch Schwarz einen kleinen Stellungsfehler erlaubte, was zum schnellen Remis führte.
An Brett zwei hatte Robert Damiani gegen Felix Rösch zunächst einen Bauern weniger sowie eine schlechtere Stellung. Daraufhin stellte er seinem Gegner eine Falle, worauf er die „Qualität“ (Turm gegen Läufer) gewann und so die Partie wieder ausgeglichen gestalten konnte. Schon kurz darauf bot der Urmitzer ein Remis an. Damiani schlug ein.
Ebenfalls remis spielte Wolfgang Kutzner an Brett vier gegen Hans Jürgen Fleuch. Da sein Angriff nicht durchschlug und die Mannschaftssituation sehr positiv ausschaute, teilten sich die Kontrahenten relativ früh die Punkte. Eine weitere Punkteteilung erreichte Mathias Koslowski an Brett fünf gegen Darius Bulmann. Nach einer defensiven Eröffnung spielte Koslowski recht offensiv und strebte an, die Stellung zu öffnen. Das Gegenspiel seines Gegners war jedoch stärker als erwartet. So bot der Brohltaler zur Sicherung des halben Punkts ein Remis an, was dieser annahm.
Das fünfte Remis steuerte Alfons Hilger an Brett sechs gegen Martina Klemens bei. Nach Vorteilen von Hilger lief die Partie immer auf ein Remis hinaus. Als Spieler mit langem Atem zeigte sich wieder einmal Erwin See an Brett drei gegen André Thullen. Beim Spielstand von 2,5:3,5 kämpfte er seinen Gegner nach fünfeinhalb Stunden nieder und rettete so das Mannschaftsremis. In einem Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern, was oft sehr remis-lastig ist, erkämpfte er sich einen Freibauern auf der A-Linie, der gleichzeitig auch als Angriffsfigur diente.
In der Endphase spielte er deutlich besser als sein Gegner und konnte ihn schließlich gegen 15.30 Uhr schachmatt setzen.
Das Restprogramm des SCBW ist äußerst schwer, am kommenden Sonntag wartet der Tabellendritte Bad Neuenahr, im Saisonfinale geht es gegen den Zweiten der Tabelle (SV Mendig/Mayen II). Das Team möchte die Spielzeit einigermaßen verträglich abschließen, es ist auf jeden Fall stärker, als es der siebte Platz aussagt.
