Lokalsport | 13.02.2017

Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell konnte in den Testspielen nicht überzeugen

„Es ist noch viel Sand im Getriebe“

An der Brauerstraße ging am Sonntag wieder mal nichts.SK

Mendig. Der abstiegsgefährdete Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell hat vor dem Auftakt nach der Winterpause am Sonntag, 19. Februar, um 14.30 Uhr gegen den SV Morbach noch viel Arbeit vor sich. Im vorletzten Testspiel unterlag die Mannschaft von Trainer Florian Stein dem TuS Oberwinter (Bezirksliga Mitte) mit 0:1 (0:1). Das Tor des Tages markierte Tim Palm nach 19 Minuten aus dem Gewühl heraus. Die Partie war wegen des neuerlichen Wintereinbruchs in und um Mendig kurzfristig auf den Kunstrasenplatz im Koblenzer Stadtteil Rübenach verlegt worden. Das abschließende Testspiel am Mittwoch, 15. Februar, um 19.30 Uhr gegen die SG Elztal soll wieder auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße stattfinden. „Es ist noch viel Sand im Getriebe, so ehrlich müssen wir sein“, räumte der Sportliche Leiter Frank Schmitz ein. „Die Rädchen greifen noch nicht so ineinander, wie wir uns das alle wünschen. Durch die vielen Neuzugänge, die wir integrieren müssen, haben wir noch viele Abstimmungsprobleme.“ Nach Rübenach reiste Übungsleiter Stein nur noch mit 15 Spielern und ohne den erkälteten Spielmacher Niklas Heinemann an, der Kader soll im Hinblick auf das erste Meisterschaftsspiel sukzessive reduziert werden. „Es macht keinen Sinn, immer 20 bis 22 Spieler dabei zu haben“, so Schmitz. „Aber Niklas Heinemann, unseren Denker und Lenker im Mittelfeld, haben wir natürlich schmerzhaft vermisst.“ Mit Malte Wedemeyer, Stephan Schikora, Marcel Berg, Lars Bohm und Charles Butte standen in Rübenach gleich fünf der sechs Neuzugänge in der Startformation, nur Joshua Schmickler musste zu Hause bleiben. Das Tor hütete Yannik Reinländer, der den etatmäßigen Schlussmann Jan Heinemann in den nächsten Wochen vertreten wird. Dessen Operation am Ellenbogen ist gut verlaufen, in dieser Woche soll der Gips entfernt werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie lange die Nummer eins zwischen den Pfosten fehlen wird. Allgemein wird von einer vier- bis sechswöchigen Pause ausgegangen. Aller guten Dinge sind drei: So ließ sich die Suche der SG Eintracht Mendig/Bell nach einem Testspielgegner in der vergangenen Woche trefflich beschreiben. Zunächst sollte es am vergangenen Mittwoch um 19.30 Uhr die SG Weitefeld (Bezirksliga Ost) sein, danach war der Tabellenletzte der Mittelrheinliga, der VfL Rheinbach, ein heißer Kandidat. Es wurde schließlich der FC Metternich (Bezirksliga Mitte).

Ergebnis war egal

Den Verantwortlichen war der Gegner so ziemlich egal, das Ergebnis (0:0) auch. „Nach der Absage der SG Weitefeld am Dienstag gegen 17.15 Uhr haben der Sportliche Leiter und ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen Gegner zu finden. Spät am Abend waren wir uns mit dem VfL Rheinbach eigentlich einig, die ganze Sache hat sich kurz darauf aber wieder zerschlagen. Um 23 Uhr hat uns schließlich der FC Metternich eine Zusage gegeben“, ließ Trainer Stein die organisatorisch aufregenden Stunden Revue passieren. „Wir wollten unbedingt im Rhythmus bleiben, das ist uns im Endeffekt doch noch gelungen.“

Wichtige Erkenntnisse

Auch dieses 0:0 habe ihm persönlich wieder wichtige Erkenntnisse gebracht. „Besonders in den Eins-gegen-eins-Situationen hat mich Yannik absolut überzeugt“, sprach der SG-Trainer seinem (neuen) Torwart Reinländer das Vertrauen aus. „60 Minuten lang gab es auf beiden Seiten zahlreiche Möglichkeiten, es war kein typisches 0:0-Spiel. Yannik hat dafür gesorgt, dass hinten die Null stand. Bei acht Spielern bin ich mir fast sicher, dass sie auflaufen“, gewährte Stein einen kurzen Einblick in die (mögliche) Aufstellung gegen Morbach. „Drei weitere Plätze sind noch zu vergeben. Das hängt auch ein wenig von unserer taktischen Marschroute ab. Nach dem Spiel am Mittwoch gegen die SG Elztal wissen wir mehr.“

Gegen den TuS Oberwinter stand Matthias Strahl (Nummer drei) in der Startformation. Ob das auch gegen Morbach der Fall sein wird? Das Bild entstand beim Spiel gegen Ata Urmitz.

Gegen den TuS Oberwinter stand Matthias Strahl (Nummer drei) in der Startformation. Ob das auch gegen Morbach der Fall sein wird? Das Bild entstand beim Spiel gegen Ata Urmitz.

Der Japaner Takeru Iino zählt wieder zum Kader des Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell.

Der Japaner Takeru Iino zählt wieder zum Kader des Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell.

An der Brauerstraße ging am Sonntag wieder mal nichts.Fotos: SK

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