Olympiasiegerin Ricarda Funk bei 3. Weltcup-Halbfinale im slovenischen Tacen
Kanutin ausgeschieden
Bad Breisig. Olympiasiegerin Ricarda Funk ist im 3. Weltcup-Halbfinale im slovenischen Tacen ausgeschieden. Die 31-Jährige war mit einer kleinen Erkältung etwas angeschlagen in das Rennen gegangen. Dennoch, so sagte sie selbstkritisch, „darauf kann ich es heute aber nicht schieben.“ Das Wasser in Tacen ist ohnehin sehr schwierig, hinzu kommt, erklärte sie, „dass die Tore genau an den kritischen Stellen hängen, wo verschiedene Strömungen aufeinander treffen.“ Genau das wurde der erfahrenen Athletin zum Verhängnis. An einer komplizierten Torkombination, wo die Hauptströmung auf Kehrwasser trifft, bekam sie Wasser auf ihr Heck. Um das zu kompensieren, muss sie mit ihrem Paddel gegensteuern, „doch ich hatte überhaupt kein Druck auf meinem Paddel“, erklärte sie. Somit konnte sie nicht das Kippen des Bootes verhindern. Dabei verpasste sie einige Tore, paddelte wieder hoch, was aber am Ende zu viel Zeit kostet. Damit nicht genug, es kam noch zur zweiten Kenterung, einigen Blessuren und eingesammelten acht Strafsekunden. Am Ende wurde es Platz 26. Im Weltcup geht die Rheinländerin mit diesem Ergebnis von der Führungsposition zurück auf Platz 4. Allerdings ist noch alles offen. Es folgen zwei weitere Weltcups im spanischen La Seu d’Urgell und in der französischen Hauptstadt Paris; das schlechteste Ergebnis gilt als Streichrennen.
Ricarda Funk im slovenischen Tacen. Foto: Uta Büttner