Der Kunstrasenplatz an der Brauerstraße ist bis auf Weiteres für den Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt
Ist sogar der Saisonstart gefährdet?
In den beiden Testspielen gab es einen Sieg gegen Rot-Weiß Koblenz und eine Niederlage gegen die U19 von Viktoria Köln
Mendig/Kottenheim. Die vergangene Woche verlief nicht nur wegen der brutalen Hitze sehr intensiv für die Rheinlandliga-Fußballer der SG Eintracht Mendig/Bell. Am Montag, Dienstag und Freitag hatte Spielertrainer Kodai Stalph jeweils eine Einheit anberaumt. Am Mittwoch stand in Wanderath das Testspiel gegen Rot-Weiß Koblenz (Regionalliga Südwest) auf dem Programm, am Sonntag stellte sich die U19 von Viktoria Köln (A-Jugend-Bundesliga West) bei der Eintracht vor. Diese Partie war wegen der Sperrung des Kunstrasenplatzes an der Brauerstraße kurzfristig ins Kottenheimer Waldstadion verlegt worden. In dieser Woche haben die Spieler frei. Am Freitag, 5. Juli, steigt um 19 Uhr bei einer Bierverkostung mit Brotzeit die Mannschaftspräsentation in der Gemeindehalle in Bell.
SG Eintracht Mendig/Bell - TuS Rot-Weiß Koblenz 2:1 (2:1)
Stalph ließ seine Mannschaft gegen den Aufsteiger in die Regionalliga Südwest in einem 4-4-2-System agieren und einen begeisterten Sportlichen Leiter zurück. „Rot-Weiß hat uns selten einmal unter Druck setzen können, das haben wir über 90 Minuten gut gemacht“, freute sich Frank Schmitz. „Unsere beiden Stürmer Marcel Berg und Lars Bohm sind immer wieder geschickt angelaufen und haben die gegnerischen Abwehrspieler schon beim Spielaufbau empfindlich gestört.“ Florian Wirths brachte die Eintracht nach 19 Minuten in Führung, Sascha Engel glich mit einem Kopfball aus (37.). Zwei Minuten vor der Pause markierte Bohm das 2:1. Neun Minuten nach Wiederanpfiff verhinderte Schlussmann Jonas Horn, der in der zweiten Halbzeit für Robin Rohr das Tor hütete, gegen Giuliano Masala den erneuten Gleichstand. Rohr, Horn und Jan Heinemann, die bisherige Nummer eins, werden sich wohl einen Dreikampf im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten liefern. André Friedrich hat sich mittlerweile dem A-Ligisten TuS Fortuna Kottenheim angeschlossen. Ein weiterer Stürmer ist immer noch nicht in Sicht. „Wir verfallen keinesfalls in Panik“, verdeutlichte Schmitz. „Wir haben bis zum 31. Juli Zeit, über einen Amateurvertrag sogar bis zum 31. August.“ Der Koblenzer Trainer Fatih Cift blieb nach dem durchwachsenen Auftritt gegen den zwei Spielklassen tiefer angesiedelten Gegner ebenfalls gelassen: „Hinter uns liegt eine intensive Trainingswoche. Das war heute bei diesen Temperaturen deutlich zu spüren.“
SG Eintracht Mendig/Bell - Viktoria Köln U19 0:1 (0:1)
Im zweiten Testspiel über die volle Distanz gab es für die Eintracht die erste Niederlage. Auf dem Kunstrasenplatz im Kottenheimer Waldstadion vergab Niklas Heinemann in der 18. Minute einen Foulelfmeter. Nachdem Kapitän Florian Schlich im 16-Meter-Raum gefoult worden war, hatte Schiedsrichter Mike Pickel auf den Punkt gezeigt. Besser machten es die Gäste nur 180 Sekunden, als sie den Führungstreffer erzielten. Die Kombinierten mussten erneut auf Milan Rawert verzichten, der sich mit hartnäckigen Problemen im Bereich der Adduktoren herumschlagen muss. Im zweiten Abschnitt versuchte die SG noch einmal alles, aber der verdiente Ausgleichstreffer wollte nicht mehr fallen. „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit nur einem kleinen Unterschied: Die Viktoria hat ein Tor gemacht, wir nicht“, fasste Schmitz die Partie kurz und knapp zusammen. Zwischen den Pfosten stand zunächst Jan Heinemann, der nach einer halben Stunde durch Horn ersetzt wurde. Der wiederum musste nach exakt einer Stunde für Rohr weichen, so dass jedem Torhüter eine Spielzeit von 30 Minuten zugestanden wurde. „Es war unser erster Test in dieser Saison. Körperlich waren wir erwartungsgemäß unterlegen, aber die Jungs haben ein paar ordentliche Spielzüge gezeigt“, freute sich Viktoria-Trainer Jürgen Kohler, der Weltmeister von 1990. „Bei dieser mörderischen Hitze war das fußballerisch völlig in Ordnung.“
Derweil bereitet den Verantwortlichen der SG Eintracht Mendig/Bell der Zustand des Kunstrasenplatzes an der Brauerstraße, der bis auf Weiteres für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt ist, große Sorgen. Wie schon so häufig in der Vergangenheit verbindet sich das Granulat bei großer Hitze mit den künstlichen Grashalmen. Die ganze Masse verklumpt auf dem Platz und setzt sich unter dem Schuhwerk fest. Wenn die Hitze weiter anhält, ist somit auch der Meisterschaftsauftakt in der Rheinlandliga gefährdet. Am Sonntag, 4. August, oder am Sonntag, 11. August, steht das erste Heimspiel auf dem Programm. Ob es zum Saisonstart im August wesentlich kühler sein wird, erscheint zumindest fraglich.
Die ganze Masse verklumpt auf dem Platz und setzt sich unter dem Schuhwerk fest.
