Lokalsport | 24.06.2015

57. ADAC ACAS H&R-Cup auf dem Nürburgring

Frikadelli-Racing war nicht zu stoppen

Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman sichern Porsche den 200. Sieg in der VLN-Geschichte

Start des dritten Laufes zur VLN Langstreckenmeisterschaft, an der Spitze der Porsche 997 GT3R von Frikadelli Racing. BURG

Nürburgring. Mit dem 200. Porsche-Gesamtsieg in der VLN Langstreckenmeisterschaft seit 1977 sicherten sich Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) beim 57. ADAC ACAS H&R-Cup einen Eintrag in die Memoiren der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Für das Team von Frikadelli Racing (Barweiler) war es der fünfte VLN-Gesamtsieg in der Teamgeschichte.

Dominanz der Porsche-Teams

Auch die nachfolgenden Positionen waren fest in der Hand der lokalen Porsche-Teams. Auf Position zwei überquerten Manuel Metzger (Schweiz) und „Gerwin“ im Porsche 911 GT3 Cup des Black Falcon Teams (Meuspath) die Ziellinie. Rang 3 belegten Marc Hennerici (Mayen) und Christian Menzel (Kelberg) mit einem Cup-Porsche von raceunion Teichmann Racing. Darüber hinaus feierten die RTR-Piloten, bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen, auch den Sieg in der hart umkämpften Porsche Cup-Klasse. „Die Leistungsdichte in unserer Klasse ist extrem hoch“, sagte Hennerici, der bei diesem Lauf erstmals ein Rennen mit einem Cup-Elfer der Baureihe 991 bestritten hatte. „In meinen ersten Rennrunden musste ich mich erst eingewöhnen, danach hat mich Christian per Funk angepeitscht, die perfekte Motivation.“ Hinter dem Spitzentrio komplettierten Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) im zweiten Frikadelli-Porsche sowie Adam Osieka (Meuspath) und Steve Jans (Luxemburg) im Porsche von GetSpeed Performance (Meuspath) die Top 5. Erst auf Rang fünf konnten Anders Buchardt (Norwegen), Matias Henkola (Finnland) und David Schiwietz (Hückeswagen) mit den BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport eine weitere Porsche Dominanz stoppen.

Beim ersten VLN-Lauf nach dem 24-Stunden-Rennen war das Feld mit nur 142 gestarteten Autos erwartungsgemäß ein kleineres, das die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife umrundete. In der leistungsstarken GT3-Klasse SP9 waren gar nur vier Autos gemeldet, wobei nach dem Unfall des zweiten Walkenhorst-BMW im Qualifying nur noch drei Fahrzeuge zum Rennen antraten.

Spannendes Duell

Dennoch entbrannte in den ersten Runden ein packendes Duell zwischen den späteren Siegern und dem Porsche von Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim), die im Zeittraining die Plätze eins und zwei belegt hatten. Nach einer Kollision beim Überrunden kam aber bereits am Ende der vierten Runde das Aus für den zu diesem Zeitpunkt in Führung liegenden Porsche vom Wochenspiegel Team Manthey. Damit war der Weg frei für die Besatzung der Frikadelli Porsches 997 GT3 R, die jedoch beim letzten Boxenstopp noch einmal um den Sieg zittern musste, als ihr Bolide Feuer fing. „Beim Nachfüllen hat sich Öl am Motorblock entzündet“, sagte Abbelen. „Das war ärgerlich, denn in meinem Schlussturn litt das Fahrzeug, vermutlich aufgrund des Löschpulvers, unter mangelnder Motorleistung. Wenn sich bewahrheitet, dass der Motor hinüber ist, war das ein teurer Sieg.“

Lokale Teams reüssierten

Aber nicht nur in der Gesamtwertung, auch in den unterschiedlichen Fahrzeugklassen boten die lokalen Teams erfolgreichen Motorsport. Der Sieg im BMW M235i Racing Cup entschied sich erst in der letzten Runde und ging an das Team Scheid - Honert Motorsport (Kottenborn) mit den Fahrern Jörg Weidinger (Schaftlach), Michael Schrei (Wallenhorst) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach), die damit auch die Tabellenführung in der VLN übernahmen. Mit einem ersten Rang in der Klasse H4 sowie der zweiten Position in der Klasse V6 konnte das Team Black Falcon seine Erfolgsbilanz mit weiteren Porsche-Fahrzeugen ergänzen. Ebenfalls mit einem Porsche pilotierten sich die Fahrer des Teams von Prosport-Performance (Herschbroich) in der Klasse V5 auf den zweiten Podiumsrang.

Die VLN-Saison 2015 findet bereits am 4. Juli mit der 46. Adenauer-World-Peace-Trophy ihre Fortsetzung. Dabei dürfen sich die Organisatoren des MSC Adenau mit der Premiere des den neuen Lexus GT3 von Farnbacher Racing und, Gerüchten zufolge, dem Renndebüt des neuen Mercedes AMG GT auf eine interessante Veranstaltung freuen.

Der RTR-Porsche auf dem Weg zu einer Podiumsplatzierung.

Der RTR-Porsche auf dem Weg zu einer Podiumsplatzierung.

Der Eifelblitz vom Team Scheid - Honert Motorsport siegte im BMW M235i Racing Cup.

Der Eifelblitz vom Team Scheid - Honert Motorsport siegte im BMW M235i Racing Cup.

Start des dritten Laufes zur VLN Langstreckenmeisterschaft, an der Spitze der Porsche 997 GT3R von Frikadelli Racing. Fotos: BURG

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