Lokalsport | 30.05.2016

Erfolge für Reiter aus der Kannenbäckerstadt und aus Dierdorf beim Turnier in Höhr-Grenzhausen

Exzellenter Reitsport begeisterte

Exzellenter Reitsport begeisterte

Höhr-Grenzhausen. Das große viertägige Reitturnier in Höhr-Grenzhausen vom Fronleichnams-Donnerstag bis zum darauf folgenden Sonntag brach wieder alle vorhergehenden Rekorde. In den Spring- und Dressurprüfungen der Klassen E bis S waren 1.800 Starts gemeldet mit 600 Pferden. „Das ist ein Spitzenergebnis“, sagt der Vorsitzende des veranstaltenden Reitvereins Kannenbäckerland e.V., Bernd Hübner. Im vorigen Jahr waren es zwar ein paar mehr Nennungen. Da dauerten manche Prüfungen, besonders in der Dressur, allerdings abends bis 21 Uhr. Das wollte der Verein dieses Mal verhindern. Bei 45 Nennungen pro Prüfung wurden die Starterlisten geschlossen. Der Vorsitzende ist am dritten Tag höchst zufrieden mit dem Verlauf: „Alles ist ganz hervorragend gelaufen. Wir hatten Glück mit dem Wetter. In der Nacht zum Donnerstag regnete es noch. Mit der ersten Prüfung hat es aufgehört. Als wir an dem Tag mit der letzten Prüfung fertig waren, hat es wieder angefangen zu regnen. Organisatorisch läuft alles wie geschmiert, dank unserer vielen engagierten Helfer und Mitarbeiter aus dem Verein.“

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Bernd Hübner ist seit 2009 Vorsitzender des Reitvereins Kannenbäckerland. Harald Petter, der Reitlehrer, ist seit 2010 für die Ausbildung und das Training der Reiter verantwortlich. Beide betonen die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit auf der Anlage. Hübner: „Nur so ist eine erfolgreiche Vereinsführung überhaupt möglich!“

Der Vereinsvorsitzende Hübner freut sich auf dem großen Turnier über die vielen Starter aus der näheren und weiteren Umgebung.

Großes Event

Für die Kannenbäckerstadt ist das Reittunier auch ein großes gesellschaftliches Event. Der Stadtbewohner Hans Achterberg sah sich mit seinem Sohn Dirk die Springwettbewerbe an. Er sagt: „Heute bin ich schon das zweite Mal hier. Gestern war ich auch zweimal hier. Früher bin ich selbst geritten. Jetzt bin ich 75 Jahre alt. Aber ich komme jedes Jahr zum Turnier. Ich interessiere mich dafür!“

Petter ist stolz auf die Erfolge der von ihm trainierten Reiter auf dem vereinseigenen Turnier: „Wir haben das Mannschafts-A-Springen gewonnen. Wir waren mit drei Mannschaften und zwölf Reitern aus unserem Verein in diesem Wettbewerb unterwegs.“ Zu den Reitern der siegreichen Mannschaft aus Höhr-Grenzhausen gehörten Isabell Webeler mit ihrem Pferd Escapo, Sophie Schmitz mit Balou de Lübz, Jennifer Knopp mit Endeavour R und Jan Wolters mit Clueso. Die zweite Mannschaft vom RV Kannenbäckerland wurde Vierter in dieser Prüfung. Hier ritten mit Heike Klever auf Rubina, Margaux Rauh auf Wonderful Diamond, Silvia Herreiner auf Zyra G und Tanja Günther auf Zelena. Einen guten Ritt in dieser Prüfung legte auch Aylin Seidel vom Reitverein Dierdorf hin, die mit ihrem Pferd Solay den Parcours fehlerfrei in der Zeit von 50,46 Sekunden absolvierte, der besten Zeit ihrer Mannschaft, die am Ende Fünfter wurde.

In dem Reitverein in Höhr-Grenzhausen starten zurzeit 40 bis 50 Turnierreiter in Prüfungen der Klassen E bis M, gelegentlich auch S. Margaux Rauh war außer im Springen auch erfolgreich in der Dressurreiterprüfung Klasse L, wo sie mit zwei Pferden gestartet war. Während sie nach dem ersten Ritt mit dem Galopp von Pferd Renomee noch nicht ganz zufrieden war, reichte es anschließend mit Brüno schon für den zweiten Platz unter 23 Startern. Mit Renomee wurde sie Sechste. In derselben Prüfung war auch Vereinskameradin Irja Emma Gerdes auf Ronaldo gestartet. Für die beiden war es die erste L-Prüfung. „Ich musste mich da etwas trauen und überwinden“, gestand Irja nach dem Ritt. Aber sie war nicht unzufrieden: „Für die Verhältnisse hat es ganz gut geklappt. Dazulernen kann man immer noch.“ Ronaldo, ein 15-jähriger Württemberger, gehört Irja schon seit sieben Jahren.

Sie beschreibt den Wallach liebevoll als „Lehrpferd“. Mit der Reiterin Sonja Wegener geht Ronaldo auch M- und S-Dressur. Was die jungen Reiterinnen und Reiter generell noch lernen können, beschreibt die Dressurrichterin Evelyn Koch nach der Dressurreiterprüfung in einem kurzen Statement: „Das Niveau der gezeigten Leistungen war schon recht gut. Aber alle Reiterinnen und Reiter müssen noch an ihrem Sitz arbeiten. Das ist das Wichtigste. Da sind auch wieder die gut qualifizierten Ausbilder gefragt. Es bringt nichts, wenn man als Turnierreiter zuhause alleine irgendetwas macht.

Man muss sich immer wieder Unterricht geben lassen. Denn ohne Korrektur wird niemand ein guter Reiter.“ Als Vorbild nennt Evelyn Koch die Profi-Reiter der Wiener Hofreitschule, von denen jeder einmal wöchentlich Unterricht an der Sitzlonge nimmt.

Teilnehmer aus dem Dierdorfer Raum

Aus dem Raum Dierdorf nahmen am Turnier in Höhr-Grenzhausen ebenfalls eine Reihe von Reitern teil. Im Stadtteil Elgert befindet sich der Trainingsstall von Martin Danner, der zum Verein Reitsportfreunde Mittelrhein gehört. Für diesen Verein startete Lena Haubrich mit Sirke im E-Stilspringen und wurde Zweite. Zehnte wurde sie mit Sirke im Stilspring-Wettbewerb. Korinna Glinka aus Dierdorf, ebenfalls von den Reitsportfreunden Mittelrhein, siegte mit Sweet Little Sweeny im A-Stilspringen. Weitere Erfolge der Reitsportfreunde Mittelrhein in Höhr-Grenzhausen waren: Melanie Hassel wurde Achte in der Dressurreiterprüfung Kl. A, Nicole Jüngerich mit Lord Zilver Vierte im Stil-A-Springen.

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