TuS „Edegra“ Ediger-Eller
Gerd Schauf bezwang die Alpen
Läufer startete beim Swissalpin-Marathon im schweizerischen Davos
Ediger-Eller. Kürzlich war es endlich soweit. Zum Start des diesjährigen Saisonhöhepunkts waren es nur noch wenige Sekunden. Läufer Gerd Schauf aus Ediger-Eller stand mit 4.600 Läuferinnen und Läufern aus 56 Nationen um kurz vor 7 Uhr bei herrlichem Sonnenschein im schweizerischen Davos an der Startlinie. Mit Spannung blickte Schauf auf den Start des 31. Swissalpin-Marathons in Davos. 78 Kilometer alpines Gelände inmitten einer wunderschönen Gebirgslandschaft lagen vor ihm – die Königsdisziplin. Insgesamt mussten auf der Ultra-Distanz 2.560 Höhenmeter überwunden werden.
Nach dem Start ging es über Wiesen und Felder Richtung Filisur. Die Laufstrecke schlängelte sich entlang der Bahnlinie über Viadukte und durch kleinere Tunnel. Filisur (Kilometer 30) selbst zeigte sich als kleines schmuckes Dorf mit schweizerischen Flair. Von dort aus weiter nach Bergün (Kilometer 40) musste die erste größere Steigung in Angriff genommen werden, und das Feld zog sich immer weiter auseinander. Jetzt galt es, sich seine Kräfte einzuteilen für die kommenden zwölf bis 16 Kilometer. Die Keschhütte (Kilometer 52) als erste von zwei Spitzen, die es zu überwinden galt, lag auf 2.632 Höhenmetern. Hier trennte sich endgültig die Spreu vom Weizen. Und es zeigte sich einmal mehr, in welch guter Verfassung Gerd Schauf im Moment ist. Oben angekommen eröffnete sich den Läuferinnen und Läufer eine atemberaubende Aussicht auf das Schweizer Bergpanorama. Der Sertigpass (Kilometer 58) auf 2.739 Höhenmetern war nach Passieren eines kleines Bergsees die zweite Spitze, die es an diesem Tag zu überwinden galt. Von dort oben hatte man das Gefühl, die Berge lägen einem zu Füßen – einfach sensationell. Die letzten 20 Kilometer gingen fortan mit kleinen Zwischenanstiegen nur noch bergab zurück nach Davos, wo Gerd Schauf nach 9.20,33 Stunden als 88. im Gesamtklassement und 17. seiner Altersklasse überglücklich ins Ziel kam.
