Lokalsport | 21.07.2020

Saisonläufe drei und vier auf dem Nürburgring fanden an einem Wochenende statt

Langstrecken-Serie im Doppelpack

146 Fahrzeuge starteten am Samstag zum zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie.Fotos: BURG

Nürburg. Gleich im Doppelpack absolvierte am vergangenen Wochenende die Nürburgring Langstrecken-Serie ihre Saisonläufe drei und vier.

Aufgrund des, wegen der Corona-Pandemie geänderten Terminkalenders, stand damit auch erstmals in der Geschichte der Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) eine Doppelveranstaltung in der Meisterschaft auf dem Programm. Das 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen eröffnete am Samstag das Rennwochenende, bevor am Sonntag mit dem 52. ADAC Barbarossapreis das diesjährige motorsportliche Highlight des MSV Sinzig folgte. Nachdem der MSC Adenau beim Saisonauftakt Ende Juni erstmals ein Rennen unter einem strengen Hygienekonzept erfolgreich absolviert hatte, meisterte auch der MSC Sinzig, als zweiter Verein aus dem Kreis Ahrweiler, diese Aufgabe ebenso erfolgreich.

Damit Deutschland nicht in den Strudel der zurzeit weltweit mit Rekordgeschwindigkeit in die Höhe schnellenden Zahlen von Covid-19 Neuansteckungen gerät, wurden wie bei allen Großveranstaltungen auch bei diesen beiden Läufen von den Behörden keine Zuschauer zugelassen. Die Fans konnten jedoch, an beiden Renntagen zusammen, das Geschehen am Nürburgring rund 16 Stunden im Livestream verfolgen.

Insgesamt waren es die 27 Boliden der GT3 Klasse, die in Punktespannung den beiden Läufen ihren Stempel aufdrückten.

Beim Rennen am Samstag setzten sich Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz mit dem Mercedes AMG GT3 des neu gegründeten Haupt Racing Teams durch. Auf Rang zwei folgten die Sieger vom ersten Lauf David Pittard und Mikkel Jensen, die zusammen mit Christian Krognes einen BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport pilotierten. Ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podium, Fabian Schiller und Maximilian Buhk die den Mercedes-AMG vom Team GetSpeed auf Rang drei steuerten.

Auf dem vierten Rang folgte der Schnitzer-BMW von Martin Tomczyk, Augusto Farfus und Sheldon van der Linde. Mit einem Rückstand von nur 0,994 Sekunden mussten sich Alex Sims und Augustu Farfus ihren Markenkollegen geschlagen geben. Bester Porsche wurde Frikadelli Racing mit Kevin Estre, Michael Christensen und Felipe-Fernandez Laser auf Platz sechs. Waren es noch am Samstag die deutschen Premiummarken, die die Podestplätze unter sich ausfuhren, hielt der Zieleinlauf beim 52. ADAC Barbarossapreis am Sonntag für viele eine faustdicke Überraschung bereit.

Sieg für Ferrari

Nach dem über drei Jahre die deutschen Hersteller die Langstreckenmeisterschaft dominiert hatten, endete diese Serie beim 52. Barbarossapreis mit einem Ferrari Sieg.

Björn Grossmann, Jonathan Hirschi, Simon Trummer und Luca Ludwig hießen die Piloten, die dem Schweizer Team von Octane126 mit dem Fahrzeug aus der italienischen Sportwagenschmiede in Maranello den Sieg bescherten. In einem packenden Finale fehlten den Siegern vom Samstag, Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz nur ganze 0,7 Sekunden auf ein erfolgreiches Double. Den letzten Podiumsrang sicherten sich die Besatzung des Car-Collection-Audis mit Christopher Haase, Mirko Bortolotti und Markus Winkelhock. Komplettiert wurden die Top 5 vom GetSpeed-Mercedes mit Maximilian Götz und Raffaele Marciello sowie dem Walkenhorst-BMW von Christian Krognes und David Pittard. Insgesamt überquerten die ersten acht Fahrzeuge innerhalb einer Minute das Ziel. Im Nachgang wurde der Ferrari 488 GT3 von Octane 126 jedoch disqualifiziert. Bei der technischen Untersuchung hatten die Sportkommissare festgestellt, dass ein Reifen nicht den Vorgaben der Musterreifen entsprach. Octane 126 möchte die Disqualifikation jedoch nicht auf sich sitzen lassen und hat Einspruch eingelegt. „Nach Rücksprache mit dem Reifenhersteller, wurde festgestellt, dass das Team keinerlei Schuld trifft“, erklärte die Sprecherin des Teams. Licht und Schatten hielten die beiden Läufe für das Team von Manheller Racing bereit. Nachdem die Tabellenführer Carsten Knechtges (Mayen), Marcel Manheller (Döttingen) und Janis Waldow (Rheinbach) am Samstag vorzeitig mit einem technischen Defekt ausgeschieden waren, konnten sie beim Rennen am Sonntag den zweiten Rang in der VT2 Klasse einfahren. Das zweite Auto des Teams, ebenfalls ein BMW F30, platzierte sich jeweils mit Rang 6 im vorderen Mittelfeld, der am Samstag mit 17 Fahrzeugen besetzten Klasse. Insgesamt fünf Fahrzeuge brachte das Adenauer Team von Teichmann Racing im Verlauf des Rennwochenendes an den Start. Darunter auch erneut drei KTM X-BOW GT4. Nach dem Sieg von Michael Mönch (Adenau) beim 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy fuhr er am Samstag auf Positionen drei und am Sonntag gemeinsam mit seinen Teamkollegen Karl-Heinz Teichmann und Stephan Brodmerkel (Waldesch) auf den zweiten Rang in der KTM Klassenwertung. Noch besser lief es für Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr). Der Geschäftsführer einer Möbelschreinerei aus Dernau pilotierte mit seinen Mitstreitern den Teichmann KTM am Samstag auf die zweite Position, bevor ihm am Sonntag gemeinsam mit Ercan Kara Osman (Düsseldorf) der Sprung auf die oberste Stufe des Siegerpodiums gelang. Ein weiterer Erfolg konnte das Team in der Klasse Cup2 verbuchen. In dieser Klasse pilotierten Marc Hennerici (Mayen) und Alex Autumn (Berlin/Adenau) einen Porsche 911 GT3 Cup zum Sieg. Mit dem 43. RCM Grenzlandrennen beschließt, nach einer dreiwöchigen Pause, am 1. August die NLS schon die erste Saisonhälfte. BURG

Beim Rennen am Sonntag gelang Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow mit dem BMW F30 von Manheller Racing der Sprung auf das Podium.

Beim Rennen am Sonntag gelang Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow mit dem BMW F30 von Manheller Racing der Sprung auf das Podium.

Maik Rönnefarth pilotierte beim 52. ADAC Barbarossapreis mit seinem Teamkollegen Ercan Kara Osman den Teichmann KTM zum Sieg.

Maik Rönnefarth pilotierte beim 52. ADAC Barbarossapreis mit seinem Teamkollegen Ercan Kara Osman den Teichmann KTM zum Sieg.

146 Fahrzeuge starteten am Samstag zum zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie.Fotos: BURG

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