Fußball-Bezirksliga Ost
Fehlstart des VfB Linz
Linz. Nach der überraschenden 1:2 (0:2)-Heimniederlage am dritten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Hundsangen/Steinefrenz-Weroth ist der Fehlstart des ambitionierten VfB Linz perfekt. Die Zuschauer erlebten eine unterhaltsame Partie, die zunächst von den Platzherren dominiert wurde. Mit zunehmender Spielzeit ließen die Kaiserberger aber jegliche Aggressivität vermissen, um den mutigen und offensiv ausgerichteten Gästen ernsthaft entgegenzutreten. Besonderes Manko bei den Kaiserberger waren die schnellen Ballverluste im Mittelfeld sowie im Angriff, durch die die Kontrolle über das Spiel verloren ging. Einzig der starke VfB-Keeper Jan Lück bewies seine Zuverlässigkeit, war aber bei der 1:0-Führung der Gäste machtlos, als der SG-Angreifer Masaya Omotezako (10.) nach einem Abpraller per Abstauber erfolgreich war. Die Überlegenheit der Unterwesterwälder bewies sich in der 32. Minute, als Fabian Steinebach nach einem energischen Sololauf über das halbe Spielfeld seinen Mitspieler Marco Tautz bediente, der keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen. Und auch in der Folgezeit tauchten die Gäste immer wieder gefährlich vor dem einheimischen Kasten auf, wo der überragende Lück verhinderte, dass die Gäste schon in Durchgang eins die Partie zu ihren Gunsten entschieden. „Wir hätten noch höher führen können“, bedauerte SG-Trainer Ralf Hannappel, der noch vor dem Wechsel zwei verletzungsbedingte Wechsel vornehmen musste. Für Tobias Kegel kam Niklas Weber (19.) und Niklas Steinebach (45.) ersetzte Luca Heinz. In der zweiten Halbzeit zeigte das Schuster-Team ein anderes Gesicht, ergriff die Initiative und bewies seine Willensstärke und offensive Qualitäten. Nachdem die Hundsangener durch Tautz (77.) nach guter Vorarbeit von Marc Henkes das mögliche 0:3 vergaben, gelang den Platzherren fast im Gegenzug durch Linus Tücke (78.) der 1:2-Anschlusstreffer. Jetzt waren die Kaiserberger am Drücker und drängten vehement auf den Ausgleich. SG-Keeper Patrick Weimer stand mehrmals im Mittelpunkt und entschärfte zwei Großchancen der Linzer Tücke und Fabio Schopp, sicherte seiner Elf schließlich drei wertvolle Punkte. „Lediglich 45 Minuten guten Fußball zu bieten, reicht nicht aus, um Erfolg zu haben. Das geht nur über 90 Minuten mit überzeugender Leistung. Das ist unser Problem“, bilanzierte VfB-Coach Thomas Schuster nach dem Abpfiff, betonte aber im gleichen Atemzug: „Wir werden uns in den nächsten Begegnungen da rauskämpfen und wieder die nötigen Punkte holen.“
VfB Linz: Lück, Dillmann, Becker (83. Tolaj), Manuel Rott, Krupp, Fiebiger, Moritz Rott, Böcking, Anhäuser (46. Mamuti), A. Siljkovic (46. Tücke), Schopp.
SG Hundsangen/Steinefrenz-Weroth: Weimer, Hanke, Faulhaber (74. Kovacevic), D. Hannappel, F. Steinebach (82. Aßmann), Kegel (19. Weber), Heinz (45. N. Steinebach), Omotezako, Stahlhofen, Tautz, Henkes.
Schiedsrichter: Coshido Thelen (Sinzig).
Torfolge: 0:1 Masaya Omotezako (10.), 0:2 Marco Tautz (32.), 1:2 Linus Tücke (78.).
Vorschau: Vor einem schweren Gang steht am Sonntag der VfB Linz, wenn die Reise in den hohen Westerwald geht. Gastgeber ist Aufsteiger SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau, der mit drei Siegen und dem zweiten Tabellenplatz einen optimalen Saisonstart feierte. Die Mannschaft von Spielertrainer Björn Hellinghausen gilt als abwehr- und konterstark, zeigte bisher eine effiziente Chancenverwertung. Die Schuster-Elf erfüllte lediglich mit nur einem Punktgewinn nicht die Erwartungen, hat aber in den vergangenen Begegnungen auch ein wenig glücklos agiert und strebt Wiedergutmachung an. Die Partie, die um 15 Uhr auf dem Rasenplatz in Nistertal über die Bühne geht, ist eine gute Gelegenheit, den Schalter umzulegen und Kontakt zur Spitzengruppe wieder herzustellen. LS
