Outcast Fighting e.V.
Kämpferinnen und Kämpfer beim „Championsday“ 2024
Meckenheim. Am vergangenen Samstag, den 24. Februar 2024, traten die Outcasts beim „Championsday“ im nahe gelegenen Bassenheim in den Kategorien „Lightcontact“ und „Kick Light“ an. Mit nur ca. 40 Minuten Fahrzeit eine willkommene Abwechslung zu den oft langen Anfahrtswegen quer durch Deutschland.
Mit Trainer Marco Mosdzien und Till Wagner (19) waren neben Liam Hense (10), Jonas Ewy (8), Leo Stach (13), Jule Fandel (14), Fabian Franke (15), Viktoria Simin (19) auch Vorstand Frank Mosdzien und viele Eltern der Sportler mit dabei.
Für die Kids bis zwölf Jahre gab es diesmal leider nur eine Kategorie: „Lightcontact“. Die Kategorie „Kick Light“ war den Kids ab zwölf Jahren vorbehalten. So startete Liam Hense (10) nach längerer krankheitsbedingter Pause in der Altersklasse bis zwölf Jahre diesmal nur im Lightcontact. Souverän meisterte er alle Kämpfe und sicherte sich mit sehenswerten und variantenreichen Kombinationen den 1. Platz.
Für Jonas Ewy, der ebenfalls nach längerer Krankheitspause wieder auf der Kampffläche stand und in der Altersklasse U12 startete, waren die Gegner derzeit zu stark. Er belegte einen guten 3.
Leo Stach konnte in beiden Gewichtsklassen seine Größe und seine Stärken in vielen variantenreichen Kicks und Reichweitenvorteilen sehr gut ausspielen und sicherte sich nach mehreren Kämpfen jeweils den verdienten 1. Platz.
Jule Fandels Gewichtsklassen in beiden Kategorien waren leider nicht besetzt, sodass sie in der nächsthöheren, offenen Gewichtsklasse gegen eine ältere und erfahrenere Gegnerin antreten musste. Am Ende reichte es zwar nur für Silber, aber die neu gewonnene Erfahrung war Gold wert.
Fabian Franke startete in seiner Paradedisziplin „Kick Light“ und zeigte einmal mehr sein Können - viele Kombinationen und souverän platzierte Kicks sicherten ihm im Finale den Sieg, Platz eins. In der Kategorie Lightcontact war Fabian dann in der ersten Hälfte seines Kampfes zu inaktiv, sodass sein Gegner punkten konnte. Danach zog Fabian das Tempo an, holte deutlich auf, aber am Ende reichte es nicht mehr für den Sieg und somit Platz drei in der Kategorie Leichtkontakt.
Viktoria Simin konnte ihre bisherige Jahresleistung erneut steigern und zeigte in allen Kämpfen vor allem ihre vielseitigen Beintechniken. In der Kategorie „Kick Light“ ließ sie in ihren Kämpfen keinen Zweifel daran, dass sie auch das Finale gewinnen wollte. Das Ergebnis am Ende: Platz 1.
Im Finale der Kategorie „Lightcontact“ wurden dann die Gewichtsklassen zusammengelegt. Hier wurde unangekündigt und für alle überraschend eine deutlich schwerere Einzelsportlerin in die besetzte Klasse -65kg integriert und erhielt ebenfalls durch ein Freilos den direkten Einzug ins Finale.
Hier musste sich Viktoria nach zuvor spannenden und überzeugenden Kämpfen mit einer Differenz von ca. +15kg nach hartem und kräftezehrendem Kampf schließlich mit dem 2. Platz begnügen. Dies ist äußerst unglücklich und gefährlich und der einzige Kritikpunkt an der Turnierorganisation.
Till Wagner startete in der Kategorie „Kick Light“ und bestritt seinen ersten Kampf gegen einen zweifachen ukrainischen Meister, der trotz Mattensport im Vollkontakt übermäßig hart anging. Dementsprechend hart wurde der Kampf geführt und Verwarnungen mit Minuspunkten für Tills Gegner waren die Folge. Trotzdem dominierte Till den Kampf durchgehend, konnte seine Techniken souverän durchsetzen und gewann. Auch den anschließenden Finalkampf dominierte Till. Sein Gegner konnte seiner Technikvielfalt nichts entgegensetzen. Somit gewann er auch diesen Kampf und konnte den Gesamtsieg, Platz 1, in der Kategorie „Kick Light“ für sich verbuchen.
Im Finale der Kategorie „Lightcontact“ dominierte Till seinen Gegner von Beginn an und zeigte in einem vorbildlich sauberen und fairen Kampf, wofür „Lightcontact“ steht. Sehenswerte Sprung- und Drehkicks, locker und leicht ausgeführt, schöne Schlag- und Trittkombinationen sicherten ihm am Ende auch hier den 1. Platz.
Fazit: Bis auf wenige Ausnahmen ein gut organisiertes und digitalisiertes Turnier, das nicht nur die Zukunft der Kampfsportturniere aufzeigte, sondern auch einen fast reibungslosen Ablauf, gut sortierte Kategorien und ausreichend Pausen für alle Sportler zwischen den einzelnen Wettkämpfen.
Turnier Nr. 3 und die bisherigen Ergebnisse in diesem Jahr zeigten den Trainern Marco Mosdzien und Till Wagner, dass die individuellen Trainingseinheiten und Strategien wieder richtig gewählt waren und auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. BA
