SV Urmitz - Abteilung Judo
Johanna Wesemann wird Rheinlandmeisterin
Julian Herzog belegte Platz 3 in seiner Gewichtsklasse
Urmitz. Bei der diesjährigen Rheinlandmeisterschaft der U12 in Nassau starteten vier Judokids vom SV Urmitz. Mit über 120 Teilnehmern in dieser Altersklasse war diese Veranstaltung gut besucht. Nach dem obligatorischen Wiegen gingen Julian Herzog und Paul Hülße in der am stärksten besetzten Gewichtsklasse -31kg mit 20 Teilnehmern an den Start. Im ersten Kampf konnte Julian seinen Gegner mit einer schönen Hüfttechnik einem O-goshi voll auf den Rücken werfen und sich somit den ersten Sieg sichern. Auch im zweiten Kampf überzeugte Julian durch seine Wettkampferfahrung und brachte seinen Gegner mit einem Fußfeger in Bedrängnis und zu Fall. Für diese Aktion erhielt er einen halben Punkt. Im anschließenden Bodenkampf konnte Julian geschickt den Gegner in die Rückenlage drehen um ihn anschließend mit einem Haltegriff lange genug festzuhalten. Im Halbfinale stand er nun dem späteren Vizerheinlandmeister Bastian Endries vom JC Vulkaneifel gegenüber. Lange blieb der Kampf offen. Durch eine Unachtsamkeit geriet Julian in den Bodenkampf wo er mit einem Haltegriff festgehalten wurde. Trotz größter Bemühungen gab es kein entkommen. Damit verpasste er nur knapp den Sprung ins Finale. Aber im letzten Kampf sollte es bereits schon um Platz drei gehen. Hier musste der Gegner aber noch ermittelt werden. Auch Paul startete mit einem Sieg im ersten Kampf durch einen Haltegriff im Bodenkampf in das Turnier. Der zweite Kampf verlief dagegen etwas unglücklich. Verletzungsbedingt musste er diesen gegen den späteren Rheinlandmeister Albert Hamidov vom Gastgeber TV 1860 Nassau aufgeben. Nach einer kurzen Erholungspause stieg Paul aber in seinem dritten Kampf in der Trostrunde wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Unbeeindruckt vom Vorkampf zeigte Paul durch seine agile Bewegungsart seinem Gegner wer hier heute als Sieger von der Matte gehen will. Durch einen neu erlernten Wurf einem Tai-o-toshi konnte er sich die erste große Wertung ein Waza-ari sichern. Im weiteren Kampfverlauf brachte Paul seinen Gegner im Bodenkampf so in Bedrängnis das er ihn mit einem Haltegriff bis zum Sieg festhalten konnte. Im nächsten Kampf kam Paul mit seinem Gegner nur sehr schwer zurecht. Selten konnte er einen Ansatz durchbringen, weil dieser durch ein Fehlverhalten seines Gegner blockiert wurde. Aufgrund dieses Umstand erhielt sein Gegner eine Strafe. Ein kleiner Vorteil für Paul. Aber auch er wurde kurz darauf wegen eines Fehlverhalten bestraft. Der Kampf war wieder offen. Trotz der Bestrafung versuchte Paul alles und agierte geschickt mit kontrollierten Wurfansätzen. Weil diese erneut durch ein fehlerhaftes blocken seines Gegner zurückgewiesen wurden, erhielt dieser erneut eine Strafe. Diesen kleinen Vorteil konnte Paul bis zum Kampfende halten und zog somit, wenn auch knapp, ins kleine Finale um Platz drei ein. In diesem finalen Endkampf stand ihm kein anderer als sein Vereinskamerad Julian gegenüber. Beide traten sich mit äußersten Respekt gegenüber und gaben trotzdem alles um den Kampf für sich zu entscheiden. Durch eine Hüfttechnik konnte Paul seinen Vereinskameraden Julian auf die Matte werfen und erhielt für diese Aktion einen Waza-ari. Durch diese hohe Wertung für Paul musste Julian mehr als zuvor versuchen zum Wurfansatz zu kommen um doch noch das Ruder rumzureißen. Durch einen Wurfansatz ohne dafür eine Wertung zu erhalten gelang es Julian nun Paul im Bodenkampf mit einem Haltegriff festzuhalten wo es kein entkommen mehr gab. Durch diese Aktion kurz vor Kampfzeitende konnte Julian sich doch noch den dritten Platz sichern. Aber auch Paul erreichte dadurch einen respektvollen fünften Platz, den er sich hart erkämpft hatte.
Gewichtsklasse -44 kg
In der Gewichtsklasse -44kg kämpfte Anna-Lena Hohl. Für sie hieß es an diesem Tag Wettkampferfahrung in ihrer noch frühen Laufbahn als Wettkämpferin zu sammeln. Im ersten Kampf musste sie sich gleich der späteren Rheinlandmeisterin Leonie Lauth vom JJC Mendig nach wenigen Sekunden geschlagen geben. Durch ihren Betreuer mental aufgebaut stand sie nach dieser Niederlage im zweiten Kampf einer gleichstarken Gegnerin gegenüber. Stets versuchte sie einen Wurfansatz durchzubringen um damit die Gegnerin in Bedrängnis zu bringen. Durch ihre aktive Art und das passive Verhalten ihrer Gegnerin wurde diese im Kampfverlauf mit zwei Strafen geahndet. Diesen taktischen Vorteil konnte sie bis zum Kampfende halten und somit als Siegerin von der Matte gehen. Das erste Erfolgserlebnis an diesem Tag war geschafft. Im letzten Kampf stand sie bereits im kleinen Finale um Platz drei. Auch hier stand ihr eine gleichstarke Gegnerin gegenüber. Beide Kämpferinnen versuchten jeweils die andere mit Wurfansätzen zu Fall zu bringen und sich aktiv im Kampfverlauf zu demonstrieren. Am Ende der Kampfzeit stand bei beiden Kämpferinnen keine Wertung oder Strafe auf der Anzeigentafel. Durch einen Kampfrichterentscheid der drei Kampfrichter wurde ihre Gegnerin zur Siegerin erklärt. Aber ein verdienter fünfter Platz war der Lohn der Bemühungen an diesem Tag.
Knapper Entscheid für Johanna
Eine Gewichtsklasse tiefer -40kg stand Johanna Wesemann auf der Matte. Als Kämpferin mit Wettkampferfahrung sollte hier heute ein Platz auf dem Podest drin sein. Im ersten Kampf konnte sich ihre Gegnerin im Bodenkampf mit einem Haltegriff besiegen. Auch der zweite Kampf verlief mit einer Hüfttechnik, welche auf der linken Seite ausgeführt wurde, erfolgreich. Der zweite Sieg war ihr sicher. Im Halbfinale stand sie nun einer Gegnerin gegenüber, welche ihr es nicht ganz so einfach machte. Lange blieb der Kampf ausgeglichen. Durch geschickte Ansätze gelang es Johanna aber doch ihre Gegnerin mit einer Hüfttechnik, welche diesmal auf der rechten Seite ausgeführt wurde, zu werfen und damit den Einzug ins Finale zu schaffen. Im Endkampf stand Johanna nun wieder ihrer ersten Gegnerin Leonie Streubel vom PSV Mainz gegenüber. Vorgewarnt durch den ersten Kampf blieb der Kampf lange offen, ohne das eine Wertung von einer der Kämpferinnen erzielt werden konnte. Auch hier mussten am Ende der Kampfzeit die unparteiischen Kampfrichter entscheiden wer heute als Siegerin von der Matte geht. Zur Siegerin wurde erneut Johanna ernannt. Mit diesem Sieg wurde sie Rheinlandmeisterin in ihrer Gewichtsklasse an diesem Tag. Eine hauchdünne Entscheidung, weil beide Kämpferinnen im Kampfverlauf gleich aktiv aufgetreten sind. Weitere Infos gibt es unter www.svurmitz-judo.de
Julian Herzog sicherte sich den 3. Platz gegen seinen Vereinskameraden Paul Hülße.Fotos: privat
