Spitzensteuermann der Rudergesellschaft Treis-Karden beim Weltcup in Luzern
Jonas Wiesen ist „Rotseesieger“
Weitere internationale Einsätze in Bulgarien und den USA geplant
Luzern. Spitzensteuermann Jonas Wiesen von der Rudergesellschaft Treis-Karden gewann beim Weltcup auf dem Rotsee in Luzern die Goldmedaille. Für die deutsche Ruder-Nationalmannschaft war die Rotsee-Regatta in Luzern die zweite Weltcup-Station.
Hier galt es, die Weichen für die Weltmeisterschaft Ende September in Sarasota (USA, Florida), zu stellen. Mit 700 Athleten aus über 50 Nationen war die Rotseeregatta auch dieses Jahr wieder stark besetzt, und alle großen Ruder-Nationen hatten ihre Top-Boote nach Luzern geschickt.
Im Zweier mit Steuermann ging Jonas Wiesen, wohnhaft in Brieden, mit Malte Großmann (Hamburg) und René Stüven (Wanne-Eickel- Herten) an den Start.
„Die Konkurrenz war eine Überraschung, so wie immer, da ja alle zum ersten Mal in Luzern im Zweier mit Steuermann an den Start gehen“, so Wiesen.
Der deutsche Zweier startete schnell und ging direkt in Führung vor Australien und Spanien. Bei Streckenhälfte sah die Führung mit vier Sekunden vor Australien und sechs Sekunden vor Spanien sicher aus. Doch der australische Zweier zog einen langen Endspurt, der aber von der deutschen Mannschaft gekontert werden konnte. Mit etwas mehr als einer halben Bootslänge Vorsprung ging das deutsche Boot mit Jonas Wiesen als Erster über die Ziellinie. Dritter wurde Spanien, sieben Sekunden zurück.
Bis 1992 war der Zweier mit Steuermann eine beliebte und bedeutende olympische Bootsklasse, die mit den physisch stärksten Ruderern besetzt wurde. Technische „Unebenheiten“ konnte der Steuermann ausgleichen. Heute dient diese weiterhin beliebte WM- Bootsklasse als ein „Ersatzteillager“ für Achter und Vierer. Fällt hier einer aus, wird eingewechselt.
Der internationale Einsatz von Wiesen in diesem Jahr sieht vor, dass er Ende Juli in Plovdiv (Bulgarien) den Nationalachter U23 und Ende September den Zweier mit Steuermann in Sarasota (USA, Florida) steuern wird.
