Lokalsport | 06.09.2023

SIG Koblenz Radsport

Im Gipfelrausch

Von links: Peter Faulhaber, Matze Kief, Phillip Lentz, Jörg Lief, Volker Kludas. Auf dem Bild fehlt Andreas Wohnsland.  Foto: privat

Koblenz. Das Alpenbrevet und insbesondere die anspruchsvolle Platinstrecke übten schon lange eine Faszination aus. An einem einzigen Tag fünf Pässe zu überqueren und dabei insgesamt 7000 Höhenmeter auf dem Fahrrad zu bewältigen, das war eine Herausforderung, die Volker und seine Sportfreunde schon seit geraumer Zeit reizte.

Die Vorbereitung auf dieses epische Abenteuer begann bereits im Frühjahr mit einem Trainingslager auf Mallorca. Im August wurden weitere 1.432 Trainingskilometer und 42.268 Höhenmeter in 84 Stunden in den Alpen absolviert, einschließlich eines Alpencross von Mittenwald nach Riva über die Dolomiten. Auf dem Weg wurden berühmte Alpenpässe wie das Stilfser Joch und das Timmelsjoch erobert.

Am Start in Andermatt um 6.15 Uhr mischten sich Vorfreude und Respekt. Die Route führte über den Susten-Pass auf 2.224 Metern über dem Meeresspiegel, gefolgt von einer atemberaubend schnellen 27 Kilometer langen Abfahrt mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h nach Innertkirchen. Dann wurde der Grimselpass auf 2.164 Metern überwunden, gefolgt von einer technisch anspruchsvollen Abfahrt nach Ulrichen.

Als nächstes kam der herausfordernde Nufenenpass mit 2.478 Metern Höhe, der mit Steigungen von bis zu 14 % steil war, aber mit herrlichen Aussichten belohnte. Die Abfahrt nach Airolo erforderte erneut technisches Geschick. In Airolo gab es ein strenges Zeitlimit, wer es nicht rechtzeitig schaffte, musste über den Gotthardpass zurück nach Andermatt. Der Weg führte Volker und seine Mitstreiter weiter zum Lukmanierpass auf 1.915 Metern über dem Meeresspiegel, bei brütenden 35 Grad Celsius. Hier war Zusammenhalt und gegenseitige Motivation gefragt, denn die Strapazen forderten ihren Tribut. Oben angekommen, war die Gruppe mental und körperlich am Limit. Essen und Trinken wurden zur Qual, doch Gels und Carbo-Getränke waren notwendig, um die Energie aufrechtzuerhalten.

Die letzte Etappe führte über den Oberalppass auf 2.044 Metern über dem Meeresspiegel, ein unbeschreibliches Gefühl der Erleichterung ergriff die Fahrer in der Abenddämmerung. Sie wussten, dass sie es geschafft hatten. Die letzte Abfahrt, trotz eisiger Temperaturen, wurde zu einem wahren Genuss.

Im Ziel in Andermatt erlebten Volker und seine Sportfreunde ein Auf und Ab der Glücksgefühle. Sie hatten gemeinsam die Mammut-Distanz bewältigt und triumphierend gefeiert.

Als Team hatten Volker Kludas, Peter Faulhaber, Matze und Jörg Lief als Vater/Sohn-Gespann, Phillip Lentz und Andreas Wohnsland die Herausforderung gemeistert. Fazit: Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus.

Weitere Informationen zur SIG Koblenz Radsport auf der Webseite https://sig-koblenz.de. BA

Von links: Peter Faulhaber, Matze Kief, Phillip Lentz, Jörg Lief, Volker Kludas. Auf dem Bild fehlt Andreas Wohnsland. Foto: privat

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