Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.
Handballer in der Brex
Trainingslager der TSB I fand in heimischen Gefilden statt
Bendorf. Warum in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah? So oder ähnlich formulierte es schon Johann Wolfgang von Goethe im 18. Jahrhundert (wohl im Gedanken an Bendorf). Einen vergleichbaren Gedankengang, neumodisch „Back to the roots“ ausgedrückt, hatten auch die Verantwortlichen der Turnerschaft Bendorf im Hinblick auf das diesjährige Trainingslager. Wurde in den vergangenen Jahren die zweite Phase der Saisonvorbereitung stets mit auswärtigen Aufenthalten in Luxemburg oder Ungarn eingeläutet, so ging es zu Ehren von 95 Jahren Handball in Bendorf in diesem Jahr in die Untiefen von Sään (hochdeutsch: Bendorf-Sayn), genauer gesagt ins Brexbachtal.
Umgeben von Wiesen, Wald und dem Brexbach, mit dem manchen eine nähere Bekanntschaft verband, schlug die TSB von Donnerstag bis Sonntag die Zelte im fürstlichen Stadtteil auf. Die Trainingseinheiten selbst fanden zum Großteil in der Sporthalle der Karl-Fries-Schule statt. Hochmotiviert wurde in unzähligen Trainingseinheiten an der spielerischen Leistung gewerkelt. Damit diese auch am praktischen Beispiel abgerufen werden kann, wurden Freundschaftsspiele in Mülheim und Geislar bei Bonn vereinbart. Gegen die klassenhöheren Teams zeigte sich die Barthel-Becher-Truppe trotz müder Knochen gut aufgelegt und kämpfte über 60 Minuten. Ebenso standen zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Teamgefüges auf dem Plan, darunter ein Ausflug in den Sayner Kletterwald, gesellige Abende am Lagerfeuer und vieles mehr. Die Verpflegung während des gesamten Trainingslagers blieb Chefsache: Der wiedereröffnete „Klatsch“ am Kirchplatz, das Restaurant „Di Vino“ und die „Sayner Scheune“ verköstigten die Handballer vom Feinsten. Der Förderverein „Handball Forum 09 Bendorf“ kümmerte sich um die Organisation, Rundumbetreuung und die Finanzierung des Trainingslagers.
Trainer Christoph Barthel freute sich entsprechend über ein gelungenes Trainingslager: „Zwar konnten wir nicht auf den kompletten Kader über die vier Tage zurückgreifen, aber dennoch haben wir gute und intensive Einheiten absolviert. Wir konnten demnach einen guten Schritt nach vorne machen. Auch der Zusammenhalt von den Jungs wurde durch die diversen Maßnahmen verfestigt.“ Im Hinblick auf die anstehende Saison erwartet Barthel eine Steigerung im Vergleich zur letzten Spielzeit. „Was wir brauchen, ist noch mehr Konstanz in unserem Spiel“, äußerte er. „Wir möchten einen schönen, ansehnlichen Handball zeigen und uns letztlich auch für unsere Bemühungen belohnen.“
Los geht es am Donnerstag, 1. September, mit dem Pokalspiel gegen Vallendar. Anpfiff ist um 20 Uhr in der WRG-Arena. Das erste Ligaspiel steht am Samstag, 10. September, zu Hause gegen den TuS Weibern an, Beginn 19.30 Uhr.