Fußball-Bezirksliga Mitte: SG Elztals Trainer Sascha Wirtz vermisst die Konstanz
„Es ist alles ein wenig schwammig“
Gering. Drei deutliche Niederlagen, zwei klare Siege: Sascha Wirtz, neben dem noch beruflich verhinderten Sascha Arenz der neue Trainer der SG Elztal in der Fußball-Bezirksliga Mitte, will die knapp fünfwöchige Vorbereitungszeit nicht unbedingt an den Testspielergebnissen festmachen. „Die Resultate waren aber durchwachsen“, räumt Arenz ein. „Die Konstanz fehlt, wir haben die richtige Formation noch nicht gefunden. Die Trainingsbeteiligung ist top, alle Spieler ziehen mit. Wir müssen noch an einigen Stellschrauben drehen, dann haben wir bald das Level erreicht, um in der Bezirksliga bestehen zu können.“
Ein paar Fehler zu viel gemacht
Zum Auftakt gab es nach Toren von Matthias Reudelsterz (23.), René Durben (67.) und Christian Funk (87.) einen 3:0 (1:0)-Erfolg beim A-Ligisten SG Mosel Löf, wobei sich die Gastgeber nicht hätten beschweren dürfen, wenn die Niederlage noch wesentlich deutlicher ausgefallen wäre. „Alles hat funktioniert, wir sind dort sehr dominant aufgetreten“, erinnert sich Wirtz. Beim Griesson-de-Beukelaer-Cup im benachbarten Polch hielten die Maifelder beim 0:3 (0:0) im Halbfinale gegen den Rheinlandligisten TuS Mayen über eine Stunde gut mit und standen in der Defensive sehr stabil. „Danach haben wir aber zwei, drei Fehler zu viel gemacht“, so Wirtz. Lukas Mey bezwang die Elztaler mit einem Hattrick (65., 77., 88.) schließlich im Alleingang.
Den ersten Rückschlag setzte es einen Tag später im Spiel um den dritten Platz. Die SG Mosel Löf revanchierte sich für die Niederlage im ersten Testspiel und behielt nach Toren von Felix Horn (17.), Jan Rottländer (53.), Adrian Bildhauer (64.) und Fabian Kneip (87.) mit 4:0 (1:0) die Oberhand. Eine Woche später im Heimspiel gegen den SV Untermosel Kobern-Gondorf (Kreisliga A Koblenz) zeigte die SG Elztal wieder ein völlig anderes Gesicht und ließ dem Ex-Verein von Übungsleiter Arenz nach Treffern von Tobias Schumacher (17.), Jan Fasel (52.) und Funk (86.) beim 3:0 (1:0) keine Chance.
Mannschaft kam unter die Räder
„Ich habe bei meiner Mannschaft manchmal das Gefühl, dass sie sich nach einer schwächeren Leistung in das nächste Spiel förmlich hineinkniet und nach einer guten Vorstellung nur noch 80 Prozent abruft und den Schlendrian einkehren lässt“, verdeutlicht Wirtz. „Es ist alles ein wenig schwammig.“ Als wenn es für diese These noch eines Beweises bedurft hätte, kam der Bezirksligist am Dienstag der vergangenen Woche beim FC Alemannia Plaidt (Kreisliga A Ahr) auf dem Kunstrasenplatz am Pommerhof mit 1:7 (1:3) unter die Räder. Allerdings unter denkbar schlechten Umständen: Wirtz weilte im Italien-Urlaub, Ludwig Amling betreute das Team vom Spielfeld aus, Innenverteidiger Jan Müller musste als Schiedsrichter fungieren, da der angesetzte Unparteiische nicht anreiste.
Rheinlandpokal und erstes Meisterschaftsspiel
Das wird am Dienstag, 7. August, hoffentlich nicht der Fall sein, wenn die SG Elztal in der ersten Runde um den Rheinlandpokal bei der Reserve der SG Ahrtal Hönningen (als Favorit) antreten muss. Die Partie wird um 19 Uhr auf dem Rasenplatz in Dümpelfeld angepfiffen. Im ersten Meisterschaftsspiel gilt die SG Elztal hingegen als Außenseiter, wenn sie am Sonntag, 12. August, um 15 Uhr beim TuS Kirchberg zu Gast sein wird. „Wir sind ein kleiner Verein“, weiß Wirtz, obwohl er erst ein paar Wochen in Amt und Würden ist. „Wir können uns nur dann in der Bezirksliga behaupten, wenn wir uns auf unsere Tugenden besinnen. Und genau das werden wir auch tun.“
Auch für einen Torhüter gehören Laufeinheiten dazu: Neuzugang Nico Daheim.
Auf die Torgefährlichkeit von Niclas Lohn hoffen die Verantwortlichen der SG Elztal auch in der neuen Saison.
