Tabellenfünfter: FV Engers II hat sich als Aufsteiger etabliert – Coach Gollnow: „Stehen gut dar“
„Jungs vom Wasserturm“ feiern Derbysieg zum Rückrundenauftakt
Neuwied. Die 2. Mannschaft des FV Engers hat sich in der Kreisliga B etabliert. Nach einem 2:0-Auswärtssieg im Derby beim SSV Heimbach-Weis II zum Rückrundenstart belegt das Team von Trainer Thorsten Gollnow den fünften Platz – und hat mit vier Punkten Rückstand sogar noch Tuchfühlung zu Relegationsplatz 2. „Wir stehen als Aufsteiger ziemlich gut da“, freut sich Gollnow. Dabei verlief der Saisonstart holprig: Nach einem Jahr ohne Niederlage setzte es direkt im ersten Spiel eine Pleite. „Das war aber ein Hallo-Wach-Ruf, der uns richtig gutgetan hat. Danach hatten wir eine starke Phase und standen zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz“, erklärt der Trainer.
Enge Duelle inden Stadtteil-Derbys
Besonders die vier Stadtteil-Derbys gegen die besten Mannschaften der Liga waren Höhepunkte der Hinrunde. „Die ersten sechs Mannschaften der Tabelle kommen alle aus Neuwied. Da ist jedes Spiel besonders“, sagt Gollnow. Gegen die SG Neuwied I hielt sein Team lange mit, kassierte aber kurz vor der Pause eine Gelb-Rote Karte und unterlag in Unterzahl mit 1:4. Auch beim späteren Herbstmeister VfL Oberbieber I überzeugte die Mannschaft trotz einer knappen 3:4-Niederlage. „Uns wurde von Oberbieber sogar gesagt, dass die Niederlage unverdient war“, erinnert sich der Coach. Doch es gab auch glanzvolle Siege: So bezwang der FVE II einen der Topfavoriten, den VfL Wied Niederbieber, mit 3:2. „Spielerisch waren wir immer auf Augenhöhe, wenn nicht sogar besser“, fasst Gollnow zusammen.
Potenzialund Verletzungspech
Das Ziel des Teams vor der Saison war klar: „Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das haben wir bisher eindrucksvoll geschafft“, betont Gollnow. Trotz des Erfolgs bleibt die Mannschaft realistisch und denkt von Woche zu Woche. Der Aufstieg sei keine Vorgabe, auch wenn die Leistungen das Potenzial dafür hätten. „Meine Mannschaft hat sehr viel Potenzial, das bestätigt mir auch das Umfeld immer wieder.“
Ein Wermutstropfen ist jedoch die lange Verletztenliste: Acht Spieler fehlen derzeit aufgrund schwerer Verletzungen wie Kreuzbandrissen, Meniskusschäden oder Brüchen. „Von unserem 25-Mann-Kader bleiben mir aktuell nur 17 Spieler“, erklärt Gollnow. Trotz dieser Rückschläge sieht er auch Positives: „Wir können auf talentierte A-Jugendliche zurückgreifen, und einige Spieler haben sogar schon bei der ersten Mannschaft in der Oberliga mittrainiert. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“
ErfolgreicheArbeit im Trainerteam
Neben Thorsten Gollnow tragen auch Co-Trainer Thomas Kirstges und Björn Kremer zur erfolgreichen Entwicklung des Teams bei. Gemeinsam schaffen sie eine Plattform, die jungen Spielern Perspektiven bietet. „Es macht Spaß, mit diesem Team zu arbeiten. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, resümiert Gollnow zufrieden.
Die 2. Mannschaft des FV Engers hat sich in der Kreisliga B etabliert.
Besonders die vier Stadtteil-Derbys gegen die besten Mannschaften der Liga waren Höhepunkte der Hinrunde.
