SV Rheinbreitbach
Holpriger Saisonstart für Rheinbreitbachs Tischtennisspieler in der Kreisliga
Rheinbreitbach. Mit einem 10:2 Kantersieg im Nachbarschaftsduell gegen Ockenfels sicherten sich die Tischtennisspieler des SV Rheinbreitbach nach zwei Auftaktniederlagen am Wochenende die ersten Punkte in der Kreisliga und sprangen in der Tabelle damit gleich auf den vierten Tabellenplatz. Ein toller Start hingegen gelang der zweiten SVR-Vertretung in der 2. Kreisklasse. Nach der eher unglücklich verlaufenen Vorsaison, die im Februar abgebrochen wurde, setzte sich das Quartett ohne Niederlage und mit 7:1 Punkten in der Spitzengruppe der Tabelle fest. Während die dritte Mannschaft mit nur einem Zähler aus drei Begegnungen auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen ist, ist die Jugend in der Anfängerklasse noch ungeschlagen.
„Das war endlich einmal wieder eine überzeugende Vorstellung“, freute sich SVR-Mannschaftskapitän Reinhard Ahlke nach dem deutlichen 10:2-Sieg gegen Ockenfels in der Kreisliga. „Erstmal seit langer Zeit hatten wir wieder unsere stärkste Truppe am Start und haben gezeigt, dass wir in dieser Konstellation keinen Gegner in dieser Klasse fürchten müssen.“ Besonders die Rückkehr der beiden Spitzenspieler Alexander Lorbeck und Horst Baermann, die beide zum ersten Einsatz in dieser Saison kamen, machte sich positiv bemerkbar. Stark auch das untere Paarkreuz mit Reinhard Ahlke und David Riddering, die ebenso wie Niels Assenmacher ungeschlagen blieben.
Ein noch nie da gewesenes Kuriosum erlebten die Rheinbreitbacher in der ersten Pokalrunde in Vallendar. Als sie in Vallendar ankamen, standen sie ebenso die Hausherren vor einer verschlossenen Halle. Und dies nicht etwa aufgrund einer kurzfristen Hallenschließung wegen Corona, sondern weil Vallendar schlicht übersehen hatte, dass die Halle für eine andere Veranstaltung gebucht war. Das Spiel wurde kampflos für Rheinbreitbach gewertet, dass damit die nächste Runde erreichte.
Einen furiosen Start in die neue Saison erwischte Rheinbreitbachs zweite Mannschaft. Nach dem historischen 12:0-Erfolg über Bad Hönningens Reserve setzte sich das Quartett mit 7:1 Zählern im oberen Tabellendrittel der 2. Kreisklasse fest. Mit den beiden Routiniers Ekkehard Ridder und Klaus Riddering haben die Rheinbreitbacher gleich zwei Akteure, die unter den ersten fünf der Spielerrangliste stehen. Darüber hinaus zeigten aber auch Patrick Knopp und Jugendspieler Paul Ahlke konstant gute Leistungen, so dass sicher noch die ein oder andere Überraschung zu erwarten ist. Da es in dieser Klasse voraussichtlich drei Aufsteiger geben wird, ist hinter der Übermannschaft aus Maischeid, so scheint es, alles möglich.
Nach einem Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Windhagen hatte Rheinbreitbachs dritte Mannschaft in den nachfolgenden Begegnungen immer wieder mit Aufstellungsproblemen zu kämpfen und kassierte zwei klare Niederlagen. „Wenn wir alle Akteure an Bord haben, sollte es am Ende durchaus noch für einen Platz im Mittelfeld langen“, bleibt Mannschaftskapitänin Heidi Wunner zuversichtlich.
Erst ein Spiel hat die neu formierte Jugendmannschaft in der Anfängerklasse auf dem Konto. Und da sicherten sich Florian Förster, Turhan Yildebas und Jacob Ramershoven nicht nur einen ungefährdeten 9:3 Erfolg gegen Urbach-Dernbach, sondern zeigten auch, dass sich ihr Trainingseifer auszahlt. Den größten Leistungssprung machte zweifellos Florian Förster, der bereits in der Vorsaison mit Abstand Rheinbreitbachs bester Jugendspieles war und dafür in dieser Spielzeit bereits mit einem Einsatz in der ersten Herrenmannschaft „ausgezeichnet“ wurde.
Auf jeden Fall ist es eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Saison für Rheinbreitbachs Tischtennisspieler. Dies nicht nur, weil nach dieser Saison die Spielklassen komplett neu eingeteilt werden und viele Staffeln Probleme haben, überhaupt noch genügend Mannschaften an den Start zu bringen. In der Kreisliga etwa haben statt zehn nur noch sechs Teams gemeldet. Nach der mehr als halbjährigen Hallenschließung ging es zudem praktisch ohne jedes Training in die Punktspielrunde. Und hier ist alles einem strengen Hygienekonzept unterworfen, das sogar weit über die Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz hinausgeht.
So werden unter anderem keine Doppel gespielt, Bälle werden nach jedem Spiel ebenso wie die Platten und Zähltafeln sorgfältig gereinigt, zwischen den Spielboxen ist ein Sicherheitsabstand vorgeschrieben, alle Hallentüren müssen in Rheinbreitbach zur Durchlüftung auch im Winter geöffnet bleiben und während der Punktspiele ist für alle, die nicht an der Platte stehen, ein Mund- und Nasenschutz Pflicht. Sogar für die Schiedsrichter. Hinzu kommt, dass sich jeder Spieler in eine Anwesenheitsliste eintragen muss, um im schlimmsten Fall eine Nachverfolgung umgehend zu ermöglichen. „Die Einschränkungen sind zwar gewöhnungsbedürftig, aber nach der langen Tischtennisabstinenz nehmen alle Aktiven diese gerne in Kauf“, so SVR-Abteilungsleiter Klaus Riddering.
