Lokalsport | 22.03.2017

SV Rot-Weiß Queckenberg

Fußballsturm auf dem Mount Queck

Queckenberg. Vor dem Rückrundenheimauftakt des SV Rot-Weiß Queckenberg gegen den Spitzenreiter Galicia Bonn schienen die Rollen klar verteilt. Ein übriges tat die derbe und noch immer schmerzende 7:1-Auswärtspleite bei FC Pech II sieben Tage zuvor.

In den ersten zehn Minuten mussten sich die Männer von der Madbach erst einmal ein wenig schütteln und noch etwas Selbstbewusstsein tanken. Nachdem der Gast drei „Tausendprozentige“ hatte liegen lassen, waren die „Queckies“ endlich bereit für Verteidigung bzw. gar die Eroberung des Mount Queck. Man bot seinen Fans, aber auch dem Favoriten einen grandiosen Kampf. Capitano Klimaszewski hämmerte höchstpersönlich nach 22 Minuten einen Elfmeter zur Führung der Einheimischen in die Maschen; herausgeholt wurde der Standard durch Mittelfeldwühler Leifer.

Auch danach blieb die Lohaus-Truppe hellwach und angriffsfreudig. Der Ball wurde konsequent nach vorn getragen und fand immer wieder dankbare Abnehmer, vor allem in dem Bomber vom Bosporus, Degirme. Allein – das Runde wollte einmal mehr nicht ins Eckige. Als dann in der 35. Minute einmal die ansonsten hervorragend gestellte Abseitsfalle nicht zuschnappte, tauchte der Gast in Überzahl vor dem Watty-Gehäuse auf und glich aufgrund der ersten zehn Minuten nicht unverdient aus.

In der Halbzeit beschwor Lohaus seine Spieler eindringlich. Mit viel Rückenwind und nochmals deutlich erhöhter Schlagzahl berannten die „Queckies“ das Gästegehäuse. Warum der RWQ jedoch bisher auf lediglich 18 Saisontreffer verweisen kann, belegte eine abermals stark verbesserungswürdige Chancenverwertung. So vibrierte mehrmals das Torgestänge und brannten die Handschuhe des Gästekeepers lichterloh, doch die Kirsche wollte ums Verrecken nicht über die Linie. Das dieses Sturmfeuer nur noch zu zehnt abgebrannt wurde, merkte man nur beim Durchzählen der Akteure, nicht jedoch anhand der Spiel- und Chancenvorteile. Allerdings ergaben sich jetzt einige Konterchancen, worauf die Gäste nach wie vor lauerten. Da jedoch auch diese ihre wenigen Möglichkeiten vergaben, half der RWQ mit einem ganz unglücklichen Eigentor selbst nach (72.). Auch diesem Rückschlag trotzte man gewaltig. Declair wurde nun ins offensive Mittelfeld beordert, und überhaupt waren schließlich nur noch Wappenschmidt und Breuer als Ausputzer in der eigenen Hälfte aktiv, der Rest belagerte den Galicia Strafraum und feuerte aus allen Rohren. Schließlich hielt es auch Watty nicht mehr zwischen den eigenen Pfosten. Leider konnte man nicht einmal mehr das so hoch verdiente Pünktchen ergattern, sondern wurde kurz vor Ablauf der sechsminütigen Nachspielzeit einmal mehr ausgekontert (90. + 5).

Trotz der absolut unglücklichen Niederlage muss man den Spielern von der Madbach ein Riesenkompliment aussprechen. Das war Fußball voller Herzblut, Leidenschaft und Engagement. Mit diesem Feuer, diesem Charakter und diesem aufopferungsvollen Powerfußball setzte der RWQ ein deutliches Ausrufezeichen und reist nun optimistisch nach Meckenheim. Um 11 Uhr bittet am 26. März Schiedsrichterurgestein Manfred Ringelmann zum Tanz und die Lederkugel.

Aufstellung: Watty – Wappenschmidt, Declair, Jentsch, Heinrichs – Becker, Leifer, Arlt, Klemm, – Klimaszewski, Degirmen. Verstärkung: Breuer, Rau, Mücklich. Eiserne Reserve: Kappe, von Sturm.

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