VLN Langstreckenmeisterschaft
„Ich bin mit der Saison zufrieden“
Der Bendorfer Rennfahrer Daniel Zils belegte wieder einen guten zweiten Klassenrang in der VLN
Bendorf. Beim vorletzten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft, dem DMV 250-Meilenrennen über die Distanz von vier Stunden, startete der Bendorfer Daniel Zils sowie seine Teamkollegen Christian Büllesbach aus Königswinter und Andreas Schettler aus Baden Baden auf einem Porsche Cayman in der Klasse der Produktionswagen über 2500ccm-3000ccm Hubraum. Auf der Kombination aus Nürburgring Grand Prix Streckenkurzanbindung und der legendären Nordschleife mussten in jeder Runde 24 km bei höchstem Tempo bewältigt werden. Zils startet in der Saison 2016 für das Team Pixum Adrenalin Motorsportteam aus Heusenstamm mit Teamchef Mathias Unger.
In dieser Saison wurden schon mehrfach Klassensiege eingefahren, sodass man vor dem vorletzten Lauf der größten und bekanntesten Breitenmotorsportserie der Welt auf dem zweiten Platz in der Klasse V5 lag.
Dazu der sympathische Bendorfer Meister 2014 im BMW 235i Cup: „Unser Auto, der Porsche Cayman, ist ein brandneues Rennauto, das bei den ersten Rennen in der VLN weiterentwickelt wurde. In den ersten Rennen haben meine Teamkollegen und ich zwei zweite Plätze erkämpft und im dritten Lauf leider einen unfallbedingten Ausfall zu verzeichnen. Also fing die Saison gut an. Nach dem 24-Stunden-Rennen, das ich für das gleiche Team bestritt, allerdings auf dem Cup BMW 235i, haben wir den dritten Platz gemacht. Mittlerweile haben wir nach acht VLN Veranstaltungswochenenden drei Siege sowie drei zweite Plätze und zwei Ausfälle zu verzeichnen, also eine bis jetzt tadellose Saison 2016, zumal wir in der V5 Klasse mit durchschnittlich 12 bis 15 Startern Tabellenzweiter sind. Sollten wir in den letzten beiden Rennen gewinnen, so hätten wir die Chance auf die Meisterschaft. Aber es wird schwer, die Konkurrenz ist verdammt schwer, da muss alles passen. In dieser Saison waren wir mit unserem Renner der beste Porsche Cayman. Dazu muß man wissen, dass wir namhafte Piloten, auch aus der DTM (Daniel Juncadella oder auch Edu Mortara) und anderen hochkarätigen Rennserien hinter uns gelassen haben. Klar mussten die sich als Gaststarter hier umstellen auf der Nordschleife, doch es sind natürlich DTM Profis, die mit allen Wassern gewaschen sind. Wie gesagt – war ne super Saison und jetzt wollen wir auch sehen, dass wir die Klasse gewinnen. Mein Teamkollege Christian Büllesbach ist ja RCN (Rundstrecken Challenge Nürburgring) Champion 2015, den ich auch fahrerisch unterstützt habe mit einem Sieg und auch der Andreas Schettler ist ein ganz erfahrener Pilot im Rennsport.“
Bei widrigen Wetterbedingungen am Samstagmorgen fand das Qualifying statt, das etwas später startete, bedingt durch Nebel. Das war für alle Teilnehmer ein Husarenritt durch die Eifel. Stellenweise stand noch viel Wasser auf der Piste und auch die Sicht war mies, doch Zils, Schettler und Büllesbach erfuhren sich eine gute Ausgangspostion für das Vierstundenrennen zwei Stunden später.
Sage und schreibe 160 Starter stellten sich der Herausforderung Nürburgring Nordschleife, vom bis zu 550 PS starken GT3 Boliden über Renntourenwagen bis zu den KTM XBow Rennflundern. Über 70 Rechts- und Linkskurven bei langsam abtrocknender Strecke erschwerten den Piloten den Rennalltag.
Doch Daniel Zils und seine Kollegen erfuhren sich einen hervorragenden zweiten Platz und waren am Ende happy.
„Die Sieger in unserer Klasse sind auf Slicks gestartet, das war einfach ne 50:50-Entscheidung. Wir sind mit Regenreifen gestartet, was auch richtig war, doch die Strecke trocknete relativ schnell ab und bei dem Sieger hat dann der Slick besser gearbeitet. In diesen drei Runden konnte ich so keinen großen Vorsprung rausfahren, sodass im Prinzip das Rennen schon gelaufen war. Wir haben alles gegeben und sind am Limit gefahren . Mit Platz zwei sind wir alle zufrieden, das Auto ist heilgeblieben und wir hoffen, dass wir im letzten Rennen am 22. Oktober den Spieß umdrehen können und den Sieg erkämpfen. Mit der Reifenfrage kurz vor Beginn des Rennens, das ist eine 50:50-Entscheidung , entweder Slicks oder Profilreifen. Es wird im Finale schwer zu gewinnen, doch wir werden alles dafür tun.“
Das Finale der größten Breitenmotorsportserie der Welt findet dann am 22. Oktober an gleicher Stelle statt und geht ebenfalls über vier Stunden Rennaction.
Dietmar Deblon
Beim VLN 9 am 9. Oktober konnte Daniel Zils einen guten zweiten Platz erfahren.
Das Team Pixum Adrenalin: Daniel Zils, Christian Büllesbachund Andreas Schettler.
Die Konkurrenz startete auf nasser Fahrbahn mit Slicks, während hier Profilreifen gefahren wurden. Das sollte sich als Fehlentscheidung herausstellen.