Fußball-Rheinlandpokal 2022/2023, erste Runde
Für die Eintracht ist schon Schluss
SG Mendig/Bell kam bei der SG Viertäler Oberwesel nach einer schwachen Leistung mit 0:4 (0:3) unter die Räder
Oberwesel. Nach dem 5:1 (2:0) über die SG Ellscheid zum Meisterschaftsauftakt in der Fußball-Rheinlandliga gab es nur drei Tage später die große Ernüchterung: Mit einem sang- und klanglosen 0:4 (0:3) bei der in der Bezirksliga Mitte beheimateten SG Viertäler Oberwesel schied die SG Eintracht Mendig/Bell am Mittwoch der vergangenen Woche bereits in der ersten Runde des Rheinlandpokals aus. Nach dem VfB Wissen, der SG Altenkirchen, dem TuS Mayen und der SG HWW Niederroßbach erwischte es somit bereits den fünften Rheinlandligisten. Während Oberwesel in der zweiten Runde am Mittwoch, 31. August, um 19.30 Uhr beim Ligakonkurrenten SG Vordereifel antreten muss, bleibt der Mannschaft von der Brauerstraße lediglich die Zuschauerrolle. In der zweiten Runde greifen nun auch der SV Eintracht Trier, der FC Rot-Weiß Koblenz (beide Regionalliga Südwest) sowie die vier Oberligisten FV Engers, Sportfreunde Eisbachtal, Ahrweiler BC und TuS Kirchberg ein.
Die 80 Zuschauer auf dem Rasenplatz in Oberwesel sahen über 90 Minuten eine absolut einseitige Partie, in der die Gäste zu keiner Zeit an ihre Form aus dem Ellscheid-Spiel anknüpfen konnten. Bereits nach 180 Sekunden unterlief Florian Birnstock ein unglückliches Eigentor, Lukas Stüber legte nur sechs Minuten später das 2:0 für Oberwesel nach. Mit dem 3:0 durch Mauro Blotta nach gerade mal einer guten halben Stunde war die Begegnung praktisch entschieden (32.). Nach Wiederanpfiff traf Julian Vogt zum 4:0 (60.) und stellte damit gleichzeitig den aus Eintracht-Sicht deprimierenden Endstand her.
Das Team von Trainer Salvatore Nizza war über die komplette Spielzeit die unterlegene Mannschaft und verzeichnete nur eine nennenswerte Gelegenheit, als der Franzose Brice Braquin allein vor Torhüter Patrick Jussen am Schlussmann hängenblieb (23.). Die Gäste offenbarten große Schwächen im Aufbauspiel und leisteten sich zahlreiche Fehlpässe. Der Außenseiter aus Oberwesel setzte die Defensive der Gäste durch frühes Pressing unter Druck und versuchte es auf dem holprigen Geläuf in erster Linie mit langen Bällen, was im Endeffekt auch zum klaren und auch in dieser Höhe verdienten Erfolg führen sollte.
SG Viertäler Oberwesel: Patrick Jussen, Julian Stüber, Jonas Strunk, Chris Jäckel (59. Pierre Port), Niklas Henzel (58. Marco Henzel), André Lachenmaier (58. Sebastian Mitchard), Mauro Blotta, Lukas Stüber, Michael Hohl, Julian Vogt (77. Tim Jäckel), Philipp Löschner (7. Stefan Fahning).
SG Eintracht Mendig/Bell: Yannic Waupke, Milan Rawert, Mats Weiler, Nikolas Groß, Senad Sukic (46. Walid Hanioui), Florian Birnstock (68. Robin Rohr), Leroy Lehmann (74. Elami Salja), Ali Mirzaie (46. Johannes Limbach), Tim Montermann (71. Lars Assenmacher), Niklas Heinemann, Brice Braquin.
Schiedsrichter: Alexander Mroß (Nierderfell).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Florian Birnstock (3., Eigentor), 2:0 Lukas Stüber (9.), 3:0 Mauro Blotta (32.), 4:0 Julian Vogt (60.).
