SV Rot-Weiß Merl - B-Juniorinnen Mittelrheinliga
Fehlentscheidung sorgt für Enttäuschung bei den Merlerinnen
SV Rot-Weiß Merl – TSV Alemannia Aachen U 16 4:4 (2:2)
Merl. Vor dem vierten Spiel der Mittelrheinliga gegen den TSV Alemannia Aachen stand für die Merlerinnen zunächst ein Fotoshooting auf dem Programm. Außerdem bedankte sich das Team bei „A&E-Plan“ für einen neuen Trikotsatz und bei „Biokiste 24- Obstplantagen Krämer“ für Aufwärmpullover. Dann wurde der Blick wieder auf das fußballerische Geschehen gelenkt.
Aachen reiste mit einer makellosen Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen dementsprechend mit hohen Erwartungen nach Merl. Doch hier warteten die Merlerinnen, die zwei sehr unglückliche Niederlagen in den letzten beiden Spielen hinnehmen mussten und nun endlich gegen einen großen Gegner punkten wollten.
Zu Beginn zeigte sich das Spiel auf beiden Seiten eher verhalten. In der zehnten Minute gingen die favorisierten Gäste nach einem schönen Spielzug und der ersten Torchance mit 1:0 in Führung. Die Merlerinnen schnappten sich den Ball, führten den Anstoß aus und erzielten im direkten Gegenstoß das 1:1 durch Sarah Schütz. Diese ließ sich gebührend von Zuschauern und den Mädels nach einer längeren Verletzungspause feiern. Die Rot-Weißen fanden nun richtig ins Spiel und ließen den Aachenern kaum noch Möglichkeiten in ihr Offensivspiel zu finden. Schlussendlich war es dann eine Ecke in der 20. Minute, die durch eine Unkonzentriertheit zum 1:2 für Aachen führte.
Durch ein Handspiel im 16er entschied der Schiedsrichter folgerichtig auf Elfmeter, den die Kapitänin des TSV gekonnt unter die Latte knallte. So mussten die spielstärkeren Merlerinnen einen weiteren Rückstand verkraften. Aber auch das ließen sie sich kaum anmerken und übten weiter enormen Druck auf die überraschend anfällige Aachener Abwehr aus. Die Konsequenz wurde in der 31. Minute belohnt, Anna-Lena Leipelt setzte sich hervorragend auf der linken Seite durch, passte den Ball von der Grundlinie aus scharf vor’s Tor und zwang eine Aachener Abwehrspielerin somit zum Eigentor. Und wer in den letzten Wochen mit so viel Pech überschüttet worden war, durfte nun auch mal dankend dieses Geschenk annehmen. Der wohlverdiente Ausgleich war gefallen und so ging man mit einem 2:2 in die Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit
Die Aachener, insbesondere die Zuschauer, die die Hoffnung hatten, dass die Pause „Wunder wirken könnte“, wurden eines Besseren belehrt. Die Merlerinnen kamen auf das Spielfeld zurück und zeigten, dass sie absolut zu Unrecht auf den hinteren Plätzen der Tabelle stehen. Die Aachener kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte raus und so konnte Anna-Lena Leipelt nach der Vorlage zum Eigentor sich endlich selber für ihre starke Leistung belohnen und schenkte in der 55. Minute zum 3:2 für Merl ein.
Auch hier gab es ein kleines Comeback, denn Anna-Lena hatte sich beim Aufwärmen im ersten Spiel gegen Bayer Leverkusen verletzt und ist nun wieder zurück. Einige Augenblicke später, konnte sie sich unter dem Applaus der Zuschauer bei der Auswechslung für dieses gelungene Comeback feiern lassen. Neu ins Spiel kam nun mit der Nummer 10 Hilal Kezgin. Nach fast mehr als acht Monaten Verletzungspause stand sie unter tosendem Applaus von Zuschauern und Mitspielerinnen wieder auf dem Spielfeld. Eine unglaubliche Willensstärke im Training in den letzten Wochen und Monaten zeichnete den Weg zurück auf’s Spielfeld aus.
Beflügelt von dem Tor und der wiedergenesenen Hilal spielten die Mädels aus der Amselstadt beschwingt auf und kombinierten gekonnt nach vorn. Folgerichtig fiel in der 64. Minute das 4:2 durch Maike Freund. Das Spiel schien entschieden, die Aachener ließen vermehrt die Köpfe hängen und die Merlerinnen setzen diese weiter unter Druck. Doch in der 72. Minute verschätzte sich die Merler Abwehrreihe durch eine vermeintliche im Abseits stehende Spielerin und Aachen kam überraschend zum Anschlusstreffer. 4:3.
Schiedsrichter wurde mehr und mehr verunsichert
Nun wurde der Schiedsrichter mehr und mehr von den Aachener Zuschauern verunsichert, die natürlich unzufrieden mit der Leistung ihres Teams waren. Schlussendlich wurden die Aachener Bemühungen „belohnt“, da der Schiri bei einem regulären Zweikampf im 16er auf Strafstoß für den TSV entschied, fünf Minuten vor dem Schlusspfiff. Sportlich fair ging es hier leider nicht zu, egal ob Merler Fußballbrille oder schwarz-gelb, die gefoulte Spielerin gab offen vor den Merlern zu, dass dies kein Elfmeter war. Leider verwehrte sie vor dem Schiedsrichter diese Aussage, der den Elfmeter ausführen ließ.
Die Merler Torhüterin blieb auch hier wieder chancenlos, da die Kapitänin auch diesen Strafstoß unter die Latte steuerte und im Tor versenkte. Die Merlerinnen waren von dieser klaren Fehlentscheidung tief getroffen und so hatte Aachen sogar die Chance zum völlig unverdienten Lucky Punch. Die Rot-Weiße Torhüterin Anna Buschmann behielt hier aber die Nerven und klärte die Situation souverän. Ein großes Kompliment an Anna, die ein tolles Spiel zeigte und als gelernte Stürmerin lediglich spontan für die Stammtorhüterin Thea eingesprungen war, welche sich beim Aufwärmen verletzt hatte.
Am Ende stand es an diesem Samstag 4:4. Was von diesem Spiel bleibt, ist eine große Enttäuschung über den Punktverlust, aber Freude über eine großartige spielerische und kämpferische Leistung der Merlerinnen. Einen bitteren Beigeschmack lieferte das Verhalten der unzufriedenen Aachener Zuschauer, die Unzulänglichkeiten in den eigenen Reihen über verbale Äußerungen und Anfeindungen gegenüber der Merler Mannschaft zu kompensieren versuchten, sowie die Erkenntnis, dass ein Schiedsrichter im Alleingang ein solches Spiel entscheiden kann.
Die Merlerinnen haben nun erst mal Gelegenheit die Köpfe freizubekommen und sich gezielt auf die nächsten Spiele vorzubereiten.
Für den SV Rot-Weiß Merl spielten: Anna Buschmann, Leah Pingen, Alena Randolph, Jenny Peter, Anna Gante, Fiona Defanti, Maike Freund, Laura Neuking, Anna-Lena Leipelt, Sarah Schütz, Anastasia Bois, Hilal Kezgin, Johanna Sandfort und Marisa Montuori.
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