Rudergesellschaft Treis-Karden
Jonas Wiesen steuert in Henley den Achter
Treis-Karden. Auf Einladung des Veranstalters war Steuermann Jonas Wiesen von der RG Treis-Karden mit dem „Deutschlandachter U23“nach Henley angereist, um im seit 1839 ausgetragenen prestigeträchtigsten Achter-Rennen, dem Grand Challenge Cup, an den Start zu gehen. Aufgrund der geringen Breite der Regattastrecke auf der Themse können jeweils nur zwei Boote gegeneinander, auf einer Distanz von einer Meile und 550 yards (2,112 km), antreten. Bereits im Vorlauf wurde dem deutschen Boot der National-Achter Italiens zugelost. „Eins- gegen-Eins-Rennen haben einen besonderen Charakter, und deshalb gibt es keine besondere Taktik, sondern einen Bord-an-Bord- Kampf, den man gewinnen muss,“ so Wiesen vor dem Rennen, „für uns wäre es schon etwas Besonderes, heute gegen Italien bestehen zu können. Wenn wir nicht gegen Italien gewinnen, ist die Regatta für uns zu Ende“. Es wurde ein spannendes Rennen mit häufigen Führungswechseln auf der ersten Streckenhälfte, den das italienische Boot mit nur einer halben Bootslänge Vorsprung gegen die deutsche Nachwuchsmannschaft gewinnen konnte. Knapp ausgeschieden und doch zufrieden. „Im Zielbereich herrscht eine unglaubliche Atmosphäre unter den zahlreichen Zuschauern, die den Mannschaften applaudieren und sie anspornen,“ fasst Wiesen zusammen. „Die Regattabahn führt direkt an tausenden Zuschauern auf den Tribünen vorbei, für mich wieder eine besondere Erfahrung.“
Die Henley Royal Regatta ist eine traditionsreiche fünftägige Ruder-Veranstaltung, die seit 1839 jedes Jahr in England auf der Themse stattfindet. Den Zusatz „Royal“ erhielt sie im Jahr 1851, als Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha der erste Schirmherr aus dem englischen Königshaus war.
