Lokalsport | 22.05.2017

10.772 Aktive Sportler feierten das zehnjährige Jubiläum vom StrongmanRun am Nürburgring

Extrem-Hindernislauf: Ultimativer Adrenalinkick und reichlich Gänsehaut

Das Siegertrio bei den Männern auf der Gesamtdistanz (v.li.) Patrick Schönball(Rang 2), Andre Calitz (Sieger) und Thomas Wittwer (Rang 3). Fotos: Burg

Nürburg. Bei der siebten Auflage des Fisherman´s Friend StrongmanRun am Nürburgring gab es für die laufbegeisterten Akteure nach der Zielankunft in diesem Jahr gleich zwei Gründe zum Feiern. Neben dem persönlichen Erfolgserlebnis die 24,4 Kilometer Gesamtdistanz beziehungsweise 12,2 Kilometer bei der Rockie Runde mit den entsprechenden Hindernissen bewältigt zu haben, feierte auch die Veranstaltung ihr zehnjähriges Jubiläum. Was die britische Kultmarke Fisherman´s Friend als Markenevent 2007 auf einem Truppenübungsplatz in Münster, ins Leben gerufen hatte, legte letztlich auch Dank des Erfolges seit 2011 am Nürburgring, den Grundstein für diesen neuen Sporttrend. Beflügelt durch diesen Zuspruch schossen seither die Hindernisläufe wie Pilze aus dem Boden, selbst die Initiatoren des StrongmanRun platzierten in den letzten beiden Jahren mit den Läufen in Wacken, Ferropolis und in diesem Jahr erstmals auch in Köln gleich drei neue Events in Deutschland.

Die Vielzahl dieser Läufe hinterließ auch erstmals seit der Austragung des Events auf dem Nürburgring, bei den Voranmeldungen ihre Spuren. War der Lauf auf dem Nürburgring in den Jahren zuvor in nur wenigen Tagen nach dem Start der Anmeldefrist schon auf Monate im Voraus ausgebucht, konnten sich in diesem Jahr noch kurz entschlossene Teilnehmer bis wenige Stunden vor dem Lauf einen Startplatz sichern. Dennoch blieb mit letztlich 10.772 Teilnehmern Starterfeld fast auf dem Niveau der letzten Jahre und die Veranstaltung damit weiterhin das Maß aller Dinge bei den Hindernisläufen. Dort wo sonst das Grün der Startampel die Hatz der Rennboliden durch die „Grüne Hölle“ freigibt, nahmen auch die Extremsportler beim StrongmanRun, mit viel Elan ihre Distanzen von entweder 24 Kilometern mit 40 Hindernisse oder 22 Kilometern mit 20 Hindernisse unter die Solen ihrer Laufschuhe.

Dabei waren es besonders die Hindernisse, die den Akteuren all ihre Kondition abverlangten, wenn es hieß, sich in kaltes Wasser zu stürzen, durch knietiefen Schlamm zu waten oder steile Holz- und Strohballenhindernisse zu erklimmen. Neben den ambitionierten Sportlern stand für Viele aber der Spaßfaktor über dem sportlichen Ehrgeiz und so waren auch am Ring, wie in den Jahren zuvor, die Akteure in den diversesten Kostümen wie Frosch- oder Eisbärenkostüm, Rotkäppchen sowie Cowboys und Indianer am Start. Insgesamt erreichten 8608 Läufer das Ziel, von denen viele sogar noch die Energie für ein zufriedenes Lächeln beim Zieleinlauf hatten, besonders natürlich die Sieger. Nach seinen Gesamtdistanz-Siegen 2013 und 2014 siegte Felix Grelak (Essen) mit einer Zeit von 53:56 Minuten vor Pascal Weiner (GER) mit 59:41 Minuten auf der 12 Kilometer-Strecke. Melvin Busch(GER) erreichte als Dritter eine Minute später das Ziel. Schnellste der Damenwertung auf dieser Strecke war Joana Fries (GER) mit einer Zeit von 01:08:10 Stunden, gefolgt von Manuela Dannwolf (GER) die 01:08:59 Stunden benötigte. Annika Schöchlin (GER) wurde mit einer Zeit von 01:17:18 Stunden Dritte. Auf der Gesamtdistanz überquerten Andre Calitz nach 1:52:07 Stunden die Ziellinie. Der 34-jährige Südafrikaner ist der erste Ausländer, der auf dem Nürburgring den Strongmanrun gewinnen konnte. Nur 34 Sekunden später erreichte Patrick Schönball (Ludwigshafen) als Zweiter das Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Thomas Wittwer (Baden-Baden) der nach weiteren 33 Sekunden die Ziellinie überquerte. Bei den Frauen siegte Sara Kamzela (Mainz) die mit einer Zeit von 2:29:11 Stunden ihrem Batwoman-Kostüm alle Ehre machte. Die 27-Jährige hatte bereits vor einem Jahr die halb so lange Strecke für sich entschieden. Zweitschnellste Frau war Jana Höflich (GER), mit 2:33:00 Stunden. Greta Fischer (GER) belegte mit 02:33:46 Stunden den dritten Rang. Mit Rang 4 schrammten in der Teamwertung für die Gesamtdistanz die Lokalmatadore des TUWI Adenau, Guido Rohen, Lukan und Guido Setzlach nur knapp an einem Podiumspatz vorbei. Insgesamt verwies das Trio mit seiner hervorragenden Leistung noch 403 Teams auf die nachfolgenden Plätze. Unter den 400 Teams, die bei der Rookie Runde gewertet wurden konnten die unter dem Teamnamen „Quiddelbacher Flitzer“ gestarteten Rita und Daniel Hansen gemeinsam mit Florian Nisius mit dem 17. Rang eine weitere Topplatzierung erringen. Ebenso wie in den vergangenen Jahren testeten auch in diesem Jahr wieder einige Prominente ihre Ausdauer, unter anderem auch Willi Herren. Während einige Athleten das Event als Werbung für wohltätige Zwecke nutzten, schnürte der deutsche Stimmungssänger und ehemaliger Schauspieler seine Laufschuhe als Botschafter für die vom 18. bis 20. August stattfindende Veranstaltung „Nürburgring Olé - Die größte Party Deutschlands“. BURG

Für viele der Teilnehmer wurde bei einer Wassertemperatur von knapp über 10 °C das durch des 15. Hindernisse zum absoluten Härtetest.

Für viele der Teilnehmer wurde bei einer Wassertemperatur von knapp über 10 °C das durch des 15. Hindernisse zum absoluten Härtetest. Foto: PETER BURGGRAF

Der Stimmungs-Sänger Willi Herren nach dem Zieleinlauf.

Der Stimmungs-Sänger Willi Herren nach dem Zieleinlauf. Foto: PETER BURGGRAF

Als schnellste Frau auf der 24 Kilometer Distanz machte Sara Kamzela ihrem Batwoman-Kostüm alle Ehre.

Als schnellste Frau auf der 24 Kilometer Distanz machte Sara Kamzela ihrem Batwoman-Kostüm alle Ehre. Foto: PETER BURGGRAF

Startkonzentration bei Felix Grelak der 2013 und 2014 auf der Gesamtdistanz siegte und in diesem Jahr die 12km Strecke für sich entschied.

Startkonzentration bei Felix Grelak der 2013 und 2014 auf der Gesamtdistanz siegte und in diesem Jahr die 12km Strecke für sich entschied. Foto: PETER BURGGRAF

Vorfreude auf den Start bei den extrem Sportlern.

Vorfreude auf den Start bei den extrem Sportlern. Foto: PETER BURGGRAF

Das Siegertrio bei den Männern auf der Gesamtdistanz (v.li.) Patrick Schönball(Rang 2), Andre Calitz (Sieger) und Thomas Wittwer (Rang 3). Fotos: Burg Foto: PETER BURGGRAF

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
Daueranzeige
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Ostergruß
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Empfohlene Artikel
Der MGC Bad Bodendorf startet vielversprechend in die neue Saison.  Foto:privat
62

Köln. Mit Spannung war der erste Spieltag der NBV Bezirksliga 4 erwartet worden – und er hielt, was er versprach. Auf der Betonbahn in Köln-Neubrück schickten fünf Vereine insgesamt 39 Spielerinnen und Spieler ins Rennen. Der MGC Bad Bodendorf zeigte dabei eine kämpferisch, aber durchwachsene Teamleistung und belegte am Ende Rang vier. Besonders zwei Akteure rückten ins Rampenlicht: Oliver Frings und der noch schulpflichtige Nachwuchsspieler Simon Weber.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
46

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die gesamte Gruppe mit Kindern, Jugendlichen und Leiterteam im diesjährigen Freizeit-T-ShirtFoto: privat
3

Gemeinschaft und Spaß: Schützenjugend erlebt intensive Ferientage

Vier Tage voller Erlebnisse: Osterfreizeit begeistert erneut

Altendorf-Ersdorf. Vom 28. bis zum 31. März 2026 erlebten 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren vier ereignisreiche Tage im Landschulheim in Berg-Freisheim. Unter der Leitung von Jungschützenmeister Christian Klein fand dort die diesjährige Osterfreizeit der St. Sebastianus Schützenjugend Ersdorf-Altendorf statt. Auch in diesem Jahr nahmen wieder zahlreiche Nichtmitglieder teil, was die Offenheit und Attraktivität des Angebots unterstreicht.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige