Lokalsport | 26.05.2025

Engers siegt im Finale gegen RW Koblenz mit 2:0 und gewinnt zum dritten Mal den Bitburger Rheinlandpokal

FV Engers krönt sich in letzter Sekunde zum Sieger des Rheinlandpokals

Der FV Engers feiert ausgelassen mit Pokal und Bierduschen.  Foto: Fußballverband Rheinland

Koblenz. Die Dämme brachen schon wenige Sekunden vor dem Abpfiff: Im Endspiel um den Bitburger Rheinlandpokal zwischen den Oberligisten FC Rot-Weiss Koblenz und FV Engers fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit das entscheidende 0:2 für Engers – die gesamte Bank explodierte und rannte zum Torschützen. Eine Minute später dann der Abpfiff: Der FV Engers holte sich zum dritten Mal nach 2020 und 2022 den Titel.

Sieger-T-Shirts, der eine oder andere Kasten Bier, Freudentränen – in der Folgezeit war alles dabei. Und speziell für Sascha Watzlawik, den scheidenden Trainer des FVE, waren es zu viele Emotionen, um sie direkt zu verarbeiten. „Es ist nicht in Worte zu fassen“, blieb es bei einem Versuch, nachdem er schon einige Bierduschen verpasst bekommen hatte.

Emotionen gab es auch schon vor dem Anpfiff, als dem Publikum eine besondere Mannschaft vorgestellt wurde, nämlich der Sieger des Amateur-Länderpokals von 1985. In diesem seit den späten 1990er-Jahren nicht mehr ausgetragenen Wettbewerb setzte sich seinerzeit die Auswahl des Fußballverbandes Rheinland gegen Hamburg durch, zahlreiche Spieler von damals und auch Trainer Ewald Hammes waren zugegen.

Die Vorzeichen? Einen klaren Favoriten gab es nicht. Und natürlich hatten angesichts der Endspiele der vergangenen Jahre viele Spieler ihre eigene Geschichte zu erzählen. Bei Rot-Weiss standen mit Thilo Kraemer und Derrick Miles zwei Akteure aus der „Zwoten“ im Aufgebot, die 2018 den Pokal bereits gewonnen hatten – damals gemeinsam mit FVE-Kapitän Christian Meinert. Dessen Mitspieler Jeremy Mekoma und David Eberhardt hatten 2023 mit dem FC Karbach das Endspiel verloren – gegen den FV Engers.

Den besseren Start erwischte Engers und war nach Flanken von Justin Klein auf der rechten Seite gefährlich. Doch beim Kopfalltreffer von Mekoma hatte Assistent Schmidt eine Abseitsstellung ausgemacht (9.), der Kopfball von Manuel Simons stellte Maximilian Grote im RW-Tor vor keine Probleme (16.). Kurz darauf klärte Dejvi Alsela, als nach Kombination über Mekoma und Simons Klein einschussbereit war (18.). Per Kopf kamen Max Schmitten (28.) und Eberhardt (33.) zum Abschluss, ehe Grote außerhalb des Sechzehners beinahe den Ball an Simons vertändelt hätte (42.). Rot-Weiss kam aus dem Spiel heraus kaum zu Chancen, und gelegentliche Standards waren zu unpräzise. Erst kurz vorm Pausenpfiff bessere sich das, die wohl beste Möglichkeit verbuchte Eugene Dennis nach einem Eckball, der Ball flog aber am rechten Pfosten vorbei (38.). In Durchgang Zwei zeigte sich RW Koblenz zwar verbessert, „aber es hat uns der Punch gefehlt“, haderte Trainer Fatih Cift, für dessen Team es nach 2018, 2021 und 2023 der vierte Titel gewesen wäre, 2018 bereits mit Cift als Trainer. Ein Kopfball Rachid Tchadjeis nach Flanke von Alexander Shehada hätte beinahe die Führung bedeutet (57.), in der Nachspielzeit hatten Dennis (90.+1) und Daniel Sanchez (90.+4) den Ausgleich auf dem Fuß. Zuvor die Führung des FVE: Nach einem Einwurf kam Vadym Semchuk an den Ball und zog von der Strafraumgrenze flach ab, die Kugel schlug in der von ihm aus linken Ecke ein (75.). Joker Goran Naric sorgte mit einem Konter, als RW-Keeper Grote herausgekommen war, fürs 0:2, sein Ball aus gut 30 Metern fand den Weg ins leere Tor (90.+6).

„Ich wollte heute alle Mann dabeihaben“, beschrieb Watzlawik das Einschwören aller Beteiligten auf das ganz große Ziel. „Jeder hat für jeden gekämpft“, ergänzte Mekoma, während manche seiner Mitspieler schon in Gedanken bei der 1. DFB-Pokalrunde der Saison 25/26 waren, die am 15. Juni ausgelost wird. „Hauptsache ein Erstligist“, meinte Jonas von Haacke, während Kapitän Christian Meinert mit „Dortmund oder Köln“, liebäugelte, „da bekämen wir das Stadion bestimmt voll.“

Ein positives Fazit zogen auch die Verantwortlichen des Verbandes. „Eine gelungene Veranstaltung, gut organisiert, und eine zufriedenstellende Zuschauerzahl“, fand FVR-Präsident Gregor Eibes. Einig waren er und Jens Bachmann, der Spielausschuss-Vorsitzende des FVR, darin, dass der Bitburger Rheinlandpokal durch den „Finaltag der Amateure“ eine Aufwertung erfahren hat – am heutigen Samstag fand bereits die zehnte Auflage des erfolgreichen Formats statt.

Pressemitteilung

Fußballverband Rheinland e. V.

Fotogalerie: FV Engers siegt im Rheinland-Pokalfinale 2025

FV Engers gewinnt zum dritten Mal den Rheinlandpokal und zieht in den DFB-Pokal ein.
Alle Fotos: Ulf Steffenfausehweh/ Besjan Halimi
Alle Fotos: Ulf Steffenfausehweh/ Besjan Halimi
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Der FV Engers feiert ausgelassen mit Pokal und Bierduschen. Foto: Fußballverband Rheinland Foto: Picasa

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