Marco Weis startet im Amateur-Motorradsport durch
Kirchdauner geht beim RL-Cup an den Start
Kirchdaun. Der kleine Stadtteil Kirchdaun ist eigentlich nicht dafür bekannt, besondere Talente im Motorsport hervorzubringen. Mit Marco Weis könnte sich das jedoch zu ändern. Der 30-jährige Kfz-Mechaniker startet in diesem Jahr bei dem Reinoldus-Langstreckencup auf dem Nürburgring. Und dies nicht zum erstem Mal: Bereits in den Jahren 2017 und 2018 war er bei dem Motorrad-Langstrecken-Cup dabei und belegte einen respektablen dritten (2017) und zweiten Platz (2018) und erkämpfte sich somit die Vizemeisterschaft. Der Reinoldus-Cup ist dieses Jahr bereits im vollen Gange. Insgesamt fünf Rennen gehen bei dem Cup zwischen April und Oktober über die Bühne. Gefahren wird im Normalfall über sechs Stunden. Eines der Rennen – dieses Jahr fällt dies auf den 29. und 30. Juni - dauert jedoch insgesamt acht Rennstunden. Dass Weis dieses Dauer nicht alleine auf dem Motorrad bewerkstelligen kann, liegt auf der Hand. Deshalb ist er Teil eines Rennstalls, dem „Driftwood Racing-Team“. Mit seinen Teamkollegen Eric Dieck und Jürgen Jeß wechselt sich Weis ab; vergleichbar ist der Modus also mit dem 24-Stunden-Rennen, dass ebenfalls auf dem Nürburgring stattfindet.
Leidenschaft seit früher Kindheit
Seine beiden Teamkameraden kommen nicht aus der unmittelbaren Region sondern aus Nordrhein-Westfalen. Weis lernte Jeß und Dieck in einem Motorsportforum kennen und die drei teilten gleich die Leidenschaft für den Motorradsport. „Ich habe relativ spät angefangen“, gesteht Weis, der erst mit 28 Jahren mit Rennen auf dem Ring startete. Seine Begeisterung für das Thema Motorrad hat er praktisch durch seinen Vater in die Wiege gelegt bekommen, der ebenfalls begeisterter Biker ist. Und auch sonst war Weis oft mit seiner Familie am Nürburgring zu Besuch und bereits in jungen Jahren hatte er sich sein eigenes Motorrad angeschafft.
Aus der Begeisterung wurde irgendwann ernst. Nach einigen Trainingsrunden auf dem Ring reifte der Gedanke beim Reinoldus-Langstreckencup selbst anzutreten. Im Jahr 2017 ging es dann bei dem Amateurrennen zum ersten Mal an den Start. „Mitmachen kann eigentlich jeder“, gibt Weis zu. Nur das Startgeld von 800 Euro und mehr kann Neulinge abschrecken. Die Summe teilt er sich aber mit seinen Kollegen aus dem Rennstall. Also ist der finanzielle Aufwand nicht ganz groß.
Nicht nur Trophäen gibt es beim RLC zu gewinnen: Auch andere Preise winken den jeweiligen Gewinnern der Rennen und den Siegern der Jahresgesamtwertung. Zu gewinnen gibt es Sachpreise und Gutscheine, wie Weis erklärt.
Ein Hobby mit Ehrgeiz
Selbstverständlich könnte sich der Kirchdauner auch eine Profikarriere vorstellen. Illusionen macht er sich jedoch keine. „Die Chance dafür stehen sehr, sehr gering“, sagt er. „Aber der Rennsport ist natürlich in erster Linie ein riesengroßes Hobby“, so Weis. „Trotzdem gehen wir mit viel Ehrgeiz an die Sache“, fügt er hinzu.
Auf der Straße kann man ihm übrigens nicht mehr treffen: Weis hat seine Straßenmaschine verkauft und seine Yamaha R6 ist für den Alltagsverkehr nicht zugelassen. Wer ihn und seinen Sport wirklich hautnah erleben möchte, kann dies jedoch trotzdem: „Jeder der Interesse an Motorsport hat, kann sich gerne bei uns melden“, erklärt der passionierte Motorradfahrer.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es bei Facebook: https://www.facebook.com/DriftwoodRacingTeam/
ROB
Der 30-jährige Marco Weis hat im Motorsport ein Hobby gefunden, das er mit Ehrgeiz verfolgt.
