SV Eintracht Mendig, Abteilung Tischtennis
Große Enttäuschung im Abstiegskampf
Mendig. Ein Wochenende mit viel Freizeit war es nicht, das nun hinter den Spielern der Eintracht liegt. In der 1. Rheinlandliga war am Samstag der Tabellennachbar SG Sinzig/Ehlingen zu Gast. Dieses Spiel sollte das Startsignal bringen für den Kampf um den Klassenverbleib. Aber da war wohl vor allem der Wunsch Vater des Gedankens. Beim Duell der Kellerkinder musste für die Mendiger unbedingt ein Sieg her, um die Hoffnungen nicht endgültig sterben zu lassen. Dass diese durchaus berechtigt waren, zeigte das Resultat der Herbstrunde. Da gewannen die Mendiger in Sinzig nämlich knapp mit 9:7.
Beim Rückspiel nun ging es mit viel Engagement von beiden Seiten in die Doppel. Die Spiele nahmen äußerst enge Verläufe. Während sich auf Mendiger Seite Henrik Euteneuer/Jonathan Bogolowsky erst im Entscheidungssatz mit 11:9 durchsetzen konnten, mussten sich Dr. Claus Court/Dieter Uenzen mit dem gleichen Ergebnis auch im fünften Satz geschlagen geben. Der 2:1-Rückstand nach den Eröffnungsdoppeln war noch nicht dramatisch, zumal Euteneuer im ersten Einzel als Sieger den Tisch verließ. Beim Zwischenstand von 2:2 waren die Hoffnungen auf den Doppelpunktgewinn noch am Leben.
Ernüchterung brachten dann die folgenden Einzel. Nicht ein einziges Spiel konnte gewonnen werden, wobei Daniel Dechert eine noch nicht ausgeheilte Knöchelverletzung behinderte und Patrick Assenmacher und Dr. Claus Court erst im fünften und entscheidenden Satz das Nachsehen hatten. Statt des erhofften Doppelpunktgewinns steht jetzt eine enttäuschende 2:9-Schlappe gegen den ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Gegner zu Buche. Neben dem nötigen Quäntchen Glück fehlte irgendwie bei den Vulkanstädtern der unbedingte Siegeswille und das felsenfeste Selbstvertrauen in das eigene Leistungsvermögen, um die Gäste bei dem faktischen Vier-Punkte-Spiel in die Schranken zu weisen. Es war ein schwerer Rückschlag beim Kampf gegen den Abstieg, den wohl auch ein Wunder nicht mehr verhindern kann.
Punktgewinn unwahrscheinlich
Mit dieser Niederlage im Gepäck stand tags darauf die Auswärtspartie beim Tabellenvierten VfR Simmern II auf der Agenda. Schon vor dem Spiel war den Mendiger Akteuren natürlich bewusst, dass ein Punktgewinn in Simmern unwahrscheinlich wäre. Entmutigend kam hinzu, dass die halbe Mannschaft ausfiel und durch Steven Schneider, Dieter Uenzen und Max Seul aus dem Reserveteam ersetzt werden musste.
Und doch waren es gerade die Reservisten Schneider/Seul, die bei den Doppeln am dichtesten an einem Punktgewinn dran waren und erst im Entscheidungssatz bezwungen wurden. Das Highlight dieser Begegnung bot der sportliche Auftritt von Henrik Euteneuer, der erneut seine Rheinlandligatauglichkeit unter Beweis stellte. Beide Gegner mussten sich seiner Spielstärke beugen und ihm nach den zwei Spitzeneinzeln (jeweils 1:3-Niederlagen) gratulieren. Auch der zweite Spieler aus dem oberen Paarkreuz, Jonathan Bogolowsky, bot eine ansprechende Leistung und holte im direkten Vergleich einen Punkt. Dr. Claus Court stand wie schon am Vortag Fortuna nicht zur Seite. So ging erneut ein Fünf-Satz-Spiel verloren. Insgesamt gelangen also gegen diesen starken Widersacher drei Punkte und damit ein durchaus respektables Ergebnis (9:3). Nach diesem Wochenende ist zu resümieren, dass der Abstieg wohl nicht mehr zu verhindern ist.
Noch ohne Sieg in der Frühjahrsrunde konnte Mendigs Reserve in der 1. Bezirksliga auch im Auswärtsspiel beim TTC Mülheim-Urmitz/Bahnhof III den Bock nicht umstoßen. Wenigstens das Doppel eins der Mendiger mit Mirko Heuft/Niklas Kohlhaas nahm den Gastgebern einen Punkt ab zum Zwischenstand von 1:2. Heuft war es auch, der einen Einzelpunkt beisteuern konnte. Darüber hinaus gelang es nur noch Jiraphat Bunsong, nach einem umkämpften Fünf-Satz-Spiel als Sieger die Box zu verlassen. Dicht an einem Punktgewinn dran war noch Steven Schneider, der sich erst nach dem fünften Satz geschlagen geben musste. Diese Niederlage mit 3:9 festigt den vorletzten und damit sicheren Abstiegsplatz und lässt dem Team keine Hoffnungen mehr auf den Klassenverbleib.
Krasser Außenseiter
Schlusslicht Mendig empfing in der 2. Bezirksliga am vergangenen Freitag den Tabellenführer TuWi Adenau. Das dritte Herrenteam der Vulkanstädter rechnete als krasser Außenseiter fest mit einer Niederlage und war um Schadensbegrenzung bemüht. Bei den Eröffnungsdoppeln hatten nur Philipp Büchel/Albert Munk die Chance auf einen Punktgewinn, mussten aber nach dem Entscheidungssatz den Gegnern den Punkt überlassen. Für den Ehrenpunkt sorgte dann ein leidenschaftlich kämpfender Philipp Büchel, der seinen Gegner im fünften Satz niederrang. Die klare 1:9-Niederlage spiegelt deutlich die Leistungsunterschiede beider Teams wider und zementiert weiter die hoffnungslose Tabellensituation der Mendiger.
