TuS Roland Brey e. V. bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Berlin
Fünf Medaillen für Brey
Brey. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften des Deutschen Turnerbundes in Berlin waren zehn Breyer Leichtathletinnen und -athleten mit dabei. Die Bilanz der Breyer: Zwei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Dazu eine Reihe von neuen Bestmarken. Den Anfang machte eine der Jüngsten: Elisabeth Gromes (W12-13). Sie konnte direkt im ersten Wettbewerb die erste Medaille erreichen. Mit dem 800 Gramm schweren Schleuderball warf sie im dritten Durchgang 33,79 Meter weit und konnte damit den Dritten Platz ergattern. Auch Lena Brunnhübner kämpfte um eine Medaille im Schleuderball, konnte aber mit 40,60 Meter nur den undankbaren vierten Rang erzielen. Im gleichen Wettbewerb warf Hannah Weiß 31,68 Meter und belegte damit den 14. Im Steinstoßen und Schleuderball ging Marina Haubrich (W20+) an den Start. Haubrich ist immer eine Medaillenkandidatin und stellte das eindrucksvoll unter Beweis. Zwei Starts – zwei Medaillen. Im Schleuderball gelang ihr im ersten Versuch die gute Weite von 56,27 Metern– Bronzemedaille. Mit dem 7,5 Kilogramm schweren Stein gelangen ihr 9,64 Meter und sie belegte damit den ersten Platz und bekam somit die Goldmedaille umgehängt. Franz Gromes (M16-17) hatte sich ebenfalls für Schleuderball Einzel qualifiziert und belegte dort mit 42,23 Meter den zwölften Platz. Im Deutschen Sechskampf der Altersklasse W14-15 wurde Judith Eich Sechste. Neben schwierigen turnerischen Elementen am Boden, Barren und Tisch, zeigte sie auch in der Leichtathletik tolle Ergebnisse. Die Kugel stieß sie 11,54 Meter weit, den Weitsprung beendete sie mit 4,97 Metern. Ihre Vereinskameradin Elisabeth Gromes wurde hervorragende Zweite im leichtathletischen Fünfkampf der W12/13. Ihre Leistungen im Einzelnen lauten 11,25 Sekunden über 75 Meter, 4,56 Meter im Weitsprung, 8,89 Meter im Kugelstoßen, 35,63 Meter im Schleuderball und 3:43,0 Minuten über 1000 Meter. Sie sammelte 47,59 Punkte. Lena Brunnhübner konnte die Altersklasse der W16/17 für sich entscheiden. Mit deutlichem Vorsprung erreichte sie den ersten Platz und verteidigte ihren Titel aus dem vergangenen Jahr. Dabei erzielte sie folgende Einzelergebnisse: 12,66 Sekunden über 100 Meter, 5,49 Meter im Weitsprung, 12,13 Meter im Kugelstoßen, 42,18 Meter im Schleuderball und 3:38,4 Minuten über 1000 Meter. In der gleichen Altersklasse startete Emily Hoodless. Auf der Meldeliste wurde sie mit der geringsten Punktzahl ganz hinten geführt – aber in Berlin startete sie eine furiose Aufholjagd und belegte mit 49,47 Punkten den 15. Platz. Im leichtathletischen Fünfkampf der Klasse M16-17 waren gleich zwei Athleten am Start. Samuel Alt wurde mit neuer Bestmarke von 48,24 Punkten Elfter. Vor allem im 1000 Meter Lauf zeigte er mit 3:08,1 Minuten eine starke Leistung. Franz Gromes wurde mit 44,97 Punkten 14.
Die weiteren Platzierungen: 25. Malte Weiß mit 35,61 Punkten im Fünfkampf, 22. Malte Weiß mit 26,96 Meter im Schleuderball, 16. Hannah Weiß mit 49,44 Punkten im Fünfkampf, 23. Carla Alt mit 43,92 Punkten im Fünfkampf, 21. Carla Alt mit 28,85 Metern im Schleuderball.
„Quali“ für die Deutschen Meisterschaften
Prächtiges Leichtathletikwetter und 214 Meldungen zum Mehrkampfsportfest in Bad Kreuznach: Die guten Rahmenbedingungen motivierten Judith Eich (TuS Roland Brey) zu herausragenden Leistungen. Sie übertraf die geforderte Qualifikationsnorm zu den Deutschen Meisterschaften im Block Wurf. Gefordert sind 2.475 Punkte, Judith Eich gelangen 2.535 Punkte. Spannend war es schon, da Judith erst tags zuvor etwas müde vom Deutschen Turnfest in Berlin zurückkam. Sich durchkämpfen war da die Devise. In ihrer ersten Disziplin 80 Meter Hürden blieb die Uhr bei 13,18 Sekunden stehen, eine gute Zeit. Im Kugelstoßen allerdings ein Dämpfer. Nur 10,38 Meter gelangen ihr da. In Berlin zwei Tage zuvor hatte sie noch über 11,50 Meter gestoßen. Auch im Weitsprung landete sie nur bei 4,77 Metern. Der Diskuswurf brachte die Wende – endlich. Der ein Kilogramm schwere Diskus segelte auf 30,85 Meter: Die Bestmarke steigerte sie damit über zwei Meter. Der abschließende 100 Meter Lauf bestätigte die bereits vorher ausgerechnete Qualifikationsnorm. Mit 2.532 Punkten blieb sie über 60 Punkte über der geforderten Norm. „Ich bin glücklich – aber platt“, zog sie als Fazit über das anstrengende Sportwochenende.
Judith Eich erreichte einen tollen zweiten Platz.
