Lokalsport | 27.11.2023

Gemeinschaftsaktion der Ju-Jutsu Vereine Rieden und Mendig

Fokus lag auf Gewaltprävention und Selbstbehauptung

„Wie schwer es doch fällt, durch eine enge Menschengasse zu gehen“. Foto: Markus Hoffmann

Rieden. Eingeladen hatten der Ju-Jutsu Club Tanaka Rieden und der JJC Mendig zu einem Familienintensivtraining in der Gemeindehalle. Nachdem der letzte Familientag schon einige Jahre her ist, entschloss man sich, einen weiteren Aktionstag stattfinden zu lassen. Als Schwerpunkt für den Tag hatten sich die Trainer die Gewaltprävention und Selbstbehauptung vorgenommen. Jedes aktive Mitglied konnte Freund oder Geschwister mitbringen und so standen um 14.00 Uhr wieder zahlreiche Füße auf der Matte.

Unter dem Motto „NICHT-MIT-MIR!“ gestalteten die Verantwortlichen einen interessanten und abwechslungsreichen Nachmittag.

Um die Eltern kümmerte sich Birgit Schlemper, die als Landesfrauenreferentin des Verbandes viel Erfahrung im Bereich Frauenselbstverteidigung/ Selbstbehauptung mitbringt, und dieses gerne an die Zielgruppen in Ihren Kursen weitergibt. Aufmerksam lauschten die Eltern den Erzählungen von Birgit, die zum Anfang erst in der Theorie aufklärte. Körperhaltung und Körpersprache spielen daher eine entscheidende Rolle, um nicht in die klassische Opferrolle zu gelangen. Lautstark verbal attackiert zu werden, bringt so manchen an seine Grenzen noch handeln zu können. Birgit zeigte dann in der Praxis die Verteidigung mit Alltagsgegenständen wie Schirm, Löffel, Schlüssel usw. Selbst mit den einfachsten Dingen kann dem Gegner Schmerzen zugefügt werden.

Für die Kinder standen 2 Matten mit je einem Schwerpunktthema bereit. In der 1. Gruppe mit dem Thema: Gewaltprävention/Selbstbehauptung lernten die Kinder, was man allein mit seinem Gesichtsausdruck dem Gegenüber zu verstehen geben kann.

Mit Rollenspielen erarbeiteten sich Reinhold Rodammer und Andreas Müller zusammen mit den Kindern Lösungen, wie man sich Fremden gegenüber verhält, die Kinder im Auto mitnehmen wollen, Rangeleien im Schulbus oder Schulhof entgeht. Das 2. Themenfeld befasste sich der Ersten Hilfe, die Kinder konnten unter der Anleitung von Melina u. Joana Hoffmann die stabile Seitenlage erlernen, Verletzungen einschätzen und natürlich durfte mal ein Notruf simuliert werden.

Bei einer gemütlichen Pause mit Kaffee und Kuchen wurden dann schon mal erste Erfahrungen untereinander ausgetauscht. Frisch gestärkt ging es dann zum Endspurt. Zum Ausklang wurden noch einige lustige Abschlussspiele mit allen gespielt.

Alle Teilnehmer waren mit viel Spaß und Interesse dabei und so vergingen die Stunden wie im Flug. Die beiden Vereine bedanken sich für den schönen Nachmittag bei all denen, die teilgenommen und mitgewirkt haben.

„Erste Hilfe“ auch für die Kleinen ein wichtiges Thema. Foto: Markus Hoffmann

„Erste Hilfe“ auch für die Kleinen ein wichtiges Thema. Foto: Markus Hoffmann

„Wie schwer es doch fällt, durch eine enge Menschengasse zu gehen“. Foto: Markus Hoffmann

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