Tischtennis Regionstag in Niederlützingen:

Ingo Terschanski bleibt Vorsitzender der Tischtennisspieler

Coronabedingt nur ganz schwache Beteiligung

Ingo Terschanski bleibt
Vorsitzender der Tischtennisspieler

Der neue Vorstand der Region: (v.l.n.r.) Andreas Ueberbach, Günter Lung, Ingo Terschanski, René Dietrich und Bernd Linnarz. Foto: BL

20.10.2020 - 13:21

Niederlützingen. Eigentlich war er ja schon im Juni geplant, doch der diesjährige Regionstag der Tischtennisspieler fand erst jetzt in der Lavahalle in Niederlützingen statt. Eine der Konsequenzen aus der Corona-Pandemie, die auch in der Tischtennisszene starke Auswirkungen hatte.

Dies galt vor allen Dingen für die sehr übersichtliche Beteiligung. Denn nach Niederlützingen hatte nur 18 der insgesamt 53 Vereine und Tischtennisabteilungen jeweils ein Vertreter entsandt. Blendend vorbereitet hatten die Veranstaltung unter den Coronabedingungen mit viel Abstand Markus Schneider und sein Team von der Tischtennisabteilung des FC Niederlützingen.


Ingo Terschanski für weitere drei Jahre gewählt


Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Regionsvorsitzender Ingo Terschanski für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. „Das wird allerdings dann wirklich meine letzte Amtszeit sein, ich hatte für heute Abend schon lange überlegt und möchte nicht, dass ihr irgendwann alle überlegen müsst, wie ihr den alten Mann an der Spitze wieder los werdet“, so der heute 63-jährige aus Sinzig mit einer gewissen Selbstironie. Die weiteren Neuwahlen brachten durchaus erfreuliche Ergebnisse, denn der Regionsbeauftragte für den Wettkampfsport (bisher Spielleiter) Andreas Ueberbach (Kripp) wurde ebenso wiedergewählt, wie der Beauftragte für den Leistungssport Günter Lung (Mendig) und der für die Öffentlichkeitsarbeit Bernd Linnarz (Sinzig). Mit Wolfgang „Wopo“ Poppelreuter (Bad Neuenahr-Ahrweiler) als Ressortleiter Turniersport und René Dietrich als Ressortleiter Jugend (Kripp) konnten zudem zwei erfahrene Sportkameraden, die bereits im Vorstand gearbeitet haben in dieses Gremium zurückgeholt werden. Leider blieb der Posten für den Beauftragten Schulsport unbesetzt. Zum Hintergrund Amtsinhaber Hans-Peter Führer war im Juli völlig überraschend und viel zu früh verstorben.

Kurze Grußworte hat es zu Beginn von den Ehrengästen des Abends gegeben. Markus Schneider vom gastgebenden FC Niederlützingen, Ortsbürgermeister Frank Bondert, dem Sportkreisvorsitzenden Fritz Langenhorst und erfreulicherweise auch des RTTVR-Präsidenten Felix Heinemann. Der Verbandschef war erstmals bei einem Regionstag zu Gast.


Anzahl der gemeldeten Mannschaften ist zurückgegangen


Ingo Terschanski hatte in seinem Rechenschaftsbericht eine durchaus durchwachsene Bilanz präsentiert. Erneut ist die Anzahl der gemeldeten Mannschaften zurückgegangen. Im Herrenbereich sind es nur noch 120 gegenüber 132 in der Vorsaison bei der Jugend nur 39 gegenüber 49 im letzten Jahr. Zudem sinkt die Beteiligung bei den Regionsmeisterschaften sowohl im Nachwuchsbereich als auch bei den Herren. Frauen-Tischtennis ist in der Region mittlerweile überhaupt nicht mehr präsent. „Man kann natürlich einiges durch die Pandemie erklären, aber der Abwärtstrend der letzten Jahre ist mehr als deutlich“, so Terschanski. Eine erste Konsequenz aus Pandemie und Abwärtstrend gibt es für die Saison. Denn es werden keine Regionsmeisterschaften stattfinden, die eigentlicher für den November geplant waren. Zum einen fand sich kein Ausrichter, für diese Großveranstaltung und zum anderen hatte man auch im Vorstand starke Zweifel die Coronaregeln bei einem solchen Event überhaupt praktisch in die Tat umsetzen zu können.


Kreisliga spielt nur noch mit Vierermannschaften


Angesichts der schwachen Beteiligung gab es in diesem Jahr auch keine großen Diskussionen bei der Basisveranstaltung der Tischtennisspieler, die sich ja sonst sehr diskussionsfreudig zeigen. Aus Anträgen und Vorstandsbeschlüssen heraus ergab sich, dass die Kreisliga in der nächsten Saison nur noch mit Vierermannschaften spielen wird. Über die Mannschaftsstärke in der neuen Kreisoberliga wird der Vorstand befinden. Wahrscheinlich per Umfrage, wenn die neue Liga steht. Denn im nächsten Jahr werden die Ligen im Verband und in der Region eine neue Struktur bekommen. Dies erläuterten Andreas Ueberbach und auch Verbandspräsident Felix Heinemann. „Damit können wir im Verband flexibler auf die Folgen der Pandemie und der daraus resultierenden Abstiegsflut im nächsten Jahr reagieren“, hat es Heinemann auf den Punkt gebracht. Neu wird für den Bereich der Region eben die Kreisoberliga sein, die auch, unter der Regie des Regionsvorstandes, spielen wird. Über die neue Sprachschöpfung Kreisoberliga wurde dabei durchaus etwas gelästert: „Ein ganz großer sprachlicher Unfall“, hieß es etwa. Vor Jahren hieß die entsprechende Spielklasse noch einfach Regionsliga. Mit seiner Wiederwahl hatte sich übrigens Ingo Terschanski den Auftrag bestätigen lassen in den Gremien des Verbandes sich für den Erhalt des Begriffes Region starkzumachen. „1998 haben wir bei der Reform innerhalb des Verbandes aus Kreisen, Regionen gemacht und sollen uns nun wieder zum Kreis zurückentwickeln. Das geht nun so gar nicht“, so Terschanski.


Delegierten für den Verbandstag, am 6. Dezember


Zu Delegierten für den Verbandstag, der am 6. Dezember in Dichtelbach geplant ist wurden gewählt: Karl-Heinz Martini, Peter Klöckner, Bernd Linnarz Andreas Ueberbach, Markus Schmitz, Janik Heuser, René Dietrich, Günter Lung und Wolfgang Poppereuter. Ersatzdelegierte sind Joachim Franz und Wilhelm Jung.

In Niederlützingen stand ein blendend organisierter, aber auch ebenso ungewöhnliche Regionstag auf dem Programm, der deutlich mehr Beteiligung der Vereine und Abteilungen verdient gehabt hätte. Aber wegen Corona hat es auch einige kurzfristige Absagen gegeben. (Weiterer Bericht zu neuen Klassenstruktur im Verband folgt). BL

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Kommentare
Patrick Baum:
Damit der berufslose Andreas Bleck wieder für die AfD in den Bundestag einzieht, müßte die AfD in Rheinland-Pfalz bei der nächsten Bundestagswahl mindestens sieben Prozent erreichen. Das ist momentan doch sehr unwahrscheinlich. Der Listenplatz drei ist eben doch kein sicherer Platz für Herrn Bleck.
juergen mueller:
Chapeau Frau Friedrich.
Peter Schwarz:
Das wurde auch Zeit. Wie kann ein Vorbestrafter weiterhin seine Beamtenbezüge erhalten. Durch seine Machenschaften und die Schließung des Neubaus haben viele Mitarbeiter, darunter auch ich und meine Frau, ihre Arbeit verloren. Unsere Verluste von der Zeit müsste der Herr Exminister ebenfalls ausgleichen. Aber die Herren haben auch ohne Ihre Bezüge genug beiseite geschafft. Er müsste, so wie ich, mit 650€ Rente auskommen.
Gabriele Friedrich:
Das ist auch richtig so. Davon abgesehen, sollte Deutschland erkennen, das wir diese Hundertschaften von Beamten gar nicht mehr zahlen können. 3,7 x so hohe Pensionen wie ein schwer arbeitender Mensch bekommt, ist auch eine Unverschämtheit. Genau wie die Schweiz es vorgemacht hat, plädiere ich für die Abschaffung des Beamtentums. Unkündbare Beamte- wo man hinsieht und vieles liegt im Verborgenen. Beamte haften für Fehler auch nicht, genau wie Ärzte und Politiker. Auch Lehrer sollten nicht verbeamtet werden, sondern genau wie jeder Angestellte nach Leistung bezahlt und beurteilt werden. Nur die wichtigsten Posten sollten mit Beamten besetzt sein. Der neue Unsinn, das Beamte erst ab 30 J. in die Sozialkassen zahlen sollen, das kann man auch rückwirkend machen. Diese Gruppe hat bisher am wenigsten für die Bevölkerung getan. Die Ermessensgrenze wird auch nach Sympathie eingesetzt und ist nur 1 cm von der Willkür entfernt. Mir persönlich stinkt das ganz gewaltig.

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