Handballer des RTV-M1883 I setzen Erfolgsserie fort
Rheinbach. Die Oberligahandballer des RTV-M1883 trotzen allen personellen Widerständen und setzen ihre Erfolgsserie mit einem 27:29-Auswärtssieg beim HC Weiden 2 fort.
Die sowie schon personell gebeutelte RTV-Truppe musste kurzfristig noch auf die erkrankten Milan Künkler und Bastian Stürmann verzichten, so dass Trainer Dietmar Schwolow nur acht Feldspieler zur Verfügung standen. Trotzdem hatte der RTV einen guten Start und konnte sich über 2:4 (9.) auf 5:8 (17.) absetzen. Dann folgte ein fünfminütiger Black-Out und die Hausherren gingen nach einem 5:0-Lauf mit 10:8 in Führung (22.).
Doch der RTV stabilisierte sich wieder und über den 10:10-Ausgleich gelang eine knappe 13:15-Pausenführung. Nach dem Wechsel konnte sich der RTV auf 19:23 (40.) absetzen und den Vorsprung dank eines starken Torwartleistung von Elias Hoven bis zum 24:29 (54.) halten.
In den letzten Spielminuten ließen Kraft und Konzentration merklich nach, doch der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.
Es spielten: Leon Thürnau (TW, 1. Hz.), Elias Hoven (TW, 2. Hz), Timm Schwolow 8/4, Daniel Engel 2, Nico Eusterholz 3, Marius Schmitz 6, Mats Hoffstadt 2, Lukas Kazimierski 4, Jakob Kazimierski 4 und Janek Klassen
Verletzungsbedingte Spielabsage des RTV-M1883 II - Unverständnis über Reaktion des Verbandes
Es hätte ein sportlich grandioser Samstag mit einem Spitzenspiel der ungeschlagenen Rheinbacher 2. Mannschaft beim Tabellennachbarn 1. FC Köln werden können. Am Ende bleibt nur Frust, Ärger und völliges Unverständnis zur Reaktion des Handballverbandes Mittelrhein.
Von vorne: Mit dem Doppelerfolg gegen Pulheim II und Aachen III setzte die 2. Mannschaft des RTV ihre Erfolgsserie in der Landesliga Mittelrhein am Wochenende 15./16.10.22 fort. Schon bald zeigte sich aber, dass diese Siege mehr als teuer erkauft waren.
Der eh schon üppigen Verletzten- und Krankheitsliste musste man bei den Rheinbachern gleich vier weitere verletzte Spieler hinzufügen, drei Spieler stehen dem Kader hierbei direkt für längere Zeit nicht zur Verfügung.
Mit nur vier gesunden Feldspielern und zwei Torhütern war unter der Woche an ein Handballspiel gar nicht zu denken. Klare Sache, um Spielverlegung bitten?
Die Suche nach möglichen Ausweichterminen mit den Kölner Gastgebern war leider nicht erfolgreich. Der enge Rahmenspielplan und fehlende Hallenkapazitäten in Köln ließ eine Zustimmung zur Rheinbacher Bitte um Verlegung nicht zu. Auch ein von Rheinbacher Seite vorgeschlagener Tausch des Heimrechts wurde abgelehnt.
Schweren Herzens aber mit Blick auf die Kadersituation alternativlos mussten die Rheinbacher dem Handballverband Mittelrhein mitteilen, keine spielfähige Mannschaft für den Spieltag zu haben.
War die Verlustwertung für den bisherigen Spitzenreiter aus Rheinbach noch erwartet worden, sorgte jedoch kurze Zeit später der eingehende Gebührenbescheid des Handballverbandes für Entsetzen: 250 Euro Strafgebühr aufgrund schuldhaftem Nichtantreten sollen die Rheinbacher Handballer für ihre Bemühungen zahlen, das Spitzenspiel zu einem anderen Zeitpunkt durchzuführen.
Dem Rheinbacher Handball-Abteilungsleiter Michael Krämer fehlen hierzu die Worte: „Wir haben alles versucht, um das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt noch anzusetzen. Am Ende war eine Einigung Köln nicht möglich und uns blieb nur die Absage des Spiels. Wir suchen gesamtgesellschaftlich nach Lösungen, um dem hohen Krankheitsstand ganzer Branchen zu begegnen und unsere personellen Ressourcen zu schützen. Auf der sportlichen Ebene erfahren wir genau das Gegenteil und erleben eine zunehmende Spaltung der Vereine,“ so ein sichtlich fassungsloser Michael Krämer.
