Lokalsport | 26.11.2018

Fußball-Rheinlandliga, 19. Spieltag

Im Stil einer Spitzenmannschaft

Sportfreunde Eisbachtal - SG Eintracht Mendig/Bell 4:1 (2:0)

Auch für Marcel Berg (am Ball) und Milan Rawert war es ein gebrauchter Tag. SK

Nentershausen. Beim Tabellenzweiten Sportfreunde Eisbachtal gab es für die SG Eintracht Mendig/Bell am 19. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga erwartungsgemäß nichts zu holen. Durch die deutliche 1:4 (0:2)-Niederlage vor 220 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Nentershausen muss sich die Mannschaft von Trainer Cornel Hirt erst einmal wieder nach unten orientieren. Bei drei oder vier möglichen Absteigern beträgt der Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur noch sechs Punkte. „Vielleicht habe ich auch falsch aufgestellt. Möglicherweise wäre eine defensivere Variante die bessere Lösung gewesen“, begann SG-Übungsleiter Hirt mit seiner Kritik bei sich selbst. „Meine Spieler haben gemeint, sie könnten eine Spitzenmannschaft wie Eisbachtal nur mit spielerischen Mitteln bezwingen. In solchen Spielen merkt jeder, wie sehr uns ein Mann wie Philipp Geisen fehlt, der eher jemand fürs Grobe ist.“ Da neben Geisen (Nasenbeinbruch) auch Stürmer Joachim Akwapay wegen einer Grippe passen musste, saßen mit Anh Tuan Pham und Niklas Heinemann nur noch zwei Feldspieler auf der Ersatzbank. Allerdings zwei Akteure, die auch nicht gerade wegen einer robusten Zweikampfführung gefürchtet sind. Zehn Minuten lang präsentierten sich die Gäste auf Augenhöhe, dann brach es über sie herein. Eine Hereingabe von Steffen Meuer setzte der überragende Lukas Reitz noch neben das Tor, 180 Sekunden später ließ er mit einem Schlenzer Jan Heinemann zwischen den Pfosten des Eintracht-Tores keine Abwehrchance. Anschließend zogen die Eisbachtaler ihr Kombinationsspiel auf und belohnten sich nach einer guten halben Stunde mit dem Treffer zum 2:0, den Steffen Meuer in Abstaubermanier erzielte (31.). Kurz vor der Pause hatte das Team von der Brauerstraße seine beste Phase. Eisbachtals Torwart-Routinier Daniel Erbse musste bei einem 20-Meter-Schuss von John Rausch, zweimal gegen Lars Bohm und gegen Kodai Stalph mehrmals sein ganzes Können abrufen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff machten die Sportfreunde im Stil einer Spitzenmannschaft den Deckel drauf: Nach einem Zuspiel von Kapitän Max Olbrich erhöhte Reitz mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag auf 3:0. Als Stalph aus dem Gewühl heraus auf 3:1 verkürzen konnte (52.), durften die Mendiger kurz hoffen, doch Jannik Ernet stellte 20 Minuten später den alten Abstand wieder her und beseitigte die letzten kleinen Zweifel am dreifachen Punktgewinn der Eisbachtaler. „Wir können natürlich nicht 90 Minuten Vollgas geben, aber nach dem Treffer zum 3:0 haben wir schon einen Gang zurückgeschaltet“, fand Sportfreunde-Trainer Marco Reifenscheidt ein Haar in der Suppe. „Wir hatten heute Phasen, in denen wir den Spielverlauf hätten ändern können, aber dafür hätten wir besser treffen müssen“, erklärte Hirt, dem das 3:3-Unentschieden eine Woche zuvor gegen den TuS Mayen mehr im Magen lag: „Diese beiden verlorenen Punkte durch den umstrittenen Foulelfmeter ärgern mich heute noch.“

Sportfreunde Eisbachtal: Daniel Erbse, Marvin Kleinmann, Andreas Hundhammer, Lukas Reitz (81. Marvin Heibel), Max Olbrich, Marc Tautz, Maximilian Hannappel, Jannik Ernet, Steffen Meuer (78. Daniele Parisi), Masaya Omotezako, Julian Hannappel (67. Robin Müller).

SG Eintracht Mendig/Bell: Jan Heinemann, Milan Rawert, Florian Schlich, Kodai Stalph, Björn Gilles, Manuel Oster, Matthias Strahl, Marcel Berg, John Rausch (78. Niklas Heinemann), Mustafa Madanoglu (81. Anh Tuan Pham), Lars Bohm.

Schiedsrichter: Sebastian Nicolay (Niederburg).

Zuschauer: 220.

Torfolge: 1:0 Lukas Reitz (15.), 2:0 Steffen Meuer (31.), 3:0 Lukas Reitz (48.), 3:1 Kodai Stalph (52.), 4:1 Jannik Ernet (72.).

Nächste Aufgabe für die Sportfreunde Eisbachtal: am Samstag, 1. Dezember, um 14.30 Uhr beim FSV Salmrohr.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Sonntag, 2. Dezember, um 15 Uhr gegen den Ahrweiler BC.

John Rausch (links) und Manuel Oster bekamen das Spiel nicht in den Griff.

John Rausch (links) und Manuel Oster bekamen das Spiel nicht in den Griff.

Kapitän Florian Schlich konnte der Partie keine Wende mehr geben.

Kapitän Florian Schlich konnte der Partie keine Wende mehr geben.

Auch für Marcel Berg (am Ball) und Milan Rawert war es ein gebrauchter Tag. Fotos: SK

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