LG Rhein-Wied

Geduldsprobe in Weinheimer Hitze

Geduldsprobe in Weinheimer Hitze

Kai Kazmirek lief bei der Kurpfalz Gala über 100, 200 und 110 Meter Hürden.

10.08.2020 - 13:36

Neuwied. Schneller als bei seinem WM-Bronze-Gewinn 2017 in London, schneller als bei seinem Olympia-Zehnkampf 2016 in Rio de Janeiro: Kai Kazmirek hat bei der Kurpfalz Gala in Weinheim über 110 Meter Hürden ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach 14,37 Sekunden im ersten Block (4. Platz) steigerte er sich im zweiten Durchgang deutlich auf 14,14 Sekunden und belegte mit dieser starken Zeit den dritten Rang.

„Mit dieser Zeit bin ich sehr zufrieden“, ordnete er das Ergebnis ein. Bevor die Meute endlich auf die Tartanbahn durfte, musste sie sich einer anderthalbstündigen Geduldsprobe unterziehen. „Es hieß immer wieder noch fünf Minuten, dann geht es los. Es war schwierig, sich warm und die Konzentration zu halten“, schildert Kazmirek. Ein Regenschauer, der die Messinstrumente einnässte und vorübergehend außer Gefecht setzte, verzögerte den Ablauf empfindlich.

Kazmirek nutzte die abgespeckte Version des hervorragend besetzten Meetings in Baden-Württemberg, um sich den kurzen Strecken zu widmen. Dass der Zehnkämpfer der LG Rhein-Wied über 100 Meter (10,88 Sekunden, Platz 24) und 200 Meter (21,80 Sekunden, Platz 8) gegenüber den Spezialisten das Nachsehen hatte, war zu erwarten.

Die halbe Stadionrunde lief Hendrik Reinhard in 22,23 Sekunden (Platz 13). „Über die 100 Meter hing die Konzentration trotz eines runden Rennens etwas hinterher und über 200 Meter war die Luft ein wenig raus“, fasste der Zehnkämpfer seine Läufe zusammen. „Die Zeiten waren aber alle in Ordnung.“ Zwei weitere Rhein-Wieder absolvierten in Weinheim ebenfalls ihre Generalproben für Braunschweig: Sophia Junk belegte im A-Finale über 100 Meter in 11,54 Sekunden Rang fünf beim Sieg von Rebekka Haase.

Für den Endlauf bei Windstelle hatte sich die 21-Jährige mit 11,49 Vorlauf-Sekunden (0,7 Meter pro Sekunde Rückenwind) qualifiziert. „Von der Zeit her war Weinheim zwar nicht besser als Regensburg, aber ich habe viel von meiner Technik umgesetzt, nur wenige Fehler gemacht und konnte einiges mitnehmen“, analysierte Junk. Die heißen Temperaturen, die wenigen Schattenplätze für die Athleten und die zeitlichen Verzögerungen im Ablaufplan kosteten allen das eine oder andere Hundertstel. Auch deshalb blieben die Finalistinnen hinter ihren Vorlaufzeiten zurück. Roger Gurskis 10,56 Sekunden aus dem Vorlauf reichten für den B-Endlauf, in dem er später allerdings nicht mehr startete.

In der Altersklasse U20 schaffte es Lennart Roos über 200 Meter auf Rang drei hinter den beiden Nachwuchs-Nationalkaderathleten Robin Ganter und Max Tank. „Durch das lange Warten in der Hitze habe ich mich etwas müde gefühlt. Die ersten 100 Meter konnte ich gut angehen, hinten heraus habe ich dann aber doch die Müdigkeit gespürt. Die Zeit ging ganz in Ordnung“, sagt Roos zu seinen 22,29 Sekunden.

Pressemitteilung

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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