Fußball-Rheinlandpokal
Gibt es ein Traumfinale auf dem Koblenzer Oberwerth?
TuS und Rot-Weiß kämpfen auswärts um den Einzug in das Endspiel
Koblenz. Zwei Mannschaften, ein Ziel - das Finale. Und das wäre, zumindest für die TuS Koblenz, im eigenen Wohnzimmer. Erstmals überhaupt in der Geschichte dieses Wettbewerbs wird das Endspiel am Oberwerth ausgetragen. Zwar gab es insgesamt bereits vier Finalspiele am Deutschen Eck, aber eben allesamt im Stadion in Metternich. Am kommenden Mittwoch (jeweils 19.30 Uhr) versuchen sowohl die Regionalligavertretung der TuS Koblenz als auch das Oberligateam von Rot-Weiß Koblenz, das Rheinlandpokalfinale zu erreichen.
Sportfreunde Eisbachtal - RW Koblenz. Für die Sportfreunde Eisbachtal wäre Koblenz ein gutes Pflaster. 1980 holten sie sich in der Metternicher Kaul gegen den TSV Lehmen (5:1) ihren ersten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. Den zweiten gab es 1998, wo in Polch ein 2:0-Erfolg über den SV Prüm zu verzeichnen war. Rot-Weiß Koblenz, die Mannschaft von Trainer Fatih Cift, hat erstmals überhaupt in der Vereinsgeschichte ein Pokalhalbfinale erreicht und könnte nun mit einem weiteren Sieg für das (mögliche) Traumfinale sorgen.
VfB Wissen - TuS Koblenz. Ein Duell mit Tradition im Pokal, das zuletzt vor gut drei Jahren auf dem Spielplan stand. Hier war es allerdings noch das Viertelfinale, wo die Schängel die Westerwälder damals forderten und selbst auch gefordert wurden. Denn unter dem Strich tat sich die TuS schwer und schaffte ein Weiterkommen nur im Elfmeterschießen (8:7). Die damaligen Voraussetzungen ähneln den heutigen. Der VfB Wissen bewegt sich erfolgreich in der Bezirksligaspitze und hält aktuell noch Kontakt zu den Spitzenteams. Die TuS kämpft gegen den Abstieg in der Regionalliga. Insgesamt stehen sich beide Clubs zum achten Mal in einem Pokalwettbewerb gegenüber. Den Pokalsieg feierten übrigens beide Mannschaften. Die TuS gehört mit ihren bisherigen fünf Titeln zu den erfolgreichsten Clubs im Wettbewerb. Wissens Siege liegen lange zurück: 1959 gab es ein 2:1 gegen den SC Rhein-Ahr Sinzig und 1961 ein 8:2 über den SV Ehrang, als der VfB den höchsten Finalsieg der Geschichte feierte.
TH
