SV Rot-Weiß Queckenberg
Kampf gegen Riesen und (Nat)Urgewalten
Rheinbach-Queckenberg. Bevor der SV Rot Weiß Queckenberg nach Beuel pilgerte, wusste ein jeder im RWQ-Lager, dass mit dem gastgebenden SV Beuel 06 IV ein Riese in der Kreisliga D auf sie warten würde. Doch aufgrund der bärenstarken Vorstellung im letzten Heimspiel schulterte das tapfere Schneiderlein von der Madbach sein Ränzlein und fuhr frohen Mutes in die große Stadt am Rhein.
Doch nach dem Apfiff fühlte sich die Lohaus-Truppe wie in einem anderen Film. Denn anders als in der berühmten Märchenvorlage, in der der kleine Handwerksbursche selbst sieben auf einen Streich erlegte, bezog man in dem Bonner Vorort eine ordentliche Tracht Prügel. Fast durfte man sich dabei fühlen wie die kleinen Antillen im Atlantischen Ozean, die in den vergangenen Wochen von solchen Naturgewalten wie Harvey oder Irma heimgesucht wurden. Bereits zur Halbzeit stand es 3:0 (20./33./35.), und dieses Ergebnis war aufgrund weiterer Holztreffer der Nullsechser sowie einiger Glanzparaden von P. Watty standesgemäß.
Getreu dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung, stellte Lehrmeister Lohaus nun um. Der alte Müller sollte hinten für mehr Ordnung und Ruhe sorgen, während vorn die jungen wilden Münch und später noch A. Watty ordentlich mit den rot-weißen Säbeln rasseln sollten. Doch die grünen Titanen kannten weiter kein Erbarmen, rannten, als gäbe es kein Morgen und versenkten weitere viermal die Pille im Gehäuse des jedes Mal chancenlosen Watty (50./66./75./79.). Doch während man sich im ersten Durchgang den Beuler Urgewalten meist nur als biegsames Bäumchen präsentierte, blitzte jetzt hier und da der rot-weiße Funke ganz energisch auf. So erarbeiteten sich die Queckies mehrere gute Einschussmöglichkeiten, doch die Uygur, Klemm, Bures, Meixner, von Sturm oder auch die beiden bereits erwähnten Verstärkungen hatten im Pausentee wohl nicht das nötige Zielwasser zu sich genommen bzw. fanden im gut aufgelegten Schlussmann der Gastgeber ihren Meister. So musste man am Ende über eine verdiente Niederlage bilanzieren, die jedoch um drei Tore zu hoch ausgefallen ist, angesichts der eigenen Hochkaräter vor allem nach dem Wechsel.
Auf ein solches Sturmtief folgt normalerweise immer ein Hoch. Darauf werden sich die Kerle von der Madbach hochkonzentriert vorbereiten. Laut Spielplan wird dies am 17. September geschehen, wenn auf dem Mount Queck der Godesberger FV III ab 15 Uhr erwartet wird. Dann sollte der Fußballhimmel wieder bedrohlich in rot-weiß getaucht sein.
Aufstellung: P. Watty – Wappenschmidt, Jentsch, von Sturm, Arlt – T. Meixner, Leifer, Klemm, Uygur, Bures – O. Degirmen
Verstärkung: Müller, Münch, A. Watty
Eiserne Reserve: Kappe
