Deutsche Tischtennis-Meisterschaften
Heidi Wunner - Deutsche Meisterin im Mixed
Rheinbreitbach. Am Ende der Titelkämpfe um die Deutsche Meisterschaften bei den Tischtennis-Senioren in Bielefeld wusste Heidi Wunner zunächst nicht so recht, ob sie sich ärgern oder freuen sollte. Immerhin hatte sie im Mixed den Titel gewonnen und in der Damendoppel der Ü-75-Klasse zudem einen fantastischen dritten Platz geholt. Und dennoch ärgerte sich die Rheinbreitbacherin über ihr unglückliches Ausscheiden im Viertelfinale der Einzelkonkurrenz gegen die spätere Titelgewinnerin Karin Niemeyer. Ein Titelgewinn bei Deutschen Meisterschaften ist immer etwas ganz Besonderes“, freute sich die Rheinbreitbacherin bei der Siegerehrung im Mixed. Und spätestens als sie zusammen mit ihrem brandenburgischen Partners Siegfried Lemke ganz oben auf dem Podest stand, war auch der Ärger über die verpasste Chance im Einzel schnell wieder verflogen. „Wir haben nicht nur gut miteinander harmoniert, sondern im Finale und zuvor im Halbfinale auch Nervenstärke gezeigt“, so Wunner. Die war auch nötig, denn beide Spiele standen lange Zeit auf des Messers Schneide und endeten erst im fünften Entscheidungssatz. Insbesondere im Finale war die Partie bis zum letzten Ballwechsel ausgeglichen. Beim Stande von 10:8 riskierte Wunner aus einer bedrängten Situation heraus einen Angriffsball, erwischte damit ihre Gegner auf dem falschen Fuß und sicherte damit den Titelgewinn gegen das hessisch/niedersächsiche Doppel Karin Niemeyer/Dieter Lippelt, die beide anschließend auch in der Einzelkonkurrenz erfolgreich waren. Auch in der Damen-Doppelkonkurrenz wusste Heidi Wunner an der Seite ihrer langjährigen Partnerin Karla Gutschmidt mit dem dritten Platz vollauf zu überzeugen. Nach einem ungefährdeten 3:0-Erfolg im Viertelfinale, mussten sich die beiden im Halbfinale Lore Eichhorn/Margret Tepper geschlagen geben. Am Ende stand zwar eine 0:3-Niederlage, alle Sätze waren jedoch spannend und bis zum Schluss hart umkämpft. In der Damen-Einzelkonkurrenz verhinderte letztlich auch die Auslosung der Partien eine bessere Platzierung der Rheinbreitbacher Ausnahmesportlerin. Bereits im Viertelfinale traf Wunner auf die spätere Siegerin Karin Niemeyer vom hessischen Tischtennisverband. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und dem Verlust der ersten beiden Sätze fand Wunner immer besser in die Begegnung und verkürzte auf 2:1. Im vierten Satz führte sie bereits mit 10:8, sah wie die sicherere Gewinnerin aus, leistete sich dann jedoch zwei Leichtsinnsfehler, die letztlich dann die hauchdünne Niederlage einleiteten. Natürlich freue ich mich riesig über die beiden Plätze auf dem Podium“, so Wunner, die ihrer ohnehin schon umfangreichen nationalen und internationalen Titelsammlung einen weiteren grandiosen Erfolg hinzufügen konnte.
