Lauftreff TV Urbar
Hartfüssler Trail, Halbmarathon und ein schneller 10er...
Herbi Goeth siegte in Wallmerod in seiner Altersklasse
Urbar. Hartfüssler, so nannte man die Bergleute im Saarland, die früher zu Fuß zu ihrer Arbeitsstätte lange Wege zurücklegen mussten. Die Bergleute marschierten Tag für Tag und Jahr für Jahr auf den „schwarzen Wegen“ zur weit entfernten Grube. Der Hartfüssler-Trail soll an diese Zeit erinnern und dieses kulturelle Erbe in die Zukunft tragen. Auch zwei Mitglieder vom TV Urbar machten sich Ende August auf den Weg zum 5. RAG Hartfüssler Trail. Angeboten wurden vier Distanzen, 7,7 Kilometer, 14 Kilometer, 30 Kilometer und die lange Strecke mit 58 Kilometern. Mareike Sültz und Frank Hardt hatten sich für die lange Etappe entschieden und gingen um 9 Uhr mit ca. 130 anderen Läufern an den Start. Der Trail führte durch verwunschene Täler zu Fördertürmen im Saarkohlewald. Eine besondere Herausforderung stellten die Halden mit ihren steilen Anstiegen dar. Auf ihren Gipfeln wurden die Läufer mit schönen Aussichten bis in das Nachbarland belohnt. Waren anfangs die Temperaturen noch erträglich, stiegen sie um die Mittagszeit auf 33 °C an. Das Laufen auf den dunkelgrauen Halden fühlte sich an wie ein Ritt durch den Backofen. Nach 50 Kilometern folgte noch eine Bachdurchquerung, die für eine kleine Abkühlung sorgte. Nach 7:57 Stunden liefen beide ins Ziel ein. Das bedeutete den 11. Platz für Mareike und für Frank den 40. Platz in ihren jeweiligen Altersklassen. Die Läufer waren sich nach dem Trail-Lauf einig, dass dieser Run ein besonders schöner Lauf durch eine urwaldartige Landschaft mit teils surrealen Eindrücken ist.
RWE Hunsrückmarathon
Am gleichen Tag gingen auch Almuth Sax, Udo Knickelmann und Pit Stubbe beim 16. RWE Hunsrückmarathon über die 21 Kilometer lange Halbmarathon-Distanz an den Start. Ihr Start erfolgte allerdings erst um 11.30 Uhr und es wurde noch wärmer.
Der Start erfolgte in Kastellaun und die ersten 6 Kilometer zogen sich auch durch und um den Ort herum, bevor es dann auf die alte, zum Radweg ausgebaute, Bahntrasse nach Simmern ging. Zum Glück gab es genügend Versorgungspunkte, an denen auch jeweils Duschen für die Teilnehmer aufgestellt waren. Bei ca. 35 C° wurde von den Abkühlungen auch reichlich Gebrauch gemacht. Die Hitze forderte selbst von den Spitzenläufern ihren Tribut. Im Schnitt kamen die Finisher circa 10 Minuten langsamer ins Ziel als bei normalen Bedingungen. Die drei Läufer schafften es aber vor allem gesund ins Ziel. Pit kam nach 1:55 Stunden, Udo nach 2:06 Stunden und Almuth nach 2:14 Stunden an.
Traditionslauf in Wallmerod
Am letzten Wochenende startete dann wieder Herbi Goeth beim 26. Traditionslauf in Wallmerod über die 10 Kilometer-Strecke. Gleichzeitig war dies der achte Lauf der Wäller Laufcup-Serie.
Das Wetter an diesem Tag war nahezu perfekt und so ließ es Herbi auf der schnellen flachen Wendepunktstrecke mal richtig krachen. Mit 39:55 Minuten flog er förmlich ins Ziel und belegte natürlich in seiner AK 55 den ersten Platz und gesamt den siebten. Und das mit knapp 58 Lenzen. Auch der Gesamtsieg der Laufcupserie dürfte ihm damit sicher sein.
