Medaillenregen in Gotha
Gold für Markus Paquée
Region. Medaillenregen für die Leichtathletik-Senioren der LG Rhein-Wied bei der deutschen Masters-Meisterschaft in Gotha. Sie trugen sechs Titel und zwei weitere Medaillen davon.
Seriensieger Friedhelm Adorf setzte sich kein geringeres Ziel als seine drei Vorjahrestitel über 100, 200 und 400 Meter zu verteidigen. Die Mission ist souverän geglückt. Der Westerwälder duellierte sich auf der kürzesten Distanz mit seinem Dauerrivalen Eberhard Linke von der LG Kindelsberg Kreuztal und war mit Saisonbestleistung von 14,64 Sekunden der deutlich Schnellste. Über 400 Meter verhinderten nasskalte und windige Bedingungen eine schnellere Zeit als 82,72 Sekunden. Dabei ging Adorf aber auch nicht ans Limit, schließlich folgte am nächsten Tag noch der 200-Meter-Endlauf. „Ich bin nur auf einen lockeren Sieg gelaufen, um mich für das 200-Meter-Finale zu schonen“, erklärte er. Auf der halben Stadionrunde träumt der Europarekord-Inhaber immer noch vom Weltrekord, der bei 29,54 Sekunden liegt. In Gotha erreichte er 30,48 Sekunden und seinen drittel Titel beim dritten Start in der Altersklasse M80.
In seiner Spezialdisziplin Hürdensprint musste Markus Paquée (M50) bei deutschen Meisterschaften aufgrund von Pandemie und Verletzungen vier Jahre lang auf einen Titel warten. Diese Zeit endete am Wochenende. Bei leichtem Rückenwind fand er sofort nach dem Startschuss schnell in seinen Rhythmus und ging direkt in Führung. Bis zur Ziellinie baute Paquée seinen Vorsprung auf knapp eine Sekunde aus und gewann in 14,42 Sekunden die Goldmedaille über 100 Meter Hürden. Der bisherige Landesrekord wurde um 0,28 Sekunden verbessert. Im Anschluss holte sich der Rhein-Wieder im Speerwurf mit seinem ersten Versuch (50,39 Meter) die Bronze-Medaille und über 200 Meter nach einem kräftezehrenden Lauf einen guten vierten Platz (25,20 Sekunden). Über 100 Meter komplettierte er die Medaillensammlung. Bei Windunterstützung von 1,7 Meter pro Sekunde wurde es Silber in 12.24 Sekunden.
Heinz Schwarz dominierte auf den Mitteldistanzen der Altersklasse M75. Sowohl über 800 Meter (2:56,44 Minuten) als auch über 1500 Meter (6:12,14 Minuten) gewann er die Meisterschaft. Weitere Rhein-Wied-Starter waren Peter Busch, der im Diskuswurf der M75 Achter wurde (25,88 Meter) und Susanne Paprotta, die Fünfte über 400 Meter (1:06,81 Minute) und Neunte über 800 Meter (2:36,48 Minuten) der W35.
