Hertha Buschhoven - Energieleistung nach Rückstand
Gegen Angstgegner Merl dritter Sieg in Serie
Hertha Buschhoven - RW Merl II (Kreisliga B2) 4:3
Buschhoven. Fünf Spiele gegen Merl konnte die Hertha in der Vergangenheit nicht gewinnen und dabei bloß zwei Punkte holen. Der letzte Erfolg gegen die Rot-Weißen lag bereits fast drei Jahre zurück. Nach dem starken Sieg gegen Oedekoven aus der Vorwoche kam die Hertha, erneut auf eigenem Platz, aber nur behäbig in die Partie. Merl versuchte die Gastgeber bei Ballbesitz, frühzeitig unter Druck zu setzen, und provozierte viele Ballverluste.
Die Unruhe im Spiel der Hausherren nahm mit zunehmender Spieldauer spürbar zu und die Anzahl der Fehlpässe und Ungenauigkeiten im Aufbauspiel war erschreckend hoch.
Das 0:1 durch Halim Ekici nach zwanzig Minuten für die Gäste war die logische und verdiente Konsequenz.
Auch nach dem Gegentor nahm die Verunsicherung im zaghaften und ängstlichen Spiel der Hertha nicht ab und Merl kam erneut zum Torabschluss, Simon Stute war aber zur Stelle. Das 0:2 nach 38 Minuten durch Nabil Rabih konnte aber auch er nicht verhindern, nachdem die Merler erneut im Strafraum frei zum Abschluss kommen konnten.
Mit dem Pausenpfiff hätte Rot-Weiß gar fast noch auf 3:0 erhöhen können, erneut konnte Stute abwehren. Wie verwandelt kam Buschhoven eine Viertelstunde später aus der Pause.
Mit mehr Zug auf allen Positionen wollte sich die Elf zurück ins Spiel kämpfen und kam bereits fünf Minuten nach dem Seitenwechsel zum überraschenden Anschlusstreffer durch Roschan Monsef. Einen harmlosen Freistoß aus 40 Metern konnte Torwart Najm Almohammad nicht festhalten, der Ball rutschte ihm durch die Handschuhe ins Tor.
Das Tor war der endgültige Weckruf für die Hertha, die den Druck nun spürbar erhöhte. In der 55. Minute kam Dennis Schönenstein aufgerückt auf der rechten Strafraumseite an den Ball und traf mit seinem Schuss aufs kurze Eck genau ins Netz - 2:2. Die Unruhe, die das Spiel der Herthaner im ersten Durchgang noch bestimmte, war nun längst auf die Gäste übergesprungen, die nach der souveränen ersten Halbzeit mit dem veränderten Spiel ihrer Gegner nicht mehr klar kamen. Folgerichtig fiel nach einer Stunde auch das 3:2 für Buschhoven, wieder war Monsef der Torschütze, diesmal aus kurzer Distanz nach Vorlage von Marvin Schuster.
Doch Merl steckte nicht auf, der robuste Rabih tauchte in der 65. Minute frei vor Stute auf, umkurvte diesen und schob zum Ausgleich ein - das Spiel war wieder offen.
Hinten standen die Schwarz-Weißen bis zum Schluss dann aber sicher und vorne kreierte die Offensive weiter Chancen, die größte vergab Marco Weber nach starker Vorarbeit von Nico Dreßler nur knapp.
So war es Carsten Brünagel, der Thomas Arenz auf links auf die Reise schickte und Arenz brachte den Ball mit einem traumhaften Heber über den Keeper zum 4:3 im Tor unter (77.). Zwar kamen die Hausherren zum Schluss noch zu einigen Kontermöglichkeiten, es blieb jedoch beim aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten und lang ersehnten Sieg gegen Merl.
Vorschau
Am 28. Februar ist um 15 Uhr Merzbach zu Gast. Im vierten Heimspiel in Serie will die Hertha den vierten Sieg in Folge einfahren, wird gegen den Tabellenzweiten aber nur eine realistische Chance haben, wenn das Team die Leistung der zweiten 45 Minuten über 90 Minuten abrufen kann.
Gespielt haben: Stute, Schönenstein (70. Hennes), Arenz, Schuster, Overkamp, Quast, Monsef, Weber, Aslan (25. Brünagel), Dreßler, Schallenberg.
