Boxunion Weißenthurm hatte eingeladen
Freude über großen Zuspruch
Einladungsturnier lockte nationale und internationale Athleten an - Traditionsverein besteht seit 51 Jahren
Weißenthurm. Mit einer solch erfreulichen Resonanz hatten Vereinsvorsitzender Florian Nickenig und sein Vorstand nicht gerechnet: Insgesamt 179 Sportler aus 28 Vereinen meldeten sich auf die Ausschreibung zum Einladungsturnier der Boxunion Weißenthurm. So hatte das Orga-Team ein regelrechtes Luxusproblem bei der Zusammenstellung des Programms. Insgesamt 25 Kämpfe wurden für den Veranstaltungstag organisiert, wobei Wert auf eine ausgeglichene Mischung aus jungen und erfahrenen Kämpfern gelegt wurde. Auch die Herkunftsorte der Athleten wurden bei der Terminplanung berücksichtigt: So konnten die aus Hamburg angereisten Sportler frühzeitig in den Ring steigen. Während die Jugend drei Runden mit jeweils einer Minute im Ring standen, waren dies bei den Jugendlichen dreimal zwei Minuten und bei den Herren sogar dreimal drei Minuten.
Der gastgebende Verein hat derzeit 9 neun aktive Boxer in seinen Reihen, wovon fünf die Gelegenheit zum Kräftemessen erhielten. Florian Nickenig, der den Verein seit dem Jahr 2015 leitet und auch selbst mit dem Titel des Vize-Südwest-Deutschen Meisters sehr erfolgreich ist, konnte aufgrund einer Verletzung leider nicht mitwirken. Doch die anderen aktiven Boxer zeigten gute Leistungen und bewiesen eindrucksvoll, welch gute Nachwuchsarbeit die Boxunion betreibt. Maßgeblich verantwortlich hierfür sind die Trainer Serge Wunder, Oktay Simsek und vor allem Sport- und Jugendwart Heinrich Ottersbach.
Heinrich Ottersbach schwört aufs Gesamtpaket
Mit stattlichen 73 Jahren (die ihm wirklich nicht anzusehen sind) hat er ein besonderes Händchen dafür, Jugendliche für den Boxsport zu begeistern. Stets wichtig für ihn ist dabei nicht nur der sportliche Aspekt: Auch Umgangsformen und entsprechende Leistungen in Schule und Beruf gehören seiner Meinung nach zum Gesamtpaket. „Schule und Beruf haben zunächst einmal Vorrang, denn vom Boxen allein können in Deutschland nur ganz wenige Menschen leben“, so Heinrich Ottersbach.
Als Trainerin in der Boxunion ist auch Christina Nickenig tätig, die von vielen Mitgliedern als „gute Seele des Vereins“ bezeichnet wird. Beim Einladungsturnier hatte sie wieder alle Hände voll zu tun und engagierte sich vielfältig. Auch angesichts der tatkräftigen Mithilfe vieler weiterer Vereinsmitglieder konnten die Zuschauer in der gut gefüllten Turnhalle bis in die Abendstunden sehr attraktive Kämpfe sehen. Selbstverständlich wurden hierbei die offiziellen Vorgaben alle eingehalten. Ergänzend zu den vier Kampfrichtern war auch Ringarzt Alan Brecht im Einsatz. Dieser kümmerte sich nicht nur um die Sportler, sondern zu später Stunde beim Abbau des Rings auch um einen Mitarbeiter der beauftragten Firma, der sich leider verletzte. Der unglückliche Unfall war der einzige Wermutstropfen der Veranstaltung, die durchweg bei allen Athleten und Zuschauern aufgrund der guten Organisation auf ein positives Echo stieß.
Wie Florian Nickenig mitteilte, möchte die Boxunion zukünftig wieder regelmäßig vergleichbare Turniere durchführen. Insofern würden die Verantwortlichen sich auch freuen, wenn weitere interessierte Sportler den Verein unterstützen würden, insbesondere im Jugendbereich. Die Trainingszeiten sind dienstags von 19 bis 21 Uhr, freitags von 20 bis 22 Uhr und samstags von 13 bis 16 Uhr. Weitere Informationen auch unter „www.boxunion.de“. GH
Das Team der gastgebenden Boxunion mit ihrem Vorsitzenden Florian Nickenig (2.v.l.).
Die Zuschauer in der Turnhalle der Weißenthurmer Grundschule sahen packende Zweikämpfe.
Die Turnhalle der Grundschule Weißenthurm verwandelte sich am Wochenende in eine Wettkampf-Arena des Boxsports.
